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Flugrouten am BER bleiben vorerst bestehen

Easyjet in Berlin
Easyjet in Berlin, © FBB

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BERLIN- Die umstrittenen Flugrouten am Hauptstadtflughafen BER werden vorerst nicht grundlegend überprüft. Grund ist der Einbruch des Luftverkehrs in der Corona-Krise. Es lägen deshalb keine ausreichenden Erkenntnisse für eine abschließende und vollständige Evaluierung vor, teilte das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung mit.

Es versicherte jedoch: "Seit Dezember 2021 werden Erkenntnisse aus dem Flugbetrieb zur Nutzung der Verfahren gewonnen."

Der neue Flughafen war im Herbst 2020 mitten in der Pandemie an den Start gegangen; es gab zunächst nur wenige Flüge. Bis November 2021 wurde nur eine der beiden Start- und Landebahnen genutzt. Auch jetzt ist der Betrieb geringer als vor Corona. Im Juli gab es etwa 40 Prozent weniger Flüge als im Juli 2019.

Deshalb will auch die Brandenburger Landesregierung noch nicht beurteilen, ob es gelingt, den Fluglärm gleichmäßig über den Umlandkommunen zu verteilen. Der Landtagsabgeordnete Matthias Stefke (BVB/Freie Wähler) hatte sich erkundigt, wann die für ein Jahr nach der Eröffnung des BER angekündigte Evaluierung der Flugrouten komme.

"Bis wann ausreichende Erfahrungen im unabhängigen Parallelbetrieb mit zwei Pisten gesammelt werden können, hängt auch von der weiteren Entwicklung im Luftverkehr ab und kann nicht sicher vorab bestimmt werden", erklärte das Amt. Demnach sollen für die abschließende Prüfung zwei vollständige Flugplanperioden herangezogen werden.

Die Flugrouten für die Maschinen, die am BER starten, waren jahrelang umstritten. Das zuständige Bundesaufsichtsamt hatte teils andere Wege für die Flugzeuge festgelegt als den Bürgern zuvor in der Planfeststellung in Aussicht gestellt worden war. Das führte zu Protesten im Umfeld des Flughafens.

Steile Kurve aus BER

Seit Oktober 2021 wird von der Südbahn fast nur noch die Abflugroute geflogen, die ein Privatpilot aus der Region vorgeschlagen hatte. Die "Kotzkurve" vermeidet dicht besiedeltes Gebiet, Flugzeuge müssen dafür aber bei Starts Richtung Osten in einer steilen Rechtskurve Steigradienten von zehn Prozent fliegen.
© dpa-AFX, aero.de | Abb.: FBB | 28.08.2022 15:21


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