Aktionärsstruktur
Vor 7 Tagen

An der Börse wird Lufthansa immer deutscher

Lufthansa
Lufthansa, © Lufthansa

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FRANKFURT - Lufthansa webt mit Rom einen sechsten europäischen Hub ins Konzernnetz ein. Lufthansa-Chef Carsten Spohr will den Kranich "noch internationaler" aufstellen. Die Aktionärstruktur spiegelt das nicht wider - der Kreis der Lufthansa-Anleger wird seit geraumer Zeit immer deutscher.

Frankfurt, München, Zürich, Wien, Brüssel - und bald Rom: Keine zweite Interkont-Airline-Gruppe ist so europäisch wie Lufthansa. Die gerade genehmigte Übernahme von ITA Airways in den Konzern verstärkt Lufthansa um ein sechstes Langstrecken-Drehkreuz.

Nächste Station: Lissabon - in Portugal weckt die anstehende Privatisierung von TAP Interesse in der Frankfurter Lufthansa-Zentrale. "Lufthansa muss für ihre heutige Größe noch internationaler werden", gab Lufthansa-Chef Carsten Spohr gerade in einem Interview mit der "FAZ" die Richtung vor.

An der Börse ist Lufthansa hingegen übwerwiegend in deutscher Hand. Der Konzern schlüsselt seine Aktionärsstruktur quartalsweise nach Nationalitäten auf - das ist Pflicht: EU-Airlines müssen nachweisen, dass mindestens die Hälfte ihrer Aktien von Anlegern mit Sitz in der EU gehalten werden.

Zum 30. Juni 2024 lagen demnach 79,8 Prozent der Lufthansa-Aktien in Depots deutscher Investoren, 8,0 Prozent bei Anlegern aus den USA und 3,0 Prozent in Irland.

Zum Vergleich: Vor einem Jahr schrieb Lufthansa 73,4 Prozent Aktienanteil deutschen, elf Prozent US-amerikanischen und 3,5 Prozent luxemburger Haltern zu.

Vor der Krise war der Kreis der Lufthansa-Aktionäre wesentlich internationaler - per 31. Dezember 2019 verortete Lufthansa nur 67,3 Prozent ihrer Aktien bei deutschen Anleger, 10,3 Prozent in Luxemburg und 8,1 Prozent in den USA.

Über die Hintergründe lässt sich nur spekulieren, zwei Faktoren dürften die Ballung von Lufthansa-Aktien bei deutschen Anlegern aber zumindest ein Stück weit erklären.

Allein auf den Hamburger Logistikmilliardär Klaus-Michael Kühne entfielen nach eigenen Angaben zuletzt 18,8 Prozent der Lufthansa-Aktien. Nach der staatlichen Rettung des Konzerns in der Covid-Krise flog Lufthansa 2020 aus dem DAX - und damit aus vielen Fonds, die regelmäßig aus Luxemburg oder Irland verwaltet werden.
© aero.de | Abb.: Lufthansa | 09.07.2024 06:38


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