EASA-Warnung
Älter als 7 Tage
Teures SAF könnte organisierte Kriminalität anlocken
FRANKFURT - Fluggesellschaften müssen seit 1. Januar 2025 Kerosin mit SAF-Anteil tanken. Bis 2050 steigt die Quote auf 70 Prozent an. Die europäische Luftfahrtaufsicht EASA warnt vor schwarzen Schafen im Markt für nachhaltige Flugtreibstoffe - und vor Sicherheitsrisiken durch gepanschtes SAF.
An EU-Flughäfen wird Kerosin mit einem Schuss SAF ausgeschenkt, seit 1. Januar 2025 greift in der EU die anfängliche Pflichtquote von zwei Prozent.
SAF, ein Sammelbegriff für nachhaltige Flugtreibstoffe auf biogener und nicht-biogener Basis, gilt als Schlüssel zu einer klimafreundlicheren Luftfahrt. Die EU-Beimischquote wird bis 2050 schrittweise auf 70 Prozent steigen.
Für den Stoff gelten hohe Qualitätsstandards. SAF ist knapp - und aktuell etwa fünfmal teurer als konventionelles Kerosin. Das birgt nach Einschätzung der EASA Risiken.
"Mit der zunehmenden Einführung steigt die Gefahr, dass Kraftstoff angeliefert wird, der Qualitätskriterien nicht entspricht", warnt die europäische Luftfahrtaufsicht Fluggesellschaften in einem aktuellen
Bulletin. Und das liegt nicht allein an der "Neuartigkeit und Komplexität" der SAF-Herstellung.
Die hohen Preisen in Vergleich zu fossilem Kerosin könnten "betrügerische Aktivität" in den Markt locken, "wodurch sich das Risiko für nicht-spezifizierten Treibstoff weiter erhöht". Gepanschtes SAF würde laut EASA nicht nur die Leistung, sondern auch die generelle "Betriebssicherheit" von Flugzeugen beeinträchtigen.
Die EASA hält Händler und Verwender von SAF daher zu engmaschigen Qualitätskontrollen "über die ganze Lieferkette hinweg" an. Besonders "neue Anbieter" sollen strengen Audits unterzogen werden.
Kriminelle Ringe im LuftfahrtsystemDie Behörde sieht im aufkeimenden SAF-Markt offenbar ein potenzielles Betätigungsfeld für die organsierte Kriminalität.
Aus der Luft gegriffen sind solche Bedenken sicher nicht - 2023 und 2024 schreckten ein
weltweiter Handel mit Fake-Ersatzteilen,
Titanlieferungen mit gefälschten Herkunftsnachweisen und eine
Razzia bei einem 787-Zulieferer in Italien die weltweite Luftfahrtszene auf.
© aero.de | Abb.: A. Mohl, Airbus | 03.03.2025 09:13
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Beitrag vom 04.03.2025 - 08:48 Uhr
Sie haben in Ihrem Post die Erwähnung von 'rot-grünem Klimawahnsinn' vergessen... ð???.
Wieso? Da steht doch AB ...
Mal sehen auf wenn der Hass dann fällt, wenn die Grünen nicht mehr dabei sind?
Diese Leute verstehen u.a. auch nicht, dass �leinnahmen hauptsächlich an Länder fliesen, die gegenüber uns bzw. unserer Lebensweise nicht freundlich eingestellt sind. Je früher wir vom �l wegkommen, desto bessser.
Sehr richtig... selbst in den USA galt es mal kurze Zeit als unpatriotisch Autos mit großem Verbrauch zu fahren, da man damit seine Feinde unterstützte....
Beitrag vom 04.03.2025 - 07:33 Uhr
Mit einer Blockchain lassen sich Daten nur gegen nachträgliche �nderung schützen. Die Daten selbst werden aber durch eine Blockchain nicht wahrer. Sie kommen beim Letzten einer Kette nur genauso wahr oder falsch an wie sie der Erste in die Kette eingefügt hat. Und da die dazugehörige Ware weder unveränderlich noch indiviualisierbar ist nützt einem eine Blockchain der Begleitdikumente leider gar nichts. Mal abgesehen vom IT-Berater :-)
Das ist richtig und falsch zugleich.
Wenn alles "sauber" läuft, vergibt der Produzent eine ID pro Teil, die dann in der Blockchain fälschgungssicher nachverfolgt werden kann. Das "Original" wird dann verbaut im Flugzeug und nach Lebensende entsorgt.
Wenn jemand etwas günstig nachbauen will, wie kommt er dann in die Lieferkette rein? Er muss entweder eigene IDs vergeben, was dann aber schnell über die Unveränderlichkeit das faule Ei der Kette auszumachen, das ein nicht zertifiziertes Produkt in den Umlauf gebracht hat.
Ein physisch nachgemachtes Teil anstelle eines Originals zu verwenden würde nicht wirtschaftlich sinnvoll sein, denn jedes Teil/jede ID ist nur einmal in Nutzung und würde durch die Blockchain abgesichert sein gegen mehrfache Verwendung.
Im übrigen ließen sich die Echtheit schon über den Zertifizierungsprozess spannen, so dass der Ausgangspunkt einer Blockchain schon in einer Zulassungbehörde liegen kann.
Blockchain ist mehr als nur für IT Berater - die guten finden auch ein reeles "Anwendungsgebiet" ;)
Ist schon richtig, das kann man machen, allerdings nur für Teile, die eine Identität, zB eine Seriennummer haben. Auf der Ebene darunter gibt es schon Stangenware, Halbzeuge, Teile auf Rollen (zB SMD Widerstände), Schüttgut, die als Massenware ins System kommen und daher auch nicht einzeln trackbar sind, bzw für die die Trackingkosten pro einzelnem Teil den Produktpreis wesentlich beeinflussen würden.
Das gleiche Problem gibt es beim Kerosin.
Eine t Kerosin hat keine Identität, die man tracken könnte.
Ob das Kerosin beim Empänger das gleiche ist, das beim Lieferanten rausgeht, ist nicht überprüfbar. Mit oder ohne fälschungssicheres öffentliches Register.
Beitrag vom 04.03.2025 - 00:56 Uhr
Mit einer Blockchain lassen sich Daten nur gegen nachträgliche �nderung schützen. Die Daten selbst werden aber durch eine Blockchain nicht wahrer. Sie kommen beim Letzten einer Kette nur genauso wahr oder falsch an wie sie der Erste in die Kette eingefügt hat. Und da die dazugehörige Ware weder unveränderlich noch indiviualisierbar ist nützt einem eine Blockchain der Begleitdikumente leider gar nichts. Mal abgesehen vom IT-Berater :-)
Das ist richtig und falsch zugleich.
Wenn alles "sauber" läuft, vergibt der Produzent eine ID pro Teil, die dann in der Blockchain fälschgungssicher nachverfolgt werden kann. Das "Original" wird dann verbaut im Flugzeug und nach Lebensende entsorgt.
Wenn jemand etwas günstig nachbauen will, wie kommt er dann in die Lieferkette rein? Er muss entweder eigene IDs vergeben, was dann aber schnell über die Unveränderlichkeit das faule Ei der Kette auszumachen, das ein nicht zertifiziertes Produkt in den Umlauf gebracht hat.
Ein physisch nachgemachtes Teil anstelle eines Originals zu verwenden würde nicht wirtschaftlich sinnvoll sein, denn jedes Teil/jede ID ist nur einmal in Nutzung und würde durch die Blockchain abgesichert sein gegen mehrfache Verwendung.
Im übrigen ließen sich die Echtheit schon über den Zertifizierungsprozess spannen, so dass der Ausgangspunkt einer Blockchain schon in einer Zulassungbehörde liegen kann.
Blockchain ist mehr als nur für IT Berater - die guten finden auch ein reeles "Anwendungsgebiet" ;)
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Wieso? Da steht doch AB ...
Mal sehen auf wenn der Hass dann fällt, wenn die Grünen nicht mehr dabei sind?
Diese Leute verstehen u.a. auch nicht, dass �leinnahmen hauptsächlich an Länder fliesen, die gegenüber uns bzw. unserer Lebensweise nicht freundlich eingestellt sind. Je früher wir vom �l wegkommen, desto bessser.
Sehr richtig... selbst in den USA galt es mal kurze Zeit als unpatriotisch Autos mit großem Verbrauch zu fahren, da man damit seine Feinde unterstützte....
Das ist richtig und falsch zugleich.
Wenn alles "sauber" läuft, vergibt der Produzent eine ID pro Teil, die dann in der Blockchain fälschgungssicher nachverfolgt werden kann. Das "Original" wird dann verbaut im Flugzeug und nach Lebensende entsorgt.
Wenn jemand etwas günstig nachbauen will, wie kommt er dann in die Lieferkette rein? Er muss entweder eigene IDs vergeben, was dann aber schnell über die Unveränderlichkeit das faule Ei der Kette auszumachen, das ein nicht zertifiziertes Produkt in den Umlauf gebracht hat.
Ein physisch nachgemachtes Teil anstelle eines Originals zu verwenden würde nicht wirtschaftlich sinnvoll sein, denn jedes Teil/jede ID ist nur einmal in Nutzung und würde durch die Blockchain abgesichert sein gegen mehrfache Verwendung.
Im übrigen ließen sich die Echtheit schon über den Zertifizierungsprozess spannen, so dass der Ausgangspunkt einer Blockchain schon in einer Zulassungbehörde liegen kann.
Blockchain ist mehr als nur für IT Berater - die guten finden auch ein reeles "Anwendungsgebiet" ;)
Ist schon richtig, das kann man machen, allerdings nur für Teile, die eine Identität, zB eine Seriennummer haben. Auf der Ebene darunter gibt es schon Stangenware, Halbzeuge, Teile auf Rollen (zB SMD Widerstände), Schüttgut, die als Massenware ins System kommen und daher auch nicht einzeln trackbar sind, bzw für die die Trackingkosten pro einzelnem Teil den Produktpreis wesentlich beeinflussen würden.
Das gleiche Problem gibt es beim Kerosin.
Eine t Kerosin hat keine Identität, die man tracken könnte.
Ob das Kerosin beim Empänger das gleiche ist, das beim Lieferanten rausgeht, ist nicht überprüfbar. Mit oder ohne fälschungssicheres öffentliches Register.
Das ist richtig und falsch zugleich.
Wenn alles "sauber" läuft, vergibt der Produzent eine ID pro Teil, die dann in der Blockchain fälschgungssicher nachverfolgt werden kann. Das "Original" wird dann verbaut im Flugzeug und nach Lebensende entsorgt.
Wenn jemand etwas günstig nachbauen will, wie kommt er dann in die Lieferkette rein? Er muss entweder eigene IDs vergeben, was dann aber schnell über die Unveränderlichkeit das faule Ei der Kette auszumachen, das ein nicht zertifiziertes Produkt in den Umlauf gebracht hat.
Ein physisch nachgemachtes Teil anstelle eines Originals zu verwenden würde nicht wirtschaftlich sinnvoll sein, denn jedes Teil/jede ID ist nur einmal in Nutzung und würde durch die Blockchain abgesichert sein gegen mehrfache Verwendung.
Im übrigen ließen sich die Echtheit schon über den Zertifizierungsprozess spannen, so dass der Ausgangspunkt einer Blockchain schon in einer Zulassungbehörde liegen kann.
Blockchain ist mehr als nur für IT Berater - die guten finden auch ein reeles "Anwendungsgebiet" ;)