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Qantas darf Piloten auf Ultralangstrecke schicken

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Qantas Boeing 787-9, QF7879, © Qantas

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SYDNEY - Qantas hat auf dem Weg zu neuen Ultralangstrecken eine wichtige regulatorische Hürde genommen: Australiens Luftfahrtaufsicht CASA hat ein Fatigue Risk Management System für Crews von Flügen mit mehr als 20 Stunden Dauer abgenickt. Die Piloten fühlen sich übergangen.

Qantas wird in wenigen Wochen entscheiden, ob "Project Sunrise" umgesetzt oder abgeblasen wird.

Die Airline hat für die ultralangen Nonstops von Sydney nach London und New York ab 2023 Lieferslots für zwölf spezielle A350-1000 geblockt - Airbus hält Qantas die Termine bis April frei.

Piloten der A330-Flotte sollen die Flüge übernehmen. Weil Einsätze jenseits von 20 Stunden Flugzeit den aktuellen regulatorischen Rahmen sprengen, musste Qantas ein komplett neues Fatigue Risk Management System (FRMS) entwickeln - auf die überlangen Dienstzeiten angepasste Ruheregeln für die Besatzungen.

Die australische Luftfahrtaufsicht CASA hat das FRMS abgezeichnet - und steht deswegen bei Piloten in heftiger Kritik. Denn die wurden an dem Verfahren nicht beteiligt. "Dies ist ein klarer Verstoß gegen rechtliche und sicherheitstechnische Verantwortlichkeiten der Aufsichtsbehörde", sagte der Chef der Pilotengewerkschaft AIPA Mark Sedgwick.

Wichtiger Zwischenschritt

Die CASA hat zum ersten Mal ein vollständig von einer Airline entwickeltes FRMS akzeptiert, nachdem die Behörde das System in einer zwölfmonatigen Testphase validiert hat. Das neue Qantas-FRMS sieht unter anderem erweiterte Ruhephasen im Flug und zusätzliche Freizeit rund um die Einsätze vor.

Für die Sunrise-Flüge ist die Genehmigung ein wichtiger Zwischenschritt. Hier werden die Dienstzeiten bis zu 23 Stunden betragen - Qantas werde das FRMS daher in den kommenden Jahren noch weiterentwickeln und erneut zur Prüfung vorlegen, teilte die CASA mit.
© aero.de | Abb.: Qantas | 28.02.2020 09:27

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Beitrag vom 29.02.2020 - 16:57 Uhr
Mir ist klar, welche Belastungen in dem Beruf vorherrschen. Viele Piloten waren ja auch beim Militär und sind sehr belastbar. Während durch G-Kräfte alle an Bord schon ohnmächtig sind, kam es vor, dass die Piloten noch hellwach sind und eine Maschine in extremen Situationen retten. Bei AF447 geht man davon aus, dass alle an Bord schon K.O. waren, da die Maschine binnen weniger Minuten Kilometer weit gefallen ist. Laut Blackbox wissen wir aber, die Piloten waren bis zum Aufschlag wach, kotzten sich nicht voll etc. Da sieht man was die Jungs wegstecken können.
Woher kommt denn diese Aussage zu AF447?
Ich würde "etwas" Ironie dahinter vermuten. Aber trotzdem nett beschrieben.
Beitrag vom 29.02.2020 - 16:56 Uhr
Aber Quantas wird hoffentlich wissen auf was sie sich einlassen und von den Crews fordern.
Eben. Qantas gibt es seit hundert Jahren (1920). Länger als LH (1926 bzw. 1953).
Beitrag vom 29.02.2020 - 16:10 Uhr


Mir ist klar, welche Belastungen in dem Beruf vorherrschen. Viele Piloten waren ja auch beim Militär und sind sehr belastbar. Während durch G-Kräfte alle an Bord schon ohnmächtig sind, kam es vor, dass die Piloten noch hellwach sind und eine Maschine in extremen Situationen retten. Bei AF447 geht man davon aus, dass alle an Bord schon K.O. waren, da die Maschine binnen weniger Minuten Kilometer weit gefallen ist. Laut Blackbox wissen wir aber, die Piloten waren bis zum Aufschlag wach, kotzten sich nicht voll etc. Da sieht man was die Jungs wegstecken können.

Woher kommt denn diese Aussage zu AF447?

Nein, man geht nicht KO weil der Flieger sinkt. Und ich habe auch noch nie gehört das man an board der Maschiene bewusstlos sein sollte.


Ich denke aber sie wissen auch nicht wie es ist nach Australien als Pilot zu fliegen, so weit ich weiß sind sie bei Ryanair und fliegen nicht Langstrecke!


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