Lufthansa, IAG - oder...
Vor 7 Tagen

Spannendes Speeddating um ITA Airways

ITA Airways Airbus A319
ITA Airways Airbus A319, © ITA Airways

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ROM - Alitalia ist seit einem Vierteljahr Geschichte. Den Nachfolger ITA Airways stellt Italien umgehend ins Schaufenster. Nach Informationen von aero.de sondiert die neue Airline mit mehreren potenziellen Investoren parallel - eine Vorentscheidung könnte bereits in wenigen Wochen fallen.

Noch strahlt das SkyTeam-Logo vom tiefblauen Lack der frisch umlackierten A319 EI-IMN. Vielleicht muss die ITA-Technik hier bald aber nochmal zum Farbtopf greifen.

Denn zumindest SkyTeam-Schwergewicht Delta Air Lines hat sich diese Woche aus dem Rennen um ITA verabschiedet. "Wir haben nicht die Absicht, zu investieren", stellte Delta-Chef Ed Bastian gegenüber der Nachrichtenagentur "Reuters" klar.

Der Interessenkreis an Italiens neuer Airline hatte sich laut Medieninformation zuletzt auf Delta, Lufthansa und den British Airways-Konzern IAG verdichtet. Was aber nicht heißen muss, dass ITA nicht noch mit weiteren potenziellen Investoren sondiert. 

"Wir können bestätigen, dass Gespräche mit mehreren europäischen und nicht-europäischen Airlines laufen", sagte eine ITA-Sprecherin aero.de am Freitag.

Das ITA-Team führt die Verhandlungen betont selbstbewusst. "ITA Airways ist auf der Kostenseite die mit Abstand wettbewerbsfähigste Fluggesellschaft in Europa", sagte die Sprecherin. "Sie ist flexibel und kann sich auf eine Flotte und ein Netz stützen, die sich schnell und simpel in ein größeres Unternehmen integrieren lassen."

ITA Airways hat bei Airbus sieben A220-100, elf A320neo und zehn A330-900 bestellt. Weitere Airbus-Jets, darunter 18 A350-900, will ITA leasen - und ab 2025 wieder so viele Flugzeuge wie Vorgängerin Alitalia betreiben.

Der Aufbauplan stellt Investoren Gewinne ab 2024 in Aussicht. Zeitgleich läuft die EU genehmigte Anschubhilfe der italienischen Regierung über 1,35 Milliarden Euro aus.

Unter einer Kapitalbeteiligung ist bei ITA nichts zu machen. "Ein Codeshare oder ein Joint Venture interessieren uns nicht", bekräftigte ITA-Präsident Alfredo Altavilla laut italienischen Medien diese Woche vor Abgeordneten des italienischen Parlaments. "Was wir brauchen, ist Eigenkapital."

Exklusive Verhandlungen ab April

Laut Quellen der Tageszeitung "Il Messagero" verhandelt Lufthansa über 15 bis 20 Prozent an ITA mit einer Option auf bis zu 40 Prozent. "Wie üblich kommentieren wir solche Spekulationen nicht", heißt es dazu aus Frankfurt. Lufthansa gilt als Altavillas Wunschkandidat, hatte sich aber lange gegen eine Direktbeteiligung gesträubt.

Jetzt könnte es Schlag auf Schlag gehen. Spätestens ab April will ITA mit einem Interessenten exklusiv verhandeln, ist aus Luftfahrtkreisen zu erfahren. "Der Prozess wird in der ersten Hälfte dieses Jahres abgeschlossen sein", sagte die Sprecherin aero.de am Freitag.
© aero.de | Abb.: ITA Airways | 15.01.2022 11:55

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Beitrag vom 15.01.2022 - 12:29 Uhr
Ja Ja, Italien will diesen Schrotthaufen schnell los werden (zum X ten Mal) und glaubt immer noch das irgendjemand zu viel Geld hat…


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