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DFS registriert deutlich mehr Drohnen-Zwischenfälle

Drohnenabwehr am HAM
Drohnenabwehr am HAM, © HSU

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LANGEN - Im deutschen Luftraum ist es 2021 zu mehr Zwischenfällen mit Drohnen gekommen als während des deutlich dichteren Flugverkehrs in der Vor-Corona-Zeit.

Die Deutsche Flugsicherung (DFS) registrierte im vergangenen Jahr 134 Behinderungen des Flugverkehrs durch unbemannte Flugkörper, wie sie am Freitag in Langen bei Frankfurt auf Anfrage mitteilte.

Das ist der zweithöchste jemals in Deutschland registrierte Wert und übertrifft selbst das Vorkrisenjahr 2019, als 125 Drohnenannäherungen registriert wurden. Den Rekord markiert weiterhin das Jahr 2018 mit 158 Zwischenfällen, während im Pandemiejahr 2020 nur 92 Drohnen in gefährlicher Nähe zum Linienflugbetrieb gesichtet wurden.

Fast drei Viertel der Behinderungen (73 Prozent) aus dem Jahr 2021 fanden im Umfeld der größeren Verkehrsflughäfen statt, berichtete die DFS weiter. Erstmals war nicht Frankfurt (16) der Flughafen mit den meisten Fällen, sondern Leipzig-Halle mit 17 Ereignissen.

Dort wurden allein während einer Klima-Protestaktion im August 15 mal Drohnen in Flughafennähe beobachtet. In Frankfurt gingen die Sicherheitskräfte bei einem Zwischenfall im Februar von einer gezielten Störaktion aus, ohne Verantwortliche ausfindig machen zu können. In der Statistik folgen Köln (12), Hamburg (11) und Düsseldorf mit 9 Fällen.

Die Flugsicherung geht bereits bei Sichtung einer Drohne davon aus, dass der reguläre Flugverkehr behindert wird, weil Lotsen und Piloten abgelenkt werden könnten. Von ihnen kommt auch die Masse der Meldungen. In Deutschland sind Drohnenflüge in der Nähe von Start- und Landebereichen von Flughäfen verboten - es muss mindestens ein Abstand von 1,5 Kilometer eingehalten werden.

Drohnenflüge in den Verbotszonen werden strafrechtlich verfolgt. Sie gelten als gefährlicher Eingriff in den Luftverkehr und werden mit Freiheitsstrafen von bis zu zehn Jahren geahndet.
© dpa-AFX | 07.01.2022 14:27

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Beitrag vom 14.02.2022 - 12:49 Uhr
Diskriminierung ? Nein, einer muss die Straße fegen, am besten der, der nichts anderes kann.
Wie war!
Das Problem ist bloß, so viele Besen gibt es nicht!
Beitrag vom 07.01.2022 - 19:00 Uhr
Früher, als komplexe Handlungsweisen noch intelligenten Menschen vorbehalten waren, haben intelligente Menschen selten solchen Unfug gemacht.
Heute, wo aufgrund innovativer Technik der kletzte Stoffel relativ komplizierte Dinge machen kann, fehlt es eben jenen Stoffeln an der Einsicht, so etwas nicht zu machen.
Fluch und Segen der Technik lagen schon immer nah beieinander.
Angepasst an das intellektuelle Niveau dieser Drohnen"piloten" hilft nur eins. Wenn man so einen zu fassen kriegt, ganz hart bestrafen. Das ist die Sprache, die auch der größte Dummkopf verstehet.
Diskriminierung ? Nein, einer muss die Straße fegen, am besten der, der nichts anderes kann.


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