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D328eco-Zulassung nicht vor Ende 2027

D328eco
D328eco, © Deutsche Aircraft

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LEIPZIG - Die Neuauflage der D328 kommt später: "Neue Regularien" werfen den Zeitplan für die Zulassung der D328eco ein weiteres Jahr zurück, teilte Hersteller Deutsche Aircraft am Freitag mit. Der 40-sitzige Turboprop soll Airlines jetzt Ende 2027 für reguläre Flüge zur Verfügung stehen.

Das Projekt D328eco fällt weiter im Zeitplan zurück. Nachdem Deutsche Aircraft die geplante Indienststellung des Flugzeugs vor zwei Jahren von 2025 auf das zweite Halbjahr 2026 verlegt hatte, muss der Hersteller nun eine weitere Korrektur einräumen.

"Die Indienststellung des Flugzeugs ist jetzt für das vierte Quartal 2027 geplant", teilte das Unternehmen am Freitag mit. "Neue Regularien und Compliance Anforderungen haben sich unmittelbar auf den ohnehin aufwendigen Zertifizierungsprozess ausgewirkt."

Als Erstbetreiber der D328eco ist der deutsche Charteranbieter Private Wings vorgesehen. Den zusätzlichen Zeitpuffer will Deutsche Aircraft für einen technischen Feinschliff nutzen.

"Neue Features"

"Mehrere neue Features und Fähigkeiten werden derzeit evaluiert", heißt es dazu vom Hersteller. "Dazu gehört die weitere Verbesserung der STOL-Performance (Short Take-off and Landing), insbesondere in schwierigen Betriebsumgebungen, in Kombination mit innovativen Avionik-Funktionen. Diese Änderungen werden im Rahmen der laufenden Zertifizierung und des Programms durchgeführt."

Die D328eco ist keine komplette Neukonstruktion - die Entwickler setzen das Flugzeug setzt an der D328-100 auf. Die D328eco werden mit Beginn der Serienfertigung in Leipzig vom Band laufen und sollen mit einer modernen Avionik-Suite von Garmin und PW127XT-S-Triebwerken bei D328-Betreibern punkten.
© aero.de | Abb.: Deutsche Aircraft | 05.07.2024 12:41

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Beitrag vom 06.07.2024 - 18:08 Uhr
Um dem Stammtischniveau dieses Forums gerecht zu werden, fasse ich also wie folgt zusammen:
Nur mit Marketing kriegt man kein neues Flugzeug in die LUft.

Da scheinen Stammtische manchmal dann doch ein gesund hohes Niveau zu haben.
Beitrag vom 06.07.2024 - 09:48 Uhr
Manchmal frage ich mich wirklich, woher diese Häme kommt, und ob diese Abneigung gegen unternehmerische Risikoentscheidungen nicht auch zum gegenwärtigen wirtschaftlichen Abstieg Deutschlands beitragen...

@muckster

Wo liest du denn aus den Kommentaren hier eine "Abneigung gegen unternehmerische Risikoentscheidungen" heraus?
Ich habe eine Abneigung dagegen, wenn aussichtsreiche Projekte durch Stümperei/Unfähigkeit der Akteure in den Sand gesetzt werden und darum geht es leider in diesem Fall.

Ob es "den Markt" für die D328 tatsächlich gibt, muss sich zwar erst noch beweisen, aber dafür bedarf es erstmal ein Flugzeug. Den 9 Absichtserklärungen für die D328 stehen z.B. 2.900 für die EVE100 (eVTOL von Embraer) gegenüber. Das klingt für mich eher nach "Markt", aber das ist nicht mein Fachgebiet.

Da die Öffentlichkeit nichts von den Details der Zulassungsanforderungen weiß, kann man natürlich mal "neue Regularien" als Grund für die Verzögerung anführen, oben wurde aber zurecht gefragt, welche das denn sein sollen.

Das ich mir erstmal das Recht erwerben muss, ein neues Flugzeug entwickeln zu dürfen, ist uralt und bis heute hat die Deutsche Aircraft dieses Recht seitens EASA nicht erhalten, was gravierende Folgen für das Projekt hat.
Für die Erlaubnis, ein ganzes Flugzeug bauen zu dürfen, gilt dasselbe und dazu bedarf es mehr, als ein Spatenstich in Leipzig.

Um dem Stammtischniveau dieses Forums gerecht zu werden, fasse ich also wie folgt zusammen:
Nur mit Marketing kriegt man kein neues Flugzeug in die LUft.

Gruß, 25.1309








Beitrag vom 06.07.2024 - 07:13 Uhr
Manchmal frage ich mich wirklich, woher diese Häme kommt, und ob diese Abneigung gegen unternehmerische Risikoentscheidungen nicht auch zum gegenwärtigen wirtschaftlichen Abstieg Deutschlands beitragen. Man kann Deutsche Aircraft nicht mit Lilium vergleichen. Anders als die Münchner verspricht man in Leipzig nicht das Blaue vom Himmel, plant nicht mit völlig unerprobten Technologien und tingelt nicht ständig mit dem Hut umher, ohne irgendetwas dafür vorweisen zu können, und seien es nur Expertise und realistische Pläne.

Es gibt einen Markt für die D328eco, das Flugzeug könnte durchaus erfolgreich sein. Im Übrigen ist dem Unternehmen hier die Corona-Pandemie zugutezuhalten. 2019 konnte man nicht wissen, dass im Jahr darauf wichtige Projektpartner – von Banken über Zulieferern bis hin zu potentiellen Kunden – aufgrund der Ungewissheit auf Abstand gehen würden. Die wirtschaftlichen und auch rechtlichen Rahmenbedingungen zwischen 2020 und 2022 scheinen Deutsche Aircraft ziemlich geschadet zu haben. Das sollte man berücksichtigen, bevor man unlautere Motive und Inkompetenz unterstellt.

Da habe sie mit sicherheit recht, und ja, so einen 50 Sitzer könnte es schon gebrauchen am Markt.

Nur braucht man halt auch die Fähigkeiten das zu entwickeln und zuzulassen, und es ist ja nicht so das Donier selbst an dem Versuch eines größeren Familie mit der Do 728 Pleite gegangen ist.

Das sind halt schon massive wirtschaftliche Abenteuer dort in diesem Regionalfluzeug Sektor.
Wenn man sich das anschaut, Bombadier hat es nicht überlebt,
Mitsubishi nicht.
Es ist ein sehr schwerer Markt.

Auch ohne so einen technischen Moonshot wie Lillium.


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