Boeing CH-47F
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Kostenexplosion bei der Chinook-Beschaffung

Boeing CH-47
Boeing CH-47F, © Boeing CH-47

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WASHINGTON - Die Zeitenwende verhilft der Bundeswehr zu neuem Gerät - weit oben auf der Beschaffungsliste: 60 Boeing CH-47F Chinook. Für die schweren Transporthubschrauber liegt eine Exportgenehmigung der US-Regierung vor - zusammen mit der Rechnung. Und die fällt höher als erwartet aus.

Die Chinook ist ein Arbeitspferd: Schwerlast- und Personentransport zur Landes- und Bündnisverteidigung sind mit der CH-47F kein Problem.

Die Luftwaffe wird 60 der schweren Boeing-Transporthubschrauber erhalten. Die US-Aufsichtsbehörden haben den 2022 eingefädelten Kauf im Mai formell freigegeben, jetzt ist der Bundestag am Zug.

Dem "Spiegel" liegen die genauen Zahlen des geplanten Deals vor. Die 60 CH-47F schlagen laut einer Vorlage des Verteidigungsministerium an den Haushaltsausschuss mit 7,21 Milliarden Euro zu Buche - rund zwei Milliarden Euro mehr als zunächst vorgesehen.

Weitere 749 Millionen Euro veranschlagt das Haus von Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) demnach für neue Infrastruktur rund um die neue Staffel wie Hangars und Tanklager. Laut "Spiegel" sollen die zusätzlichen Kosten komplett aus dem 100-Milliarden-Euro-Sondervermögen für Verteidigung beglichen werden.

Deutschland erhält die CH-47F in der modernsten Ausführung "Block II". Das Boeing-Modell hatte sich vor genau einem Jahr bei der Bundeswehr gegen die CH-53K von Lockheed-Martin durchgesetzt. Unter anderem wurde dabei auf Kostenvorteile der CH-47F verwiesen.
© aero.de | Abb.: Boeing, USAF | 26.06.2023 06:25

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Beitrag vom 26.06.2023 - 18:00 Uhr
Früher, also in längst vergangenen Zeiten, holte man Angebote ein, prüfte diese, legte dann die finalen, genauen Waren- und Lieferspezifikationen fest (zwischen Lieferant und Empfänger), einigte sich über den End-/Kaufpreis und der wurde dann in einem Kaufvertrag fixiert.

Aber vielleicht hat unsere Luftwaffe danach festgestellt, daß man da doch noch das eine oder andere mehr braucht (Huch, da fehlt ja noch dies und jenes), was für einen Lieferanten mit bereits unterschriebenem Liefervertrag immer eine schöne Sache ist... denn dann kann man noch kräftig den Preis anheben.

Komisch nur das sowas fast bei jedem Projekt der öffentlichen Hand (also Steuergeld) passiert... .

Beitrag vom 26.06.2023 - 17:44 Uhr
Also meine Kunden reden zuerst über Alternativen und kaufen dann, und nicht umgekehrt.
Beitrag vom 26.06.2023 - 15:34 Uhr
118 Millionen EUR pro Stück - das ist ja günstig.


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