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Easyjet streicht 418 Jobs in Berlin

Easyjet in Berlin-Tegel
Easyjet in Berlin-Tegel, © Easyjet

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LUTON - Easyjet reduziert beim Start des BER ihre Flotte in Berlin und baut Stellen in der Hauptstadt ab. Der britische Billigflieger kämpft in der Corona-Krise weiterhin ums finanzielle Überleben. Zur Stärkung seiner Finanzkraft hat das Unternehmen neun weitere Airbus A320 an zwei Leasing-Gesellschaften verkauft.

Lufthansa wird am BER der größte Fluganbieter. Das liegt allerdings weniger am eigenen Ausbau, sondern am Rückzug von Easyjet.

Der britische Preisbrecher wird seine in Berlin stationierte Flotte im Dezember von 34 auf 18 Flugzeuge reduzieren. Als Folge verlieren 418 der 1.500 Mitarbeiter der Basis ihren Arbeitsplatz, wie Easyjet mitteilte. Zunächst wollte die Airline mit 738 Stellen sogar fast jeden zweiten Job in Berlin streichen.

Über Kurzarbeit hält Easyjet nun jedoch an 320 Mitarbeitern fest - zumindest vorerst. Ihre Zukunft in der Airline hängt vom Erholungstempo ab, Easyjet will die bis 30. Juni 2021 eine Entscheidung treffen.

Unterdessen macht Easyjet neun weitere A320 flüssig. Die Flugzeuge werden verkauft, um sie dann über einen Zeitraum von nahezu zehn Jahren wieder zurück zu mieten.

Laut einer Mitteilung vom Dienstag hat Easyjet damit 398,6 Millionen US-Dollar (337 Mio Euro) erlöst. Das Unternehmen besitzt nach Abschluss der beiden jüngsten Leasing-Deals nach eigenen Angaben noch 152 unbelastete Flugzeuge selbst. Das seien 44 Prozent der Flotte. Man werde die Märkte weiterhin beobachten, so das Unternehmen.

Easyjet hat in dem Ende September abgeschlossenen Geschäftsjahr wegen der Corona-Krise den ersten Jahresverlust seiner Geschichte eingeflogen und will auf eine Dividende verzichten. Ende September verfügte die Airline nach zahlreichen Kapitalmaßnahmen über Barreserven von rund 2,3 Milliarden Pfund (2,53 Mrd Euro) und saß auf einem Schuldenberg von 1,1 Milliarden Pfund.

Wegen der Corona-Krise schließt Easyjet erstmals ein Geschäftsjahr mit Verlust ab - die Airline rechnet 2019/2020 (September) mit einem Fehlbetrag von bis 928 Millionen Euro.
© dpa-AFX, aero.de | Abb.: Easyjet | 27.10.2020 09:36


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