Wiederzulassung
Älter als 7 Tage

Boeing will 737 MAX ab Dezember wieder ausliefern

Aeromexico Boeing 737 MAX
Aeromexico Boeing 737 MAX, © Boeing

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SEATTLE - Boeing stellt Airlines eine Wiederaufnahme des Flugbetriebs mit der 737 MAX "im Januar" in Aussicht. Noch vor dem Jahreswechsel will der Hersteller erste 737 MAX mit modifizierter Flugsteuerung ausliefern. Die Zeitachse gilt zunächst nur für die Vereinigten Staaten - international droht der 737 MAX eine Rückkehr auf Raten.

Die Wiederzulassung der 737 MAX rückt in greifbare Nähe, zumindest in den USA: das Technical Advisory Board (TAB), ein unabhängiges Kontrollgremium, erhebt keine Einwände gegen Änderungen an der Trimmautomatik MCAS.

Boeing rechnet mit einer Abnahme der Änderungen durch die US-Luftfahrtaufsicht FAA "im laufenden Quartal". Der praktische Teil eines fünfstufigen Abnahmeverfahrens sehe Simulatortests und Testflüge mit FAA-Piloten vor.

m Januar könnte demnach mit der Überprüfung des Trainings für Flugcrews begonnen werden - eine Voraussetzung für die Wiederinbetriebnahme des Flugbetriebs.  Eine erste mehrtägige Überprüfung der Software im Simulator sei mit der FAA durchgeführt worden, erklärte Boeing.

Nach Abschluss der Tests will der Hersteller keine Zeit verlieren. "Es ist möglich, dass Auslieferungen an Airlinekunden im Dezember wieder einsetzen", teilte Boeing am Montag mit - seit Verhängung der Flugverbote im März 2019 hat Boeing rund 350 737 MAX auf Halde produziert, die vor einer Auslieferung noch umgerüstet werden müssen.

Gestaffelte Wiederzulassung

Erste 737 MAX erwartet Boeing "im Januar" 2020 wieder im regulären Linieneinsatz - American Airlines und Southwest Airlines haben die 737 MAX allerdings gerade erst bis Anfang März 2020 aus der Flugplanung gestrichen, United will die Teilflotte frühestens ab Februar wieder abheben lassen.

Die 737 MAX ist nach zwei Totalverlusten bei Lion Air und Ethiopian Airlines mit 346 Opfern faktisch weltweit gesperrt. Boeing geht inzwischen von einer international "gestaffelten" Wiederzulassung des Flugzeugtyps aus. "Der Zeitplan kann je nach Zuständigkeitsbereich variieren", heißt es in der Mitteilung vom Montag.
© aero.de | Abb.: Mark Harkin, CCBY | 11.11.2019 19:40

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Beitrag vom 14.11.2019 - 16:44 Uhr
@contrail55

Ich bin nicht verwundert. Sie verwechseln Verwunderung mit Empörung.Ich finde es nicht verwunderlich das Boeing seit April alle paar Wochen falsche Angaben zur Rezertifizierung macht.Ich bin empört das Boeing es macht.

Denn Boeing versucht
1: dadurch seinen Aktienkurz zu stabilisieren
2: druck auf die Zulassungsbehörden aufzubauen.

Alleine ein betroffenes Boeing reichte bislang nicht aus. Jetzt sollen also die Fluggesellschaften sich die Maschinen hinstellen um den Druck zu erhöhen die MAX zuzulassen.Die FAA soll wieder einmal alle Augen zudrücken und eine halbgare Lösung durchwinken.

Ich finde gerade dieses Verhalten von Boeing nicht in Ordnung.
Boeing macht seit Beginn der Max Krise eine sehr schlechte Figur.
Nach Lion Air nicht klar kommunizieren und es so darstellen als hätte der Grosskunde aus Asien bei der Wartung und bei den Piloten geschlampt, dann nach Ethopian der Verweis das die Piloten die Checkliste nicht befolgt hätten.

Bisher hat Boeing nich öffentlich die Verantwortung übernommen, obwohl klar ist das sie den Hauptanteil tragen, das sie ihre Kunden, Zulassungsbehörde und Passagiere angelogen haben und das es gravierenste Probleme in den internen Prozessen, der Riskoabschätzung, dem agieren mit ihrer Zulassungsbehörde etc. gibt.
Natürlich will Boeing den Flieger schnell wieder in der Luft haben, aber eigentlich muss es doch darum gehen das was kaputt ist zu fixen, und das geht nunmal nur wenn man es klar anspricht.

Diese Fokus auf "wird drücken das durch und schnell in die Luft mit der Max" verschleiert in meinen AUgen den Blick auf die zugrunde liegenden Probleme.
Beitrag vom 14.11.2019 - 14:35 Uhr
@contrail55

Ich bin nicht verwundert. Sie verwechseln Verwunderung mit Empörung.Ich finde es nicht verwunderlich das Boeing seit April alle paar Wochen falsche Angaben zur Rezertifizierung macht.Ich bin empört das Boeing es macht.

Denn Boeing versucht
1: dadurch seinen Aktienkurz zu stabilisieren
2: druck auf die Zulassungsbehörden aufzubauen.

Alleine ein betroffenes Boeing reichte bislang nicht aus. Jetzt sollen also die Fluggesellschaften sich die Maschinen hinstellen um den Druck zu erhöhen die MAX zuzulassen.Die FAA soll wieder einmal alle Augen zudrücken und eine halbgare Lösung durchwinken.

Dieser Beitrag wurde am 14.11.2019 14:39 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 13.11.2019 - 16:13 Uhr
Nicht wirklich. Aber ich finde man muss diese abwarten, bevor man Boeing eine Art Problemlösung abnehmen kann.
Das geht dann aber in beide Richtungen. So sollte man die Problemlösung auch abwarten, bevor man mit jeder Meldung wieder in das alte Mantra verfällt (Nicht Sie, ganz allgemein. Darum ging es hier ja)
Aber doch nicht ein Bauernopfer wie ein Pressesprecher, sondern die Leute die im Entwicklungsprozess der MAX die entsprechenden Entscheidungen getroffen und den Deckel auf dem Topf gehalten haben.
Bin ich dabei. Aber wer kennt diese denn? Außerhalb Boeings.
Auch das hat hier meines Wissens nach keiner verlangt. D.h. ich unterstelle hier mal, dass nicht alle mit drinhängen...
Jup, sehe ich auch so. Rest siehe oben. Es macht ja keinen Sinn den CEO publikumswirksam zu opfern wenn die Entscheider bleiben. Die Details dazu werden die Gerichte klären, alles andere ist Spekulation.

Danke für den Austausch.

Dieser Beitrag wurde am 13.11.2019 16:14 Uhr bearbeitet.


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