Covid-19-Krise
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Kaum Fortschritte bei der Genesung der chinesischen Luftfahrt

Air China Airbus A350-900
Air China Airbus A350-900, © Airbus

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PEKING - Die Luftfahrtbranche schaut gespannt auf China. Beobachter versuchen, in China einen Trend für das Wiederaufleben der Flugreisen nach der Covid-19-Krise abzulesen. Die anfängliche Hoffnung auf eine deutliche Erholung hat sich dabei inzwischen eingetrübt.

Die Zahl der Passagiere lag laut der chinesischen Luftfahrtbehörde am 21. April um knapp acht Prozent höher als einen Monat zuvor. Insgesamt transportierten chinesische Airlines an jenem Tag jedoch nur knapp 30 Prozent des Vorjahresniveaus.

Zwar publiziert er internationale Linienluftfahrtverband IATA etwas höhere Zahlen und spricht von 45 Prozent Inlandsverkehr im Vergleich zu der Zeit vor dem Ausbruch der Pandemie. Der Optimismus hält sich jedoch auch hier in Grenzen: seit der Wiederaufnahme der Flüge Anfang März hat es keinen weiteren Aufwärtstrend gegeben.

Die Bürger buchen Flüge für Geschäftsreisen oder um ihre Freunde und Verwandten zu besuchen – Urlaubsreisen meiden sie bisher jedoch weitgehend. Laut IATA-Chefökonom Brian Pearce ein besorgniserregendes Signal.

Ihm zufolge zeigt sich der Trend in Australien und den USA noch düsterer, weil dort trotz sinkender Infektionsraten keine Erholung der Buchungszahlen erkennbar ist. 40 Prozent der Teilnehmer an einer IATA-Umfrage gaben an, dass sie bis mindestens sechs Monate nach der Eindämmung der Pandemie warten würden, bevor sie wieder fliegen.

IATA-Chef Alexandre de Juniac sieht es als gemeinsame Aufgabe von Airlines und Regierungen, das Vertrauen der Passagiere zurückzugewinnen. Eine Maskenpflicht an Bord könnte ihm zufolge dazu beitragen. Von der Idee, den Mittelsitz frei zu lassen, um genug Abstand zwischen den Passagieren zu gewährleisten, ist die IATA inzwischen abgewichen.

Auf Kurzstreckenflügen wäre so laut de Juniac nur eine Austlastung von 66 Prozent möglich. 70 Prozent sind aber nötig, um einigermaßen wirtschaftlich zu fliegen.
© aero.de (boa), Bloomberg | Abb.: Airbus | 22.04.2020 09:08

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Beitrag vom 22.04.2020 - 09:23 Uhr
Irgendwie auch logisch.

Es überrascht absolut niemanden, solange die Einreise nach China für alle nicht Chinesen verboten ist, Visa- und Aufenthaltsgenehmigungen ausgesetzt wurden und der weitere internationale Flugverkehr fehlt.

Somit also auch sämtliche Anschlussgäste auf den Inlandsflügen von und zu den Drehkreuzen an Bord der "innerchinesischen" Flüge fehlen. Also die Meldung der IATA hat absolut noch keinen Mehrwert, die Lage bezüglich einer Besserung wirklich signifikant einschätzen zu können. Diese wird erst passieren, wenn die Internationalen Anschlussflüge wieder normal genutzt werden dürfen.

...dann darf die IATA gern eine Einschätzung bringen.

Dieser Beitrag wurde am 22.04.2020 09:25 Uhr bearbeitet.


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