Testlauf bei Airbus
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Zweite A350 für Deutschland fliegt

Airbus A350-900 der Flugbereitschaft
Airbus A350-900 der Flugbereitschaft, © LHT

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TOULOUSE - Während Piloten und Bodencrews der Flugbereitschaft eifrig mit ihrem neuen Airbus A350 trainieren, ist gestern in Toulouse die zweite Luftwaffe-A350 zu ihrem Jungfernflug gestartet. Der Großraumjet, noch gänzlich ohne Lack, soll 2022 seine Schwestermaschine ergänzen - und sich optisch von ihr unterscheiden.

Zwei Stunden und 58 Minuten dauerte der erste Flug. Er führte von Toulouse-Blagnac in den Nordwesten Frankreichs, über den Golf von Biskaya und wieder zurück nach Blagnac, wo die zweite für die Flugbereitschaft bestimmte A350 schließlich gegen 17 Uhr Ortszeit zur Landung einschwebte.

Zwölf Tage zuvor hatten lokale Spotter die - bis auf die Winglets - noch komplett "nackte" Maschine zum ersten Mal auf dem Vorfeld der Airbus-Homebase gesichtet, vergangenen Freitag absolvierte der Jet dann seine ersten Triebwerks- und Rolltests.

Für die nun anstehenden Erprobungsflüge erhielt die A350 das Interims-Kennzeichen F-WZGL. Unter der aufgeklebten Kennung prangt auch die Seriennummer 468, die das Flugzeug als künftigen Luftwaffe-Jet verrät. Demnächst dürfte Nummer 468 in Toulouse ihre Lackierung erhalten.

Zweite A350 für Deutschland fliegt, © Aviation Toulouse

Spätestens dann wird man sie auch von Weitem eindeutig als Regierungsmaschine der Bundesrepublik Deutschland erkennen, auch wenn der Anstrich dem Vernehmen nach geringfügig anders aussehen wird als der, den die 10+03 trägt - die erste A350, die im August an die Flugbereitschaft übergeben wurde.

Wie das Ausrüstungsamt der Bundeswehr schreibt, sollen Schriftart und Position von Abbildungen leicht verändert werden, außerdem will man, Zitat, "auch neue Elemente aus dem Styleguide der Bundesregierung" zur Anwendung bringen.

Erste A350 mit VIP-Kabine

Wichtiger als das modifizierte Äußere wird jedoch das Innenleben der zweiten A350 sein - denn die zweite Maschine wird die erste sein, die bei Lufthansa Technik in Hamburg eine vollständige VIP-Kabine erhält. Die 10+03 hatte nur eine Übergangskabine erhalten, um sie möglichst frühzeitig ausliefern zu können.

Auch sie soll später auf den VIP-Standard hochgerüstet werden - allerdings erst, wenn neben der zweiten A350 auch das dritte Exemplar seinen Dienst bei der Luftwaffe antritt. Wegen der umfangreichen Kabinenarbeiten und des Einbaus von Selbstschutzsystemen werden die Maschinen zwei und drei allerdings erst 2022 bei der Bundeswehr erwartet.
© FLUG REVUE - Patrick Zwerger | Abb.: Lufthansa Technik | 19.11.2020 12:00


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