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Baubeginn für den Airbus A350F

Airbus A350F
Airbus A350F, © Airbus

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TOULOUSE - Bisher existiert er nur auf Bildern, doch in Frankreich erwacht der neue Airbus-Frachter A350F nun auch in der Wirklichkeit zum Leben. Der Startschuss für den Bau der ersten A350F fiel gerade in Nantes - 2024 will Airbus mit dem neuen Frachter die Flugerprobung aufnehmen.

"First Metal Cut" für die erste A350F: Airbus hat offiziell mit der Produktion von Strukturteilen für seinen neuen Frachter begonnen. Beim Tochterunternehmen Airbus Atlantic in Nantes nehmen aktuell die ersten Elemente des Flügelmittelkastens (Centre Wing Box, CWB) für den A350F-Prototyp Gestalt an.

Zu diesen Elementen zählt laut Airbus das kreuzförmige Verbindungsstück für den Zusammenschluss der CWB mit den seitlichen Flügelkästen. Auch Rahmenteile, die den Flügelkasten der A350F mit den seitlichen Rumpfschalen verbinden, sind bereits gefertigt, wie Airbus mitteilt: "Das bedeutet, dass das Flugzeug knapp anderthalb Jahre nach seiner offiziellen Vorstellung Realität wird."

Der Flügelmittelkasten ist traditionell die erste Komponente, die beim Bau eines neuen Flugzeugs produziert wird. Gegenüber der A350-Passagierversion musste Airbus für den Frachter allerdings einige konstruktive Änderungen vornehmen.

So wird die Rahmenstruktur, bestehend aus einer Aluminium-Lithium-Legierung, im oberen Bereich verstärkt, da das Hauptdeck der A350F später einmal größere Lasten aushalten soll als jenes der "normalen" A350.

Der modifizierte Flügelmittelkasten besitze "verstärkte Bodenträger, um die schwersten Paletten und Container zu tragen, die die A350F transportieren wird - und die sich genau in der Mitte des Flugzeugs befinden", so der Flugzeugbauer. Damit Airbus Atlantic künftig Flügelmittelkästen für alle drei A350-Varianten parallel bauen könne, habe man die Produktionslinie in Nantes an 15 der insgesamt 38 Stationen angepasst.

Die nächsten Schritte

Das Flügelmittelstück der A350F besteht - analog zum Airliner-Pendant - mit Ausnahme der Rahmenstruktur aus Kohlefaser und wird laut Airbus einmal 6,5 Meter lang, 5,5 Meter breit und 3,9 Meter hoch sein. Sobald die Baugruppe komplett ist, soll sie auf dem Landweg ins Airbus Atlantic-Werk Montoir-de-Bretagne transportiert werden, wo der Zusammenbau mit der mittleren Rumpfsektion ansteht.

Das soll nach Airbus-Angaben "in den kommenden Monaten" geschehen. Im Anschluss daran holt ein Beluga-Transporter die gesamte Sektion ab und fliegt sie zur Endmontagelinie in Toulouse.

Erstflug 2024

Den Jungfernflug der A350F plant Airbus weiter für das kommende Jahr. Geht in der anschließenden Flugerprobung alles glatt, sollen die ersten Serienmaschinen bereits 2025 das Hauptwerk in Toulouse verlassen. Derzeit liegen für die A350F insgesamt 35 Bestellungen vor.

Größte Abnehmer sind bislang die Air Lease Corporation, Singapore Airlines und Etihad Cargo, die jeweils sieben Exemplare orderten. In Europa haben bislang CMA-CGM, Air France und Martinair (KLM Cargo) je vier A350F bestellt. Silk Way West Airlines aus Aserbaidschan hat sich mit zwei Flugzeugen ins Auftragsbuch eingetragen.
© FLUG REVUE - Patrick Zwerger | Abb.: Airbus | 05.04.2023 13:25

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Beitrag vom 05.04.2023 - 15:49 Uhr
Wow, das ging echt schnell.

Ich bin sehr gespannt wie das Rennen zw. B777xF und A35F ausgehen wird.



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