Behörde weist auf Sicherheitsrisiken im TCAS hin
WASHINGTON - Manipulierte GPS-Signale sind ein Sicherheitsrisiko für zivile Flüge. In der Regel sind die Störungen regional begrenzt, Piloten vorgewarnt. Die US-Bundesbehörde für Cybersicherheit CISA weist jetzt auf ein weiteres Einfallstor für Attacken auf die zivile Luftfahrt hin: Schwachstellen im Kollisionswarnsystem TCAS.
Im Anflug auf den Ronald Reagan Airport von Washington D.C. überqueren Flugzeuge die Stelle, an der am 29. Januar 2025 eine CRJ-700 und eine UH-60 in der Luft kollidierten.
Ausgerechnet in diesem Korridor schickte das TCAS gerade Fehlalarme in mehrere Cockpits
- das System wähnte am 1. März mehrere Flüge auf Kollisionskurs. "Das geht schon den ganzen Morgen so", antwortete die Flugsicherung einer Crew, die zuvor den Erhalt einer TCAS-Ausweichanweisung gemeldet hatte.
Die US-Luftfahrtbehörde FAA will sich mit den Fehlalarmen befassen. Eine technische Störung ist denkbar. In Pilotenkreisen wurde trotzdem Frage laut, ob sich das TCAS von außen manipulieren lässt.
Tatsächlich besteht ein solches Risiko. Der Piloteninformationsdienst
"OpsGroup" weist auf eine erst im Januar 2025 von der
US-Bundesbehörde für Cybersicherheit CISA hierzu veröffentlichte Analyse hin.
Manipulierte Positionsdaten könnten vom TCAS demnach als Verkehr interpretiert werden - auf dem TCAS-Display taucht dann ein Flugzeug auf, das es gar nicht gibt. "In anderen Worten: Die Besatzungen weichen Schatten aus", fasst die OpsGroup das Risiko zusammen.
Ältere TCAS-Systeme seien zudem für eine direkte Manipulation anfällig - Hacker könnten vom Boden aus an der System-Empfindlichkeit drehen.
© aero.de | Abb.: Airbus | 18.03.2025 06:41
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Beitrag vom 19.03.2025 - 11:11 Uhr
TCAS ist kein Magenta.
Wie soll dich dein Fliegerisches Knowhow vor dem intruder schützen?
Beitrag vom 19.03.2025 - 08:21 Uhr
Man kann nur staunen, was für ein Drecksgesindel sich auf unserem Globus rumtreibt, dass Sicherheitssysteme wie TCAS manipuliert und damit andere Menschen an Leib und Leben gefährdet.
Ja, der ganze Magenta-Dreck muss weg. Fliegerisches Know-how muss mehr in den Vordergrund kommen! Hier liegt schließlich die Verantwortung für sicheres Fliegen!
Beitrag vom 19.03.2025 - 08:09 Uhr
Man kann nur staunen, was für ein Drecksgesindel sich auf unserem Globus rumtreibt, dass Sicherheitssysteme wie TCAS manipuliert
Das ist nicht gesagt. Es gibt Fehlalarme in einem bestimmten Bereich und es gibt laut CISA die technische Möglichkeit der technischen Manipulation.
Das zusammen heißt aber noch nicht unbedingt, dass tatsächlich jemand manipuliert hat.
GPS _wird_ dagegen mainpuliert. Die Entwicklung derartiger Geräte wurde allerdings auch stark durch die Tatsache motiviert, dass GPS auch zur Zielfindung von Munition eingesetzt wird.
Man sollte das "Drecksgesindel" dahingehend ausschalten, indem man solche sicherheitsrelevanten Anlagen/Geräte störungssicher konzipiert, bzw. bekannt leicht manipulierbare Anlagen sofort austauscht.
Es ist denke ich nicht möglich, auf ADS-B basierende Systeme störungssicher zu implementieren, da Systeme aller Hersteller weltweit kompatibel sein müssen, um zu funktionieren. Damit benötigt man offene Spezifikationen. Und damit kann jeder nachlesen wie es funktioniert und sich überlegen, wie man es stören bzw in diesem Fall wohl eher manipulieren könnte.
Und der Gedanke, mit einem eigenen ADS-B Sender virtuelle Flugzeuge zu erzeugen, ist jetzt schon relativ naheliegend und wurde in der Vergangenheit auch schon öfter diskutiert.
Der Rest ist eine Frage der kriminellen Energie.
Kommentare (5) Zur Startseite
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Wie soll dich dein Fliegerisches Knowhow vor dem intruder schützen?
Ja, der ganze Magenta-Dreck muss weg. Fliegerisches Know-how muss mehr in den Vordergrund kommen! Hier liegt schließlich die Verantwortung für sicheres Fliegen!
Das ist nicht gesagt. Es gibt Fehlalarme in einem bestimmten Bereich und es gibt laut CISA die technische Möglichkeit der technischen Manipulation.
Das zusammen heißt aber noch nicht unbedingt, dass tatsächlich jemand manipuliert hat.
GPS _wird_ dagegen mainpuliert. Die Entwicklung derartiger Geräte wurde allerdings auch stark durch die Tatsache motiviert, dass GPS auch zur Zielfindung von Munition eingesetzt wird.
Man sollte das "Drecksgesindel" dahingehend ausschalten, indem man solche sicherheitsrelevanten Anlagen/Geräte störungssicher konzipiert, bzw. bekannt leicht manipulierbare Anlagen sofort austauscht.
Es ist denke ich nicht möglich, auf ADS-B basierende Systeme störungssicher zu implementieren, da Systeme aller Hersteller weltweit kompatibel sein müssen, um zu funktionieren. Damit benötigt man offene Spezifikationen. Und damit kann jeder nachlesen wie es funktioniert und sich überlegen, wie man es stören bzw in diesem Fall wohl eher manipulieren könnte.
Und der Gedanke, mit einem eigenen ADS-B Sender virtuelle Flugzeuge zu erzeugen, ist jetzt schon relativ naheliegend und wurde in der Vergangenheit auch schon öfter diskutiert.
Der Rest ist eine Frage der kriminellen Energie.