IAG-Chef
Älter als 7 Tage

Willie Walsh zieht sich zurück

Willie Walsh
Willie Walsh, © IATA

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LONDON - Die British-Airways-Mutter IAG bekommt einen neuen Chef. Der bisherige Chef der spanischen Tochtergesellschaft Iberia, Luis Gallego, werde der Nachfolger des langjährigen Konzernführers Willie Walsh, teilte IAG am Donnerstag an der Londoner Börse mit.

Walsh werde seinen Posten am 26. März räumen und am 30. Juni in den Ruhestand gehen. Der frühere British-Airways-Chef und Boeing-Pilot hatte den Zusammenschluss der Airline mit Iberia zur International Airlines Group (IAG) selbst vorangetrieben und führt den Konzern seit seiner Gründung Anfang 2011.

An der Börse kamen die Nachrichten gut an. Der Kurs der IAG-Aktie sprang an der Londoner Börse schon am Morgen in die Gewinnzone und lag am Nachmittag zuletzt mit 1,34 Prozent im Plus bei 626,72 britischen Pence. Mit Blick auf die vergangenen zwölf Monate hat sie damit rund vier Prozent an Wert gewonnen.

Verwaltungsratschef Antonio Vazquez würdigte Walshs Verdienste um die IAG, zu der inzwischen auch die Fluggesellschaften Vueling, Aer Lingus und Level gehören. Zuletzt hatte Walsh auch die Übernahme der spanischen Air Europa angekündigt.

Vazquez sieht in dem bisherigen Iberia-Chef Gallego den richtigen Mann, um den Konzern in die Zukunft zu führen und die nächsten Entwicklungsschritte zu gehen. Vor seinem Antritt bei Iberia 2014 hatte Gallego unter anderem deren Ableger Iberia Express gestartet und die Billigsparte Vueling geführt. Wer ihm als Chef bei Iberia nachfolgt, will der Konzern zu gegebener Zeit bekanntgeben.

Unterdessen bleibt IAG auf Wachstumskurs. Im Jahr 2019 beförderten die Konzerngesellschaften insgesamt 118,25 Millionen Fluggäste und damit 4,7 Prozent mehr als im Vorjahr, wie aus einer weiteren Mitteilung vom Donnerstag hervorgeht. Die Auslastung der Maschinen verbesserte sich um 1,3 Prozentpunkte auf 84,6 Prozent.

Zu den verbesserten Zahlen trug der Dezember besonders stark bei. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stieg die Zahl der Fluggäste um 5,5 Prozent auf 8,75 Millionen. Die Auslastung der Sitze wuchs um 3,5 Prozentpunkte auf 83,9 Prozent. Ab sofort will IAG die Verkehrszahlen nicht mehr monatlich, sondern nur noch quartalsweise veröffentlichen. Bereits im November hatte IAG bekanntgegeben, beim Ausbau ihres Flugangebots und ihren Gewinnplänen in den kommenden Jahren auf die Bremse zu treten.

Im vergangenen Sommer hatte ein heftiger Streik der British-Airways-Piloten zu zahlreichen Flugausfällen geführt. Das zehrte auch am Gewinn des Konzerns. Im Dezember fanden beide Seiten im Tarifstreit schließlich zu einer Einigung.
© dpa-AFX, aero.de | Abb.: A4E | 09.01.2020 09:50


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