Fluglärmkommission
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Probebetrieb für neue Abflugroute aus Stuttgart

Routenanpassung TEDGO am STR
Routenanpassung TEDGO am STR, © Fluglärmkommission

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STUTTGART - Der Vorsitzende der Fluglärmkommission Stuttgart, Christof Bolay, hat sich für einen Probebetrieb der geplanten und umstrittenen neuen Abflugstrecke ausgesprochen.

Sein Vorschlag an die Fluglärmkommission sei, "nicht sofort neue Fakten zu schaffen, sondern die neue Abflugstrecke befristet auf rund ein Jahr zu testen und die Erfahrungen dann in eine Neubewertung einfließen zu lassen", sagte Bolay der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten" (Montag).

Von der von den Fluggesellschaften Lufthansa und Eurowings vorgeschlagenen Abflugroute in Richtung Süden wären einige Kommunen weniger von Lärm belastet, andere aber mehr.

Bolay verteidigte die Pläne für die neue Flugroute. Deutlich größere Bereiche würden entlastet, sagte der Oberbürgermeister der Stadt Ostfildern (Landkreis Esslingen). "Unter Abwägung aller Umstände und wenn ich die Interessen aller vom Fluglärm betroffenen Menschen in der Region Stuttgart berücksichtige, ist die neue Route eine große Chance", sagte der SPD-Politiker. "Und dann bitte ich zu sehen, dass sich neue Flugrouten nicht einfach aus dem Ärmel schütteln lassen."

Mehrere Bürgerinitiativen wollen die Änderung der Route verhindern. In einer Online-Petition fordern sie unter anderem den Stopp der Routenänderung sowie mehr Transparenz in dem Verfahren. Mehr als 9.000 Menschen hatten bis Montag unterschrieben. Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) hatte sich eingeschaltet und für eine "faire und konstruktive Lösung für alle Betroffenen" geworben. Die Landesregierung wolle alle Beteiligten an einen Tisch holen, um das weitere Verfahren zu besprechen und offene Fragen zu klären.

Am 2. November soll die Fluglärmkommission über die neue Route abstimmen und anschließend eine Empfehlung abgeben. Dann schaut das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung auf den Vorschlag. "Ich finde es gut, dass speziell der Landesverkehrsminister Winfried Hermann sich der Sache mit angenommen hat, auch wenn das Land formal keine Aktien hat", sagte Bolay im Interview. "Wenn Sie mich heute fragen, bleibt es beim 2. November, weil alle Argumente auf dem Tisch liegen."
© dpa-AFX | 18.10.2021 08:36

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Beitrag vom 19.10.2021 - 19:34 Uhr
Abgesehen davon, daß man sich nicht einmal sicher sein kann, ob die Windrichtung bei der Lärmbelastung berücksichtigt wird, sollte man im Zeitalter der Rechenknechte eigentlich problemlos die Zahl der Lärmbetroffenen abhängig von einigen wenigen Basisparametern minimieren können, für eine Masterarbeit fast schon eine Unterforderung, und dann wäre die Diskussion über Abflugrouten weitgehend beendet. Zahlenfetischisten könnten fallspezifisch dynamische Abflugrouten errechnen, und Gerechtigkeitsfanatiker könnten auf eine mittlere jährliche Lärmbelastung hin optimieren.


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