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So will IAG die Übernahme von Air Europa noch retten

Air Europa Boeing 787
Air Europa Boeing 787, © Globalia

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MADRID - IAG muss bei der geplanten Übernahme von Air Europa noch an der EU-Kommission vorbei. Die prüft Auswirkungen auf den Wettbewerb mit Argusaugen - ebenso den geplanten Lufthansa-Einstieg bei ITA. IAG ist bereit, einen beträchtlichen Teil des Air-Europa-Geschäfts an Wettbewerber abzutreten.

Mit dem Noch-Inhaber ist sich IAG lange einig. Für 400 Millionen Euro sollen auch die restlichen 80 Prozent von Air Europa von der spanischen Grupo Globalia unter das Dach des British-Airways- und Iberia-Mutterkonzern wandern. Unter Leitung von Iberia soll Air Europa zumindest als Marke erhalten bleiben.

Soweit die Theorie. Denn in der Praxis steht die EU-Kommission dem Vorhaben kritisch gegenüber. Im Januar leitete die Brüsseler Kartellbehörde eine Detailprüfung ein.

IAG zeigt sich nun kompromissbereit: 40 Prozent der Flugfrequenzen von Air Europa könnten an Wettbewerber abgetreten werden, sagte IAG-Vorstandschef Luis Gallego der Zeitung "El País". "Es wird keine Strecke geben, auf der (Air Europa) und Iberia exklusiv fliegen. (...) Es wird immer einen Wettbewerber geben."

Derzeit gehe IAG das Netz "Strecke für Strecke" mit der EU-Kommission durch, so Gallego weiter. Mit den aktuellen Abhilfemaßnahmen gehe IAG um das Doppelte über die Angebote von 2020 und 2021 hinaus. Als mögliche Abnehmer von Air Europa-Slots werden die Konkurrenten Volotea und Ryanair gehandelt.

Parallel steckt Lufthansa in der heißen Phase des EU-Prüfverfahrens zum Einstieg bei ITA Airways in Italien. Die EU-Kommission hatte Lufthansa und Italien im März offiziell über kartellrechtliche Einwände informiert.

Brüssel pocht im Interkontnetz auf Einschnitte, etwa auf Linien aus Rom nach New York, Washington und San Francisco. Die Ziele sind über Umsteigeverbindungen auch mit Lufthansa aus Italien erreichbar. Bis Mitte Mai kann Lufthansa konkrete Abhilfemaßnahmen in Brüssel hinterlegen, spätestens am 6. Juni soll eine Entscheidung fallen.

TAP-Privatisierung

Unterdessen wartet bereits der nächste Übernahmekandidat an der Seitenlinie - in Portugal soll nach einem Regierungswechsel die Privatisierung von TAP Air Portugal gegen Jahresende wieder konkret werden. Lufthansa und IAG haben Interesse.
© aero.de | Abb.: Air Europa | 12.04.2024 14:26


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