Flug LL293
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NTSB: Piloten wechselten auf verkürzte Landebahn

JACKSONVILLE - Nach der Bruchlandung einer Boeing 737-800 von Miami Air auf dem Marinefliegerstützpunkt Jacksonville (Florida) am Freitag hat die US-Flugunfallstelle NTSB die Untersuchung übernommen. Der Zweistrahler hatte bei schlechtem Wetter das Pistenende einer verkürzten Bahn überrollt.

Die Besatzung des landenden Flugzeugs hatte in letzter Minute einen Wechsel der Landebahn auf der Naval Air Station Jacksonville angefragt.

Boeing 737-800: Landeunfall in Jacksonville (© NTSB)
Boeing 737-800: Landeunfall in Jacksonville (© NTSB)
Boeing 737-800: Landeunfall in Jacksonville (© NTSB)
Boeing 737-800: Landeunfall in Jacksonville (© NTSB)
Fotoserie: Boeing 737-800: Landeunfall in Jacksonville

Damit sei aber eine Landebahn gewählt worden, deren nutzbare Länge wegen eines für das Training von Trägerflugzeugen am Pistenanfang aufgespannten Fangseils zeitweise verkürzt gewesen sei, teilte das NTSB nach einer ersten Auswertung des Unfallverlaufs mit. Die nutzbare Pistenlänge sei von 2.750 Meter auf 2.380 Meter verringert gewesen.

Bergung per Lastkahn

Laut NTSB ist noch nicht bekannt, warum die Piloten den kurzfristigen Wechsel der Landebahn erbaten. Nach dem Aufsetzen bei gewittrigem Wetter hatte die Boeing 737-800 N732MA mit 143 Insassen das Pistenende überrollt, war leicht nach rechts ausgebrochen und in den direkt hinter der Piste liegenden St. Johns River gerollt. Die Insassen blieben weitgehend unversehrt.

Der militärische Charterflug war vom US-Militärstützpunkt Guantanamo auf Kuba gestartet. Die NTSB-Untersuchung dauert an. Das Wrack konnte zwischenzeitlich per Lastkahn aus dem Fluss geborgen werden.
© FLUG REVUE - Sebastian Steinke, aero.de | Abb.: NTSB | 08.05.2019 13:06


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