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FAA lädt junge Piloten zum 737 MAX - Simulatortest

737 MAX-Simulator
737 MAX-Simulator, © TRU Simulation and Training

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WASHINGTON - Boeing lädt erfahrene Piloten ein, um den überarbeiteten Fluglagekorrektor MCAS im Simulator zu testen. Die US-amerikanische Luftsicherheitsbehörde FAA will dagegen auch sehen, wie unerfahrenere Piloten auf heikle Szenarien im 737 MAX-Simulator reagieren.

Das berichtet die Nachrichtenagentur "Reuters" unter Berufung auf Insider. Demnach sollten die ersten Tests Anfang September stattfinden, wurden aber auf Mitte September verschoben. Die FAA hat mehrfach betont, dass sie weder Eile noch einen genauen Zeitplan für die Wiederzulassung der 737 MAX habe.

Das Boeing-Management dagegen hat die Hoffnung geäußert, dass die Flugzeuge diesen Typs Anfang des vierten Quartals wieder abheben könnten. Die Nachrichtenagentur "Bloomberg" sieht Anzeichen, dass es im Oktober soweit sein könnte.

Erster Betreiber zieht gegen Boeing vor Gericht

Unterdessen hat der russische Leasinggeber Avia angekündigt, die Stornierung einer Bestellung von fünfunddreißig 737 MAX gerichtlich durchsetzen zu wollen. Das Tochterunternehmen der staatlichen Gesellschaft Rostec wirft Boeing vor, Kunden "absichtlich wichtige Informationen vorenthalten zu haben", was die Lufttüchtigkeit der 737 MAX angeht.

Wie die "Financial Times" berichtet hat Avia eine Anzahlung von 35 Millionen US-Dollar an Boeing geleistet und fordert diesen Betrag nun inklusive Zinsen zurück. Außerdem 75 Millionen US-Dollar als Ersatz für die Verdienstausfälle durch das Grounding der 737 MAX, plus Strafzahlungen.

Die von Boeing gebotene Entschädigung ist laut dem Anwalt Avias Steven Marks nicht hoch genug. Er rechnet damit, dass sich noch viele Betreiber der 737 MAX dem Schritt Avias anschließen und vor Gericht Entschädigungen von Boeing einfordern werden.

Der US-Flugzeugbauer plant bisher rund fünf Milliarden US-Dollar an Kosten im Zuge der 737 MAX-Abstürze ein. Marks vertritt auch 30 Familien der insgesamt 346 Menschen, die bei den Abstürzen ihr Leben verloren haben.
© aero.de (boa) | Abb.: TRU Simulation and Training | 27.08.2019 13:05

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Beitrag vom 29.08.2019 - 14:37 Uhr
Warum wurde Boeing zum Täter?
Sehr gut hier beschrieben:

 https://www.linkedin.com/pulse/lessons-from-boeing-737-max-crisis-octavian-thor-pleter

Dazu passend dieses Video:
 https://www.youtube.com/watch?v=OxPsxmU_ocI

Kürzlich hat es ein FAA-Testpilot auch mit der "neuen" Software am Sim nicht mehr geschafft, folglich Absturz.
Beitrag vom 29.08.2019 - 11:34 Uhr
Was will denn die FAA testen?
Jeder Interessierte weiss nun, dass man die machinelle Trimmumg sofort abschalten muss, falls diese sich unerwartet verhält.

Wenn es so einfach wäre müsste die MAX aber doch schon längst wieder fliegen dürfen, oder nicht?
Beitrag vom 28.08.2019 - 22:39 Uhr
Was will denn die FAA testen?
Jeder Interessierte weiss nun, dass man die machinelle Trimmumg sofort abschalten muss, falls diese sich unerwartet verhält.

Dieser Beitrag wurde am 28.08.2019 22:59 Uhr bearbeitet.


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