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Airbus verfehlt Jahresziel klar

Guillaume Faury
Guillaume Faury, © Airbus

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HAMBURG - Lieferketten und Energiekrise halten Airbus in Atem. Der Hersteller hatte das Jahresziel schon Anfang Dezember verworfen. Jetzt sind vorläufige Zahlen durchgesickert. Trotz eines beachtlichen Jahresendspurts verfehlt der Konzern die eigene Prognose klar - und rechnet auch 2023 mit Gegenwind.

Airbus ringt mit säumigen Zulieferern - dem Konzern fehlten zuletzt vor allem beim Volumenmodell A320neo Triebwerke. Das zuvor bereits von 720 auf 700 Auslieferungen herabgesetzte 2022er-Ziel hatte Airbus-Chef Guillaume Faury Anfang Dezember deswegen bereits zurückgenommen.

Nach Informationen der Nachrichtenagentur "Reuters" hat Airbus am 31. Dezember den Zähler bei 663 Flugzeugen gestoppt. Die Zahlen sind vorläufig. Bleibt es dabei, hätte Airbus im Dezember aber respektable 98 Maschinen ausgeliefert. Genaue Zahlen will der Boeing-Konkurrent am 10. Januar vorlegen.

Eine neue Prognose für 2023 dürfte die Airbus-Spitze frühestens am 16. Februar zusammen mit der Bilanz abgeben - Faury hatte die Erwartungen hier bereits gedämpft.

"Wir haben neue Probleme mit der Energiesituation, den Gas- und Strompreisen, die sich auf kleine Zulieferer auswirken", sagte Faury "Bloomberg" im November. Dieses Problem werde "im zweiten Quartal 2023" auf Airbus durchschlagen.

Langstreckenjets wieder gefragt

An den mittelfristigen Zielen hält Airbus hingegen fest - so soll die A320neo-Produktion bis 2025 auf 75 Flugzeuge ansteigen. Nach der Krise spüren Airbus und Boeing zudem wieder stärkere Nachfrage in den margenstarken Großraum-Programmen.

Die Produktion der A330neo hebt Airbus aktuell von zwei auf drei Flugzeuge pro Monat an, die A350-Linie soll 2023 von fünf auf sechs Flugzeuge hochlaufen.

Angesichts der gestiegenen Nachfrage spricht Airbus mit Zulieferern über eine zusätzliche Ausweitung der Produktion von Langstreckenjets. Der Konzern hat in diesem Segment nach einer Vollbremsung 2020 noch viel Luft für Korrekturen nach oben - 2019 hatte Airbus allein 112 A350 ausgeliefert.
© aero.de | Abb.: Airbus | 06.01.2023 14:45

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Beitrag vom 07.01.2023 - 05:54 Uhr
Airbus ist Marktführer. Daher hätte spätestens hier...

"Bleibt es dabei, hätte Airbus im Dezember aber respektable 98 Maschinen ausgeliefert. Genaue Zahlen will der Boeing-Konkurrent am 10. Januar vorlegen."

...es heißen müssen: Genaue Zahlen will der Marktführer am 10. Januar vorlegen.

Nicht Airbus ist ein Konkurrent von Boeing sondern Boeing möchte ein Konkurrent von Airbus sein.


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