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Regierung stellt Air India ohne Schulden zum Verkauf

Air India Airbus A320neo
Air India Airbus A320neo, © Airbus

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MUMBAI - Indien will sich seines defizitären Staatscarriers entledigen - dringend. Die Coronakrise vereinfacht den Verkauf der mit einer Schuldenlast in Milliardenhöhe fliegenden Airline nicht. Nun erwägt die Regierung offenbar, nahezu alle Schulden der Airline zu übernehmen, um sie für Käufer attraktiver zu machen.

Das scheint immer noch die bessere Lösung als die Airline zu liquidieren - denn das wäre die Alternative zum Verkauf. Tausende Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel. Zugleich wird Air India der Regierung in der Coronakrise noch einmal verstärkt zur Last und verschlingt Summen, die anderswo mindestens ebenso dringend gebraucht würden.

Rund 3,3 Milliarden US-Dollar zu übernehmen, mit denen die Regierung für Flugzeugeinkäufe gebürgt hat, könnten in dieser Konstellation tatsächlich das Ende mit dem geringeren Schrecken markieren.

Ohne die Schuldenlast und mit ihren Slots in Heathrow, über 100 Flugzeugen und einer über Tausend Piloten starken Crew könnte Air India Investoren durchaus als attraktive Gelegenheit verkauft werden.

Nichtsdestotrotz: bereits im März 2019 betrug der Verlust der Airline über eine Milliarde US-Dollar. Zum einen hat die Coronakrise die Übernahme-Möglichkeiten potenzieller Käufer dezimiert, zum anderen hat sie vermutlich den Verlust der Air India ein weiteres Mal gesteigert. Der letzte Versuch, Air India zu verkaufen, war 2018 gescheitert.
© aero.de (boa) | Abb.: Ingo Lang | 16.09.2020 07:54


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