Antonov Airlines
Älter als 7 Tage

Evakuierung der An-225 scheiterte an wenigen Stunden

Antonow An-225
Antonow An-225 beim Start in München, © Flughafen München / Friedel

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KIEW - In den ersten Kriegsstunden nahm Russlands Militär den Antonov-Flughafen Hostomel unter Feuer. Mehrere Mitarbeiter der Airline starben bei dem Angriff. Am Vorabend hatten Teams noch unter Hochdruck versucht, die letztlich zerstörte An-225 auf eine Überführung nach Leipzig vorzubereiten.

In der ersten Angriffswelle auf Kiew ging die An-225 in ihrem Shelter in Hostomel in Flammen auf. Hatte Antonov Airlines zu lange mit der Evakuierung von Personal und Flugzeugen gezögert?

Die NATO Beschaffungsagentur, ein regelmäßiger Charterkunde, habe der Airline am 26. Januar zumindest nahegelegt, "sämtliche unserer Flugzeuge" aus der Ukraine abzuziehen, übte An-225-Pilot Dymtro Antonov gerade über YouTube Kritik am Krisenmanagement der Airline - und löste damit viel Empörung aus.

"Infolge der feindlichen Handlungen Russlands wurde der Komplex in Hostomel zusammen mit den An-26, An-74 und dem Flaggschiff der Weltluftfahrtflotte, der An-225, zerstört", reagierten Antonov-Mitarbeiter in einem offenen Brief auf die Kritik ihres Kollegen. "Was hast Du unternommen, um diese Situation zu verhindern?"

Zerstörte An-225, © TSL
 
Der Brief zeichnet ein komplett anderes Bild von den letzten Tagen und Stunden vor dem Angriff bei Antonov Airlines.

An-225 sollte Kiew am 24. Februar nach Leipzig verlassen

"Am Vorabend des Krieges arbeiteten Mitarbeiter von ATP SE Antonov in einem Notfallmodus", heißt es in dem Schreiben. "In der Nacht des 23. Februar wurde das sechste Triebwerk an die An-225 montiert, so dass die Mirja am Morgen des 24. (Februar) nach Leipzig hätte fliegen können. Die fünfte An-124 hob am 23. Februar um 23:51 Uhr vom Flugplatz Hostomel ab."

Die russische Offensive am Morgen des 24. Februar habe danach "alle weiteren Flugmöglichkeiten versperrt". Bei dem Angriff seien "mehrere Mitarbeiter von Antonov Airlines verletzt und getötet" worden.
© aero.de | Abb.: Gerhard Vysocan | 24.03.2022 08:08

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Beitrag vom 27.03.2022 - 17:02 Uhr
Für Interessierte:
 https://www.youtube.com/watch?v=EVpEHfHsaP4
In dem zusammengestückelten Video ist bei etwa 0:48 für einige Sekunden der Hanger zu sehen, in dem die AN-225 stand. Das Dach sieht schon beschädigt aus. Da das Video von einem russischem Hubschrauber aus gefilmt wurde, nehme ich an, dass zu diesem Zeitpunkt der Flughafen noch in russischer Hand war.
Leider gibt das Video nicht wirklich Belastbares her.

Dieser Beitrag wurde am 27.03.2022 17:24 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 25.03.2022 - 19:03 Uhr
Mir ist noch eingefallen

vieleicht hat die USA / NATO die genauen Kriegspläne gehabt und sie haben sie auch mit der ukrainischen Regierung und Militär geteilt ABER zu Antonov gab es keinen sicheren Kommunikationskanal und auch kein sichere Geheimhaltung also mussten die NATO bei ihrer Warnung an Antonov sehr wage mit der Begründung bleiben und so stellte sich das Risiko für Antonov siehe mein Beitrag oben dar.

Dieser Beitrag wurde am 25.03.2022 22:34 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 25.03.2022 - 18:36 Uhr
Ich kann die Vorgehensweise von Antonov durchaus verstehen.

1. Die Vorbereitungen zum Krieg gingen auf russischer Seite monatelang und an dem von den USA angekündigten Tag zum Kriegsbeginn passierte nix.

2. Irgendwann muss man auch wieder Wartungen durchführen und alle zertifizierten Techniker und Werkzeuge sind/waren am Flughafen Hostomel in der Ukraine d.h. eine Wartung in Leipzig hätte für Antonov deutliche Mehrkosten bedeutet und zum dem Zeitpunkt war das Risiko kalkulierbar (Risiko Verlust AN225 zu den deutlichen Mehrkosten in Devisen bei einer Wartung ausserhalb Hostomel), weil ja schon monatelang der Trappenaufmarsch war aber kein Einfall in die Ukraine.

3. War nicht bekannt, dass die Russen Hostomel für eine massive Luftlandung nutzen würden und somit Hostomel gleich von Beginn an ein so umkämpftes Gebiet werden würde. Hätten die Russen einen anderen Flugplatz in der Nähe Kiews gewählt oder eine ganz andere Strategie, dann hätte es locker zum Ausfliegen der AN225 gereicht.

aber hätte, Wette, Fahrradkette......

leider hat es nicht gereicht und die Russen haben genau die Strategie gewählt und Antanov hat genau dann die Wartung gemacht.

Dieser Beitrag wurde am 25.03.2022 18:42 Uhr bearbeitet.


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