Elektro, Hybrid und Wasserstoff
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Embraer zeigt vier Konzepte für 2030 bis 2040

SAO JOSE DOS CAMPOS - Embraer will zwischen 2030 und 2040 vier Flugzeuge mit disruptiven Antrieben in den Markt bringen. Die Konzepte zielen mit Reichweiten zwischen 200 und 500 Meilen auf den Regionalverkehr - und sind nicht die einzigen Initiativen der Brasilianer auf dem Weg in eine klimafreundlichere Zukunft.

Da es nach Ansicht des Herstellers keine Universallösung für die Reduzierung der Umweltauswirkungen durch den Luftverkehr gibt, hat Embraer in den letzten zwölf Monaten unterschiedliche Entwürfe mit verschiedenen Antriebstechnologien - Elektroantrieb, Wasserstoff-Brennstoffzelle, Dual-Fuel-Gasturbine und Hybrid-Elektroantrieb - erarbeitet:

Energia Hybrid (E9-HE) mit neun Sitzplätzen, Hybrid-Elektro-Antrieb und 200 Meilen Reichweite. Die Motoren sind im Heck montiert. Die Technologie-Reife soll 2030 erreicht sein.

Embraer Energia
Embraer Energia Hybrid E9-HE, © Embraer
 
Energia Electric (E9-FE) ebenfalls mit neun Sitzen, aber einem vollelektrischen Antrieb für lokal Null CO2-Emissionen und 200 Meilen Reichweite - technologische Bereitschaft bis 2035.

Embraer Energia
Embraer Energia Electric E9-FE, © Embraer
 
Energia H2-Brennstoffzelle (E19-H2FC) für 19 Passagiere. Wasserstoff-Elektroantrieb mit hinten angebrachten Elektromotoren und 200 Meilen Reichweite - technologische Bereitschaft bis 2035.

Embraer Energia
Embraer Energia H2-Brennstoffzelle, © Embraer
 
Energia H2-Gasturbine (E50-H2GT) für 35 bis 50 Sitzplätze und 350 bis 500 Meilen Reichweite. Der Antrieb der Turbinen erfolgt mit Wasserstoff oder SAF/JetA - technologische Bereitschaft bis 2040.

Embraer Energia
Embraer Energia H2-Gasturbine, © Embraer
 
Jedes Flugzeug wird nun auf technische und kommerzielle Realisierbarkeit geprüft. "Kleine Flugzeuge sind ideal, um neue Antriebstechnologien zu testen und zu erproben, damit sie auf größere Flugzeuge übertragen werden können", sagte Embraer Technikvorstand Luis Carlos Affonso. Deshalb ist unsere Energia-Familie eine so wichtige Plattform.

SAF-Antrieb für E2 und neuen Turboprop

Unabhängig von der Forschung an den Energia-Flugzeugkonzepten hat das Unternehmen in seiner E-Jet-Familie nachhaltigen Flugkraftstoff (SAF) getestet, eine Mischung aus aus Zuckerrohr und Leindotter gewonnenem Kraftstoff und fossilem Kraftstoff. Embraer strebt an, dass bis 2030 alle Embraer-Flugzeuge 100 Prozent SAF-kompatibel sind (heute 50 Prozent).

Im August flog Embraer seinen Elektro-Demonstrator, eine einmotorige EMB-203 Ipanema, die zu 100 % mit Strom betrieben wird. Ein Wasserstoff-Brennstoffzellen-Demonstrator ist für 2025 geplant, und das eVTOL des Unternehmens, ein vollelektrisches, emissionsfreies Senkrechtstart- und -landefahrzeug, wird derzeit entwickelt und soll 2026 in Dienst gestellt werden.

Zeitgleich arbeitet Embraer an einem modernen Turboprop mit E2-Rumpf und bis zu 90 Sitzen. Der Hersteller will das Programm 2022 starten.
© FLUG REVUE - KS | 08.11.2021 20:28


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