Neues AOC
Älter als 7 Tage

Lufthansa legt eine Cityline-Kopie an

Carsten Spohr
Carsten Spohr, © Lufthansa

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FRANKFURT - Startklar im Frühjahr 2023, 40 Flugzeuge - und viel Cityline-DNA: Lufthansa nennt erste Eckpunkte zur neuen Feeder-Airline für die Drehkreuze in Frankfurt und München. Mit dem neuen AOC will Lufthansa gleich mehrere Probleme im Tarifgeflecht aus der Welt schaffen.

Intern hat Lufthansa den Plan bereits enthüllt. Der Konzern werde eine neue "Tochtergesellschaft mit eigenem deutschen AOC" einrichten, die "europäische Zubringerflüge für die Drehkreuze Frankfurt und München" erbringen wird, informierte Lufthansa ihre Pilotinnen und Piloten am vergangenen Wochenende.

Am Donnerstag hat Lufthansa das Konzept erstmals öffentlich umrissen - und gegen Kritik aus den eigenen Reihen verteidigt.

"Wir werden eine Art zweite Cityline gründen", sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr nach Vorlage der Jahresbilanz 2021. Der neue Flugbetrieb soll "im Frühjahr nächsten Jahres" ins Hubgeschehen eingreifen und eine "Auffanglösung" für 250 Kapitäninnen und Kapitäne der eingestellten Germanwings schaffen.

Spohr wies zudem auf eine "tarifliche Regelung mit Cockpit" hin, die Cityline ab 2026 den Betrieb von Flugzeugen mit mehr als 75 Sitzen untersage. In diesem Fall will Lufthansa Flugpersonal von Cityline unter das neue AOC ziehen.

Lufthansa spiegelt Tarifverträge von Cityline

Nach der Betriebsaufnahme peilt Lufthansa eine vorläufige Zielgröße von 40 Flugzeugen an, was in etwa der aktuellen Flottenstärke von Cityline entspricht. Auch sonst lehnen sich die Pläne stark an die Regionaltochter an. "Wir wollen die Tarifverträge von Cityline dort zur Anwendung bringen", sagte Spohr.

Spohr trat energisch Gerüchten entgegen, die Kerngesellschaft in eine Kurz- und Langstreckenairline aufzuspalten. Lufthansa erwarte bis Sommer 2023 ein Wachstum von "40, 50 Flugzeugen", an dem auch die Kernmarke teilhaben werde, stellte Spohr klar. "Natürlich wird die Lufthansa Airline auch in Zukunft beides machen: Kurz- und Langstrecke."
© dpa-AFX | Abb.: Lufthansa | 03.03.2022 13:59

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Beitrag vom 05.03.2022 - 18:27 Uhr
Jetzt verstehe ich gar nichts mehr. SIE sind doch derjenige, welcher (zusammen mit einigen anderen aus der 95%-Gruppe) immer wieder die 5%-Gruppe angreift. Die 5%-Gruppe hat noch nie behauptet, dass ihr Modell "richtiger" sei.

Etwas weiter oben machen Sie doch aber genau das. Sie versuchen andere von Ihrem Modell zu überzeugen und machen das Modell anderer schlecht. Ich kann mich auch noch an die Kommentare zum UFO Abschluss Krise erinnern.

Wo mache ich andere Modelle schlecht? Ich "werbe" für eine andere Haltung. Sollte meine Werbung Sie nicht überzeugen, darf ich Sie selbst zitieren: "Ich fordere Sie auf, zu Ihrem Modell zu stehen und nicht ständig die Schuld bei anderen (5%) zu suchen."

SIE dagegen fordern die 5%-Gruppe ständig auf, ihr Modell sein zu lassen bzw. an die 95%-Gruppe anzupassen, nicht umgekehrt.

Nein, ich fordere sie auf zu ihrem Modell zu stehen und nicht ständig die Schuld bei anderen zu suchen. Man ist hochspezialisiert in einer Nische, mit besonderen Chancen und besonderen Risiken. Alles selbst gewählt. Die von Ihrer Gewerkschaft ausgehandelten Verträge fliegen Ihnen gerade um die Ohren und das scheint eine ungewohnte Situation zu sein. Das ein Management eine Richtung hat und diese Richtung auch vehement verfolgt gehört für mich zum Geschäft. Genauso gehört für mich dazu, dass die von mir gewählte Vertretung meine Interessen genauso vehement vertritt. Das wäre für mich der Adressat meines Frustes und nicht das Management. Aber ja, da haben Sie recht, das muss jeder mit sich selbst ausmachen.

Ich vermute, die VC bekommt reichlich Frust mitgeteilt. Wenn eine der Tarifvertragsparteien jedoch regelmäßig einseitig beschließt, sich nicht mehr an die bestehenden Verträge zu halten und den darauf folgenden Protest nutzt, um sich selber in die Rolle des Opfers, welches zur Notwehr gezwungen ist, zu manövrieren, wird's auch für die beste Gewerkschaft schwer. Wohin die Systematik solchen Verhaltens führt, sieht die ganze Welt übrigens gerade in der "großen" Politik.

Wenn Sie also tatsächlich so dermaßen "happy" sind mit Ihrem Job, der Entwicklung Ihrer Vergütung etc., warum kritisieren Sie dann ständig die Kollegen aus der 5%-Gruppe dafür, dass diese für sich entschieden haben, ein anderes Modell zu verfolgen? Sie fordern Toleranz für sich, wollen genau diese den anderen aber nicht zugestehen?

Ich bin da durchaus tolerant und gestehe das Selbstbestimmungsrecht auch gerne zu. Kompliziert macht es aber, dass andere von diesem Verhalten abhängen. Auch wenn die Kabine bereit ist, hier bei den Kosten entgegenzukommen, wenn andere die Kosten oben halten geht der Job trotzdem woanders hin.

Hier übernehmen Sie leider 1:1 die Propaganda-Logik des LH-Vorstands, für die dieser bis heute jeglichen wirtschaftlichen Beweis schuldig geblieben ist.

Gegenfrage: Über das reine Verwalten der LH-Group hinaus, für welche Entscheidungen in den letzten beiden Jahren, die das Überleben der Group nachhaltig gesichert haben könnten und deswegen ein Einkommen von mehreren Millionen rechtfertigen würden, ist in erster Linie der LH-Vorstand verantwortlich?

Wofür ist das wichtig? Uns gibt es noch, der Markt vertraut uns, das Geld vertraut uns, und wenn uns nicht der Himmel auf den Kopf fällt, dann wird es uns auch morgen noch geben. So wie gestern oder heute? Nein, denn die Welt dreht sich weiter. Für mein Modell reicht diese Perspektive, mit allem was dazugehört.

"Uns gibt es noch". Wenn das Ihr Anspruch ist, kritisieren Sie doch bitte nicht diejenigen, welche einen höheren Anspruch an die sog. Manager ihres Arbeitgebers haben.

Doch, siehe oben. Weg ist nunmal weg.

Mitnichten. Das sind alles unbelegte Einschüchterungsversuche bzw. die blanke Erpressung und funktioniert nur dann, wenn sich eine Mehrheit einschüchtern lässt. Deshalb mein Werben für mehr Selbstbewußtsein.
Demokratie ist keine Dienstleistung des Staates, sondern lebt von der aktiven Beteiligung selbstbewußter Bürger. Wilhelminisches Untertanen-Verhalten dagegen öffnet der Autokratie in der kleinen, wie auch in der großen Politik Tür und Tor.
Beitrag vom 05.03.2022 - 12:28 Uhr
Jetzt verstehe ich gar nichts mehr. SIE sind doch derjenige, welcher (zusammen mit einigen anderen aus der 95%-Gruppe) immer wieder die 5%-Gruppe angreift. Die 5%-Gruppe hat noch nie behauptet, dass ihr Modell "richtiger" sei.
Etwas weiter oben machen Sie doch aber genau das. Sie versuchen andere von Ihrem Modell zu überzeugen und machen das Modell anderer schlecht. Ich kann mich auch noch an die Kommentare zum UFO Abschluss Krise erinnern.
SIE dagegen fordern die 5%-Gruppe ständig auf, ihr Modell sein zu lassen bzw. an die 95%-Gruppe anzupassen, nicht umgekehrt.
Nein, ich fordere sie auf zu ihrem Modell zu stehen und nicht ständig die Schuld bei anderen zu suchen. Man ist hochspezialisiert in einer Nische, mit besonderen Chancen und besonderen Risiken. Alles selbst gewählt. Die von Ihrer Gewerkschaft ausgehandelten Verträge fliegen Ihnen gerade um die Ohren und das scheint eine ungewohnte Situation zu sein. Das ein Management eine Richtung hat und diese Richtung auch vehement verfolgt gehört für mich zum Geschäft. Genauso gehört für mich dazu, dass die von mir gewählte Vertretung meine Interessen genauso vehement vertritt. Das wäre für mich der Adressat meines Frustes und nicht das Management. Aber ja, da haben Sie recht, das muss jeder mit sich selbst ausmachen.
Wenn Sie also tatsächlich so dermaßen "happy" sind mit Ihrem Job, der Entwicklung Ihrer Vergütung etc., warum kritisieren Sie dann ständig die Kollegen aus der 5%-Gruppe dafür, dass diese für sich entschieden haben, ein anderes Modell zu verfolgen? Sie fordern Toleranz für sich, wollen genau diese den anderen aber nicht zugestehen?
Ich bin da durchaus tolerant und gestehe das Selbstbestimmungsrecht auch gerne zu. Kompliziert macht es aber, dass andere von diesem Verhalten abhängen. Auch wenn die Kabine bereit ist, hier bei den Kosten entgegenzukommen, wenn andere die Kosten oben halten geht der Job trotzdem woanders hin.
Gegenfrage: Über das reine Verwalten der LH-Group hinaus, für welche Entscheidungen in den letzten beiden Jahren, die das Überleben der Group nachhaltig gesichert haben könnten und deswegen ein Einkommen von mehreren Millionen rechtfertigen würden, ist in erster Linie der LH-Vorstand verantwortlich?

Wofür ist das wichtig? Uns gibt es noch, der Markt vertraut uns, das Geld vertraut uns, und wenn uns nicht der Himmel auf den Kopf fällt, dann wird es uns auch morgen noch geben. So wie gestern oder heute? Nein, denn die Welt dreht sich weiter. Für mein Modell reicht diese Perspektive, mit allem was dazugehört.

"Uns gibt es noch". Wenn das Ihr Anspruch ist, kritisieren Sie doch bitte nicht diejenigen, welche einen höheren Anspruch an die sog. Manager ihres Arbeitgebers haben.
Doch, siehe oben. Weg ist nunmal weg.
Wenn Sie ein anderes Modell haben, kein Problem. Aber wenn ihr Modell schiefgeht, weinen Sie sich woanders aus.

Genau das stimmt doch gerade nicht. Sie haben sehr wohl ein Problem damit, dass es andere Modelle gibt, sonst würden Sie Ihre Kritik nicht ständig auf die 5%-Gruppe fokussieren ... sondern vielleicht mal auf die 1 Promille-Gruppe.
;-))
Da verlangen Sie was ;-)
Beitrag vom 05.03.2022 - 10:45 Uhr
Unter "Besserverdienenden" verstehe ich nicht angestellte Einkommensmillionäre, sondern Menschen mit hoher Qualifikation, welche nicht von Verantwortung reden, sondern sie übernehmen, die bereit sind, zu allen Tages- und Nachtzeiten zu arbeiten und dafür etwas mehr verdienen, als der Durchschnitt. Es gibt mehrere Berufsgruppen, die dazu zählen und allen ist gemeinsam, dass sie ihr etwas höheres Gehalt ständig rechtfertigen müssen.

Klar, und das finden Sie doof. Und um von sich abzulenken, spielen Sie hier den Klassenkämpfer mit ausgeprägter sozialer Ader und zeigen mit dem Finger auf die angeblich überbezahlten "sog. Manager".

Ich für meinen Teil betrachte das keineswegs als Spiel, sondern versuche denjenigen, die zumeist längst aufgegeben haben (95%), zu vermitteln, dass es sich lohnt, für seine Interessen einzustehen und nicht achselzuckend hinzunehmen,

Vielleicht hat aber diese Gruppe ein ganz anderes Lebensmodell als die 5%. Wer sagt denn, dass das Modell der 5% das Richtige ist? Ich mache das, was mir Spaß macht und verdiene gut. Wenn ich jetzt weniger verdiene, aber der Job noch da ist, dann bin ich immer noch happy. Wer maßt sich an, mein Modell in Frage zu stellen? Oder mich in einen Topf mit anderen zu werfen, wie auch immer Sie zu Ihrer Neid These kommen. Ich bin nicht der deutsche Michel. Ich bin ich und ich will Sie oder andere nicht sein. Das empfinde ich als merkwürdig, so über andere zu urteilen.

Jetzt verstehe ich gar nichts mehr. SIE sind doch derjenige, welcher (zusammen mit einigen anderen aus der 95%-Gruppe) immer wieder die 5%-Gruppe angreift. Die 5%-Gruppe hat noch nie behauptet, dass ihr Modell "richtiger" sei. SIE dagegen fordern die 5%-Gruppe ständig auf, ihr Modell sein zu lassen bzw. an die 95%-Gruppe anzupassen, nicht umgekehrt.
Wenn Sie also tatsächlich so dermaßen "happy" sind mit Ihrem Job, der Entwicklung Ihrer Vergütung etc., warum kritisieren Sie dann ständig die Kollegen aus der 5%-Gruppe dafür, dass diese für sich entschieden haben, ein anderes Modell zu verfolgen? Sie fordern Toleranz für sich, wollen genau diese den anderen aber nicht zugestehen?

Gegenfrage: Über das reine Verwalten der LH-Group hinaus, für welche Entscheidungen in den letzten beiden Jahren, die das Überleben der Group nachhaltig gesichert haben könnten und deswegen ein Einkommen von mehreren Millionen rechtfertigen würden, ist in erster Linie der LH-Vorstand verantwortlich?

Wofür ist das wichtig? Uns gibt es noch, der Markt vertraut uns, das Geld vertraut uns, und wenn uns nicht der Himmel auf den Kopf fällt, dann wird es uns auch morgen noch geben. So wie gestern oder heute? Nein, denn die Welt dreht sich weiter. Für mein Modell reicht diese Perspektive, mit allem was dazugehört.

"Uns gibt es noch". Wenn das Ihr Anspruch ist, kritisieren Sie doch bitte nicht diejenigen, welche einen höheren Anspruch an die sog. Manager ihres Arbeitgebers haben.

Wenn Sie ein anderes Modell haben, kein Problem. Aber wenn ihr Modell schiefgeht, weinen Sie sich woanders aus.

Genau das stimmt doch gerade nicht. Sie haben sehr wohl ein Problem damit, dass es andere Modelle gibt, sonst würden Sie Ihre Kritik nicht ständig auf die 5%-Gruppe fokussieren ... sondern vielleicht mal auf die 1 Promille-Gruppe.
;-))


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