Brückenschlag zur 777-9
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Zieht Lufthansa doch den A380-Joker?

Lufthansa Airbus A380
Lufthansa Airbus A380, © Lufthansa

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FRANKFURT - Boeings neuer Riesen-Twin 777-9 verspätet sich weiter. Vor 2025 wird es nichts mit den ersten Auslieferungen. Das bringt Kundin Lufthansa in die Bredouille. Der Kranich sucht deshalb nach Interimslösungen - und weckt bescheidene Hoffnungen auf ein Comeback der A380.

Lufthansa-Chef Carsten Spohr beantwortete die Frage, bevor sie jemand stellen konnte. Bei der Vorstellung der Quartalszahlen heute Vormittag in Frankfurt machte er klar, dass sich die Position seiner Airline "nicht geändert" habe, was eine Rückkehr der seit 2020 stillgelegten A380 in den aktiven Dienst angehe.

"Sie wird bei Lufthansa nicht wiederkommen", hatte Spohr dazu erst Anfang April bekräftigt. Vor dem Hintergrund der weiteren Verzögerung im 777X-Programm bei Boeing, wegen der Lufthansa nun erst 2025 mit Übergabe der ersten 777-9 rechnen kann, hörte sich das "Nein" zum Comeback des Superjumbos heute aus Spohrs Mund aber doch nicht mehr ganz so kategorisch an.

Nur bei sehr starker Nachfrage

Zumindest scheinen sich der Lufthansa-Chef und sein Management wider Erwarten doch noch ein kleines Türchen für die A380 offenzuhalten. Dafür müssten jedoch die Bedingungen passen, so Spohr weiter: "Um ehrlich zu sein, wenn sich die Nachfrage sehr stark erholt, könnten wir darüber nachdenken, einige von ihnen zurückzubringen."

Sollte dieser Fall tatsächlich eintreten, wäre er selbst "der glücklichste Mann der Welt", unterstrich der Kranich-CEO - schob allerdings direkt nach: "Ich würde nicht mit dieser Option rechnen."

A340-300, A340-600 oder doch A380?

Die Lufthansa hat bei Boeing 20 Exemplare der neuen 777-9 fest bestellt und darüber hinaus 14 Optionen gezeichnet. Die ersten Jets sollten ursprünglich schon 2021 eintreffen, dann 2023 - und jetzt noch einmal deutlich später, wie Boeing erst kürzlich eingestehen musste

Man werde sich für die Geduld, die Lufthansa zwangsläufig aufbringen müsse, entschädigen lassen, versicherte Spohr auf der Bilanzpressekonferenz. Außerdem sei seine Airline in Gesprächen mit Boeing, wie der Hersteller seine Scharte selbst wieder auswetzen könnte – etwa mit gebrauchten Flugzeugen.

Eine andere Möglichkeit sei, sich auf vorhandene Flugzeuge innerhalb des Lufthansa-Konzerns zu konzentrieren.

"Wir können uns ansehen, was wir noch haben und was wir nutzen könnten, um die Kapazität in den Jahren 2024 und 2025 zu füllen – vorausgesetzt, wir haben dann keine 777-X", erklärte Spohr. "Wir könnten die A340-300 oder vielleicht die -600 einsetzen." Oder eben, ganz vielleicht, doch die A380.
© FLUG REVUE - Patrick Zwerger | Abb.: Lufthansa | 05.05.2022 15:04

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Beitrag vom 09.05.2022 - 09:31 Uhr
Das A350 aktuell verfügbar sind. siehe Qatar, siehe Aeroflot.
Ausserdem kann Airbus die Rate anheben, bis 10 sind wohl möglich, aktuell sind es 5, auf 6 soll es gehen.

Wenn man also ein paar A350 will, kann man sie kriegen. Teilweise wohl sogar günstig.

Mein Kommentar bezog sich auf ein Upgrade der bestehenden Bestellung. Whitetails, klar, die bekäme man vermutlich in 2023. Aber halt auch in der Konfiguration der ursprünglichen Besteller. Wobei QSuites der LH auch mal ganz gut stehen würden... Aber man verkommt auch zu einem Gemischtwarenladen. Mit den neuen 350 und 787 kommen zwei neue BusinessClass Sitze in die Flotte. Und das ist nur das sichtbarste Zeichen der Unterschiede zu den eigenen Bestellungen. Der Aufwand in der Integration und Ops der Whitetails ist schon beachtlich. Geht am Ende nur, wenn der Preis stimmt.
Beitrag vom 08.05.2022 - 16:29 Uhr
Airbus kann mit sicherheit in 2024 A35k liefern. Evtl. sogar schon in 23.

Und das basiert jetzt genau worauf?

Das A350 aktuell verfügbar sind. siehe Qatar, siehe Aeroflot.
Ausserdem kann Airbus die Rate anheben, bis 10 sind wohl möglich, aktuell sind es 5, auf 6 soll es gehen.

Wenn man also ein paar A350 will, kann man sie kriegen. Teilweise wohl sogar günstig.
Beitrag vom 08.05.2022 - 16:27 Uhr
Ganz ehrlich: ich würde in der Eco lieber A321 Langstrecke fliegen als A380. Allein schon durch das kürzere Boarding und das schnellere Aussteigen spart man in den hinteren Sitzen der Eco im A321 gegenüber dem A380 45-60 Minuten rumsitzen im Flugzeug. Und die 2+4+2 - Bestuhlung der A330/A340 oder auch die 2+3+2 in der B767 ist objektiv angenehmer als der Massentransport im A380 (genauso wie in der B777, B747 etc.). Beim A380 fliegt v. a. ein subjektiver "Wow"-Effekt mit, der das Flugzeug so beliebt macht.

Mal A380 geflogen?
Im A380 in Eco haben sie oben 2-4-2 und unten 3-4-3 mit mehr Platz als in jedem anderen WB.

Keine Ahnung was sie da schreiben, aber im A321 ist doch in ECO bei den meisten schon nach 4h schluss.

Die eigentliche Frage bei LH ist doch, will man nicht vlt. lieber doch A35k kaufen und die B777x dann bei 20 belassen oder entsprechend stornieren?

- ja, schon A380 geflogen
- welche A380 hat denn oben überhaupt noch 2-4-2? Das war schon immer überschaubar und der Sitzplatzanteil dann auch noch gering hinten auf den letzten Metern
- schon mal etwas vom A321(X)LR gehört?

Seit wann ist der A321 XLR breiter?!?
Haben sie nen neuen Rumpf gebaut?

Sie shclaumeier, wenn man schon so daher quatscht dann bitte auch wenigstens was drauf haben.


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