Vereinigung Cockpit
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Pilotengewerkschaft schlägt Schlichtung bei Discover vor

Eurowings Discover Airbus A330
Discover Airline Airbus A330, © Fraport AG

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FRANKFURT - Im Konflikt um die Erst-Tarifierung der Lufthansa-Tochter Discover hat die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) dem Unternehmen eine Schlichtung vorgeschlagen. Eine Lösung am Verhandlungstisch wäre möglich, teilte die Gewerkschaft am Mittwochabend in Frankfurt mit.

Sie rief das Management dazu auf, "seine Verweigerungshaltung endlich zu beenden und zu einem lösungsorientierten konstruktiven Prozess zurückzukehren". Der Ball liege nun im Spielfeld des Arbeitgebers.

Erst am Montag endete der jüngste Pilotenstreik bei Discover. Der Ferienflieger startet ausschließlich von Frankfurt und München und soll vor allem der Condor im touristischen Geschäft Konkurrenz machen. Die VC will einen ersten Tarifvertrag bei der im Sommer 2021 gegründeten Airline erzwingen.

Discover zahlt nach eigenen Angaben bereits höhere Pilotengehälter, die sie aber mit dem Betriebsrat und nicht mit der Gewerkschaft vereinbart hat. Die neuen Gehälter entsprechen exakt der Forderungslage der VC, wie beide Seiten bestätigten.

Die Gewerkschaft pocht aber weiter auf eine Vereinbarung im Rahmen eines Manteltarifvertrages und Vergütungstarifvertrages. Discover dürfe nicht weiter das einzige Unternehmen der Lufthansa Group sein, in dem Pilotinnen und Piloten keinen Tarifvertrag haben.
© dpa | Abb.: Lufthansa | 21.02.2024 19:12

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Beitrag vom 23.02.2024 - 15:02 Uhr
Wer will die Tarifierung eingentlich? Die VC, oder die Discover Mitarbeiter? Die MA scheinen sich geeinigt zu haben. Der Streik hat quasi nicht stattgefunden. Sehe keinen Grund bei der LH hier aktiv zu werden.

Wie kommen Sie darauf, dass man sich geeinigt hat? Man hat über eine Betriebsvereinbarung höhere Gehälter angeschlossen; soweit so ungewöhnlich. Mehr zahlen geht aber ja immer, vom Rest, den ein Tarifvertrag regelt, ist dort aber nichts zu lesen.
Die BVB hat vielleicht den Vorteil, dass die höheren Gehälter ab sofort ausgezahlt werden, selbst, wenn sich die restlichen Verhandlungen noch hinziehen. Offenbar haben die Mitarbeiter das verstanden und haben sich nicht abspeisen lassen.
Beitrag vom 22.02.2024 - 18:16 Uhr
Leider nichts öffentliches, ausser dem Hinweis auf den Unterschied zwischen der rechtlichen Grundlage einer BV und eines TV.
Beitrag vom 22.02.2024 - 09:08 Uhr
Im Gegenteil. Der Streik war sogar sehr erfolgreich. Die Beteiligung war überraschend hoch. Natürlich fällt dies bei einer kleinen Flotte nicht ins Gewicht. Trotzdem hat es weh getan. Die üblichen Streikbrecher ohne Rückgrat gibt es natürlich trotzdem. Andere werden vorgeschickt, profitieren werden diese leider im selben Stil.


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