Sanktionen
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China liefert keine Ersatzteile an russische Airlines

S7 Airbus A321neo
S7 Airbus A321neo, © Airbus

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PEKING - Airbus und Boeing kappen Ersatzteillieferungen nach Russland. Sanktionen nach Putins Angriffskrieg gegen die Ukraine treffen russische Airlines hart - zumal Partnerstaaten vorerst nicht in die Bresche springen. Ein neues russisches Gesetz verheißt für Leasingfirmen unterdessen nichts Gutes.

Sanktionen gegen die russische Luftfahrt entfalten zunehmend Wirkung. Einflugsperren und die drohende Festsetzung geleaster Flugzeuge außerhalb der eigenen Staatsgrenzen zwingen Aeroflot und weitere russische Airlines mehr und mehr in den Inlandsverkehr.

Nach Medieninformationen ist die Ersatzteilversorgung für in Russland registrierte Airbus- und Boeing-Flotten weitgehend zusammengebrochen. Die Hersteller haben Exportsperren längst umgesetzt. Etwaige Pläne, Ersatzteile über Drittstaaten ins Land zu schaffen, erfahren offenbar einen herben Dämpfer.

China will westliche Sanktionen nicht unterlaufen und wird vorerst keine Teile für Airbus- und Boeing-Flugzeuge nach Russland liefern, meldet die russische Nachrichtenagentur "Interfax". Peking gilt bislang als einer der wenigen Verbündeten des international zunehmend isolierten Putin-Regimes.

Russland rückt Leasing-Flugzeuge nicht raus

Unterdessen hat Russland seinen Airlines in dieser Woche per Gesetz verboten, Rückgabeforderungen ausländischer Leasingfirmen ohne explizite Genehmigung nachzukommen - geleaste Airbus- und Boeing-Flotten sollen im Land bleiben, fällige Raten ab sofort nur noch im stark abgewerteten Rubel beglichen werden.

Für Leasingfirmen stehen Flottenwerte im Milliardenwert auf dem Spiel. Aktien des irischen Flottenfinanzierers AerCap sind seit der russischen Invasion um mehr als 25 Prozent eingebrochen. AerCap bangt um 152 an russische Kunden verleaste Flugzeuge, nach "Bloomberg"-Informationen machen die Maschinen fünf Prozent des Flottenbuchwerts des Lessors aus.

EU-Leasingfirmen sind durch EU-Sanktionen gehalten, ihr Russlandgeschäft bis 28. März abzuwickeln. "Die große Frage ist, wie man in so kurzer Zeit so viele Flugzeuge überhaupt wieder einziehen kann", meldete ein Insider gegenüber der "Financial Times" Zweifel an der Umsetzbarkeit dieser Sanktionen an.

In der Leasingbranche geht zudem die Sorge um, dass eigene Flugzeuge in Russland wegen der Exportsperren bald als Ersatzteilspender herhalten müssen.
© aero.de | 11.03.2022 21:14

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Beitrag vom 12.03.2022 - 12:26 Uhr
Eben, denn auch diese Länder haben westliche Flugzeugflotten und auch diese Länder bekommen keine Ersatzteile mehr wenn sie nicht dokumentieren können in welchem FLugzeug welches Teil verbaut wurde. Und dass man mit einer eigenen Flotte von wenigen Dutzend Ersatzteile für eine Flotte von mehreren Hundert Flugzeugen ordern kann ohne dass es jemandem auffällt sollte auch Ihnen (Afterburner) als Unsinn auffallen.
Beitrag vom 12.03.2022 - 06:40 Uhr
Naja, wenn nicht China, dann gibts halt Ersatzteile aus irgendeinem -stan Land. Usbekis-,Kazach- etc. pp.

Naja, wenn man schon nichts nützliches kommentieren kann, dann kann man ja schnell mal ein paar Vorurteile raushauen
Beitrag vom 11.03.2022 - 22:45 Uhr
Naja, wenn nicht China, dann gibts halt Ersatzteile aus irgendeinem -stan Land. Usbekis-,Kazach- etc. pp.


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