Flughäfen
Älter als 7 Tage

Bund und Länder wollen Hilfe für BER-Betreiber beschleunigen

Flughafen BER
Flughafen BER, © Günter Wicker / Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

Verwandte Themen

SCHÖNEFELD - Bund und Länder machen Tempo bei der geplanten Finanzhilfe für die Berlin-Brandenburger Flughafengesellschaft (FBB). Sie hatten dem angeschlagenen Unternehmen für dieses Jahr 300 Millionen Euro zusätzliches Eigenkapital in Aussicht gestellt. Doch es fehlt noch die Zustimmung aus Brüssel.

Weil die Zustimmung der EU-Kommission für die Behilfe noch aussteht, soll das Staatsunternehmen das Geld nun zunächst als Zuschuss und als Darlehen erhalten, wie das Bundesfinanzministerium dem Haushaltsausschuss des Bundestags mitteilte.

Durch die Zusage der Eigentümer könne die Flughafengesellschaft auf eine verbürgte Kreditlinie zurückgreifen, betont die Parlamentarische Staatssekretärin Bettina Hagedorn den Handlungsbedarf in dem Schreiben, dass der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

"Ohne die Finanzierungszusage der Gesellschafter wäre die Zahlungsfähigkeit der FBB für das Jahr 2020 nicht gesichert gewesen." Hagedorn verwies auf den Einbruch der Passagierzahlen an den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld in der Corona-Krise. Die Flughafengesellschaft benötige einen Teil der zugesagten Mittel spätestens im Oktober. Am 31. Oktober soll nach jahrelangen Verzögerungen der neue Hauptstadtflughafen BER ans Netz gehen.

Die drei Flughafen-Eigentümer - neben dem Bund die Länder Berlin und Brandenburg - wollen nach Hagedorns Angaben 98,8 Millionen Euro als diekte Zuschüsse zahlen. Das sei durch die "Bundesrahmenregelung Beihilfen für Flugplätze" gedeckt. Die übrigen 201,2 Millionen Euro sollen zunächst als Darlehen fließen. Es solle in Eigenkapital umgewandelt werden, wenn Brüssel entschieden hat.

Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup hatte in der vergangenen Woche gesagt, man benötige doch nur 250 bis 260 Millionen Euro von den Eigentümern. Grund seien Einsparungen. Vorsichtshalber will der Bund dennoch gemeinsam mit Berlin und Brandenburg 300 Millionen Euro bereitstellen. "Der tatsächliche Abruf der Mittel erfolgt natürlich bedarfsgerecht", betont Hagedorn in dem Schreiben.

Das Thema steht am kommenden Mittwoch auf der Tagesordnung des Haushaltsauschusses im Bundestag. Der FDP-Abgeordnete Christoph Meyer konstatierte: "Für die FBB geht es nur noch ums Überleben." Die 300 Millionen Euro werden aus seiner Sicht nicht reichen. "Der Bund kann sich schon jetzt auf neue Kreditbitten einstellen."
© dpa | 05.09.2020 06:26

Um einen Kommentar schreiben zu können, müssen Sie sich bei aero.de registrieren oder einloggen.

Beitrag vom 05.09.2020 - 15:18 Uhr
Steuerverschwendung. Das Geld wäre zum Beispiel für Schulsanierungen und Digitalisierung an Schulen viel besser ausgegeben.


Stellenmarkt

Schlagzeilen

aero.uk

aero.ukWe spread our wings to the UK. Visit aero.uk for daily aviation news from our editors and Reuters.

Meistgelesene Artikel

Community

Fachdiskussionen zu aktuellen Ereignissen und Entwicklungen in der Luftfahrtbranche

Thema: Pilotenausbildung

PaxEx.de Passenger Experience

FLUGREVUE 09/2020

Shop

Es gibt neue
Nachrichten bei aero.de

Startseite neu laden