Gefährliche Blendangriffe
Älter als 7 Tage

FAA registrierte 2021 fast 10.000 Laserattacken

Delta Air Lines A220
Delta Air Lines A220, © Airbus

Verwandte Themen

WASHINGTON - Der Trend ist ebenso gefährlich wie unverständlich: immer häufiger werden Flugzeuge vom Boden mit leistungsstarken grünen Lasern angestrahlt. Das kann Piloten in kritischen Flugphasen blenden - und dauerhaft an den Augen verletzen. Die US-Luftfahrtaufsicht FAA hat alarmierende Daten zusammengetragen.

Der jüngste Zwischenfall in Deutschland ist erst wenige Tage her. Unbekannte richteten in den späten Abendstunden des 8. August Laserstrahlen auf die Cockpits von drei Passagiermaschinen im Landeanflug auf den Düsseldorfer Flughafen.

"Damit hätten sie offensichtlich versucht, die Piloten zu blenden", teilte die Polizei mit. Die Ermittler suchen nach Zeugen.

In den USA hat die FAA 2021 soviele Störattacken mit Laserstrahlen registriert wie niemals zuvor. Trotz des pandemiebedingt eingeschränkten Flugverkehrs sei die Fallzahl um 42 Prozent auf 9.273 berichte Attacken hochgeschnellt, teilt das Government Accountability Office (GOA).

Besonders häufig gerieten Flugzeuge des Paketdienstleisters FedEx an dessen Drehkreuz Memphis ins Ziel der grünen Strahlen. Neben empfindlichen Geldstrafen - und möglichen zivilrechtlichen Ansprüchen der geblendeten Piloten - droht Angreifern auch Gefängnis.

"Viele Hochleistungslaser können Piloten, die Flugzeuge mit Hunderten von Passagieren steuern, außer Gefecht setzen", teilte die FAA mit.
© aero.de | Abb.: Airbus | 19.08.2022 07:19

Um einen Kommentar schreiben zu können, müssen Sie sich bei aero.de registrieren oder einloggen.

Beitrag vom 22.08.2022 - 08:26 Uhr
In den USA wird man für diesen Mist wenigstens angemessen bestraft.

Bei fast 10.000 Vorkommnissen im Jahr (also etwa 30 pro Tag) wage ich die Angemessenheit auch in den USA in Frage zu stellen...

Ich bezog mich auf das Strafmaß. 2019 gab es zum Beispiel einen Fall in Neuengland, da wurde ein Rettungshubschrauber im nächtlichen Landeanflug bei Windstärke 7 geblendet. Der Pilot erlitt leichte Verletzungen. Aufgrund der Gesamtumstände wurde die Tat als versuchter Totschlag an allen Insassen gewertet, der Täter bekam zehn Jahre, von denen er mindestens 8 verbüßen muss.

Gut so! Bösartige Dummheit gehört bestraft.

Volle Zustimmung.
Beitrag vom 22.08.2022 - 03:57 Uhr
In den USA wird man für diesen Mist wenigstens angemessen bestraft.

Bei fast 10.000 Vorkommnissen im Jahr (also etwa 30 pro Tag) wage ich die Angemessenheit auch in den USA in Frage zu stellen...

Ich bezog mich auf das Strafmaß. 2019 gab es zum Beispiel einen Fall in Neuengland, da wurde ein Rettungshubschrauber im nächtlichen Landeanflug bei Windstärke 7 geblendet. Der Pilot erlitt leichte Verletzungen. Aufgrund der Gesamtumstände wurde die Tat als versuchter Totschlag an allen Insassen gewertet, der Täter bekam zehn Jahre, von denen er mindestens 8 verbüßen muss.

Gut so! Bösartige Dummheit gehört bestraft.
Beitrag vom 20.08.2022 - 15:23 Uhr
In den USA wird man für diesen Mist wenigstens angemessen bestraft.

Bei fast 10.000 Vorkommnissen im Jahr (also etwa 30 pro Tag) wage ich die Angemessenheit auch in den USA in Frage zu stellen...

Man muss ja auch erstmal gefunden werden. Wenn sie die dann mal aufspüren, wirds auch heftig schmerzhaft für die Betroffenen. Ist in Deutschland nicht anders...versuchen Sie mal, die Schuldigen zu finden, v.a. in einer Großstadt.


Stellenmarkt

Schlagzeilen

aero.uk

aero.ukWe spread our wings to the UK. Visit aero.uk for British aviation news from our editors.

schiene.de

Meistgelesene Artikel

Community

Thema: Pilotenausbildung

PaxEx.de Passenger Experience

FLUGREVUE 09/2022

Shop

Es gibt neue
Nachrichten bei aero.de

Startseite neu laden