737 MAX
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Ryanair streicht Sommerprogramm zusammen

Ryanair Boeing 737 MAX 8200
Ryanair Boeing 737 MAX 8200, © Ryanair

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DUBLIN - Die Krise des Flugzeugbauers Boeing durchkreuzt die Geschäftspläne des Billigfliegers Ryanair. Der Hersteller werde bis Ende Juni voraussichtlich nur 40 von ursprünglich geplanten 57 Mittelstreckenjets aus der 737-MAX-Reihe liefern, teilte Ryanair am Freitag in Dublin mit. Das hat Folgen.

Europas größte Billigfluggesellschaft hatte schon im Januar nur noch mit etwa 50 Maschinen gerechnet und zuletzt noch auf 40 bis 45 gehofft. Weil die Airline in der wichtigen Sommersaison mit weniger Maschinen auskommen muss, kappt sie ihre Passagierprognose für das nächste Geschäftsjahr.

Ryanair-Chef Michael O'Leary rechnet für die zwölf Monate bis März 2025 jetzt mit weniger als 200 Millionen Fluggästen. Bisher hatte er 205 Millionen angepeilt. Der Manager hofft nun, dass Boeing zwischen Juli und September weitere Jets ausliefert.

Angesichts der unsicheren Zeitpläne beim Flugzeugbauer will O'Leary diese Maschinen aber nicht für den Sommer einplanen. Der Manager hatte zuvor deutliche Kritik an der Kundenkommunikation von Boeing geübt.

Als Folge muss zehn Verbindungen für die Hochsommermonate Juli, August und September streichen. "Dies wird einige geringfügige Flugplanänderungen zur Folge haben und die Frequenzen auf bestehenden Strecken reduzieren, anstatt neue Strecken zu streichen", teilte Ryanair mit.

Ryanair hat diese Flugplankürzungen bereits in Dublin, Mailand-Malpensa, Warschau-Modlin und auf vier portugiesischen Flughäfen vorgenommen.

FAA nimmt Boeing in die Mangel

Der zweitgrößte Flugzeughersteller der Welt steckt in einer schweren Krise, seit vor rund fünf Jahren zwei Maschinen vom Typ 737 MAX abgestürzt waren. Zwar wurden die Startverbote für den Flugzeugtyp inzwischen wieder aufgehoben.

Nach einem Beinahe-Unglück einer Boeing 737 MAX 9 von Alaska Airlines Anfang Januar steht der Hersteller jedoch unter verschärfter Aufsicht der US-Luftfahrtbehörde FAA. Zudem darf er die Produktion der 737-Max-Reihe bis auf Weiteres nicht weiter hochfahren.
© dpa-AFX, aero.de | Abb.: Ryanair | 01.03.2024 11:50


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