FRANKFURT - Lufthansa fädelt die erste Boeing 787-9 mit Allegris-Produkt in den Flugplan ein. Der Neuzugang ist im Oktober fest auf der Lufthansa-Linie von Frankfurt nach Toronto eingeplant. Buchungsmöglichkeiten in der Business Class schränkt Lufthansa auf wenige Sitze ein.
Die D-ABPF bringt Allegris an das Frankfurter Drehkreuz: Lufthansa hat am Freitag ihre erste Boeing 787-9 mit dem neuen Bordprodukt aus den USA nach Frankfurt überführt.
Nach einer Restaufrüstung geht die Maschine auf Linie. "Aero Routes" meldet hierzu Neueintragungen im Lufthansa-Flugplan. Ab 9. Oktober übernimmt die 787-9 die Linie Frankfurt-Toronto. Lufthansa hatte die kanadische Metropole bereits als erstes Allegris-Ziel aus Frankfurt bestätigt.
In der Business Class kann Lufthansa vorerst augenscheinlich nur vier der 28 Sitze pro Flug vermarkten - die Airline rechnet mit einer finalen und vollständigen Kabinenzulassung FAA aber noch vor Jahresende.
"Wir werden das Flugzeug daher anfangs nur auf Linien (…) einsetzen, auf denen wir nicht viel Business-Class-Nachfrage haben", sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr Ende Juli in Frankfurt.
Die US-Luftfahrtaufsicht fordert umfangreiche Belastungstests vor Abnahme der Installation der Business-Class-Module, das hat die Auslieferungen um Monate verzögert.
Laut Flugplandaten stellt Lufthansa auch die Linie Frankfurt-Bangalore von einem 747-400-Umlauf auf eine 787-9-Bedienung um.
Lufthansa erwartet bis Jahresende Auslieferungen von bis zu neun weiteren 787-9 mit dem neuen Allegris-Produkt an das Frankfurter Drehkreuz. Zum Sommerflugplan 2026 soll die neue Teilflotte 15 Flugzeuge umfassen.
© aero.de | Abb.: Lufthansa | 02.09.2025 17:13
Um einen Kommentar schreiben zu können, müssen Sie sich bei aero.de
registrieren oder
einloggen.
Beitrag vom 03.09.2025 - 11:43 Uhr
Vielleicht liegt die Peinlichkeit ja auch nicht bei LH sondern bei Boeing? Oder beim Sitzehersteller? Die Maschinen dennoch schon nutzen zu wollen macht durchaus Sinn.
Ok, aber warum hat diese Entscheidung dann so lange gedauert?
Weil man die Erlaubnis brauchte. Die Idee auch ganz ohne C Sitze gab es ja auch schon mal in der Diskussion. Einfach bereit sein für den Ramp-Up.
Die 789 standen ja schon etwas länger rum.
Deswegen
Die Frage wird sein, welche Strecken man ohne C fliegen kann, bzw. wohin man ein All-Eco voll bekommt...
Diese Fragen sind doch schon beantwortet. Toronto fängt an, Montreal wurde schon mal genannt, den Rest schaut man sich an den Buchungszahlen/Prognosen an.
Auch wenn man die Eco nicht voll bekommt, es geht auch darum genug lizensiertes und erfahrenes Personal zu haben. Wenn die Flieger alle auf einen Schlag kommen würden, wäre das schwierig. So fährt man das Personal hoch und ist für die Auslieferungen bereit. Egal, was hinten drin ist. Die paar Monate bis Ende des Jahres sind da nicht (mehr) spielentscheidend.
Auch damit es nicht wieder heißt, man würde kurzfristig die Richtung ändern. So umfliegt man geplant das Gewitter ;-)
Dieser Beitrag wurde am 03.09.2025 11:44 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 03.09.2025 - 11:23 Uhr
Was für ein Armutszeugnis einer ehemals deutschen Vorzeigeairline.
Peinlich,dass man überhaupt mit einer derartigen Einschränkung anfängt,ist ja an Peinlichkeit kaum zu überbieten.
Welche(r) Manager ist/sind eigentlich dafür verantwortlich?
FAA/EASA? Das hart doch damit zu tun, dass der Zulassungsprozess immer komplizierter wurde und gleichzeitig die FAA mit anderen Themen beschäftigt war. Ich habe noch nie vernommen, dass massive konstruktive Mängel die Ursache waren?
Beitrag vom 03.09.2025 - 11:18 Uhr
Vielleicht liegt die Peinlichkeit ja auch nicht bei LH sondern bei Boeing? Oder beim Sitzehersteller? Die Maschinen dennoch schon nutzen zu wollen macht durchaus Sinn.
Ok, aber warum hat diese Entscheidung dann so lange gedauert? Die 789 standen ja schon etwas länger rum. Die Frage wird sein, welche Strecken man ohne C fliegen kann, bzw. wohin man ein All-Eco voll bekommt...
Kommentare (10) Zur Startseite
Um einen Kommentar schreiben zu können, müssen Sie sich bei aero.de registrieren oder einloggen.
Vielleicht liegt die Peinlichkeit ja auch nicht bei LH sondern bei Boeing? Oder beim Sitzehersteller? Die Maschinen dennoch schon nutzen zu wollen macht durchaus Sinn.
Ok, aber warum hat diese Entscheidung dann so lange gedauert?
Weil man die Erlaubnis brauchte. Die Idee auch ganz ohne C Sitze gab es ja auch schon mal in der Diskussion. Einfach bereit sein für den Ramp-Up.
Die 789 standen ja schon etwas länger rum.
Deswegen
Die Frage wird sein, welche Strecken man ohne C fliegen kann, bzw. wohin man ein All-Eco voll bekommt...
Diese Fragen sind doch schon beantwortet. Toronto fängt an, Montreal wurde schon mal genannt, den Rest schaut man sich an den Buchungszahlen/Prognosen an.
Auch wenn man die Eco nicht voll bekommt, es geht auch darum genug lizensiertes und erfahrenes Personal zu haben. Wenn die Flieger alle auf einen Schlag kommen würden, wäre das schwierig. So fährt man das Personal hoch und ist für die Auslieferungen bereit. Egal, was hinten drin ist. Die paar Monate bis Ende des Jahres sind da nicht (mehr) spielentscheidend.
Auch damit es nicht wieder heißt, man würde kurzfristig die Richtung ändern. So umfliegt man geplant das Gewitter ;-)
Dieser Beitrag wurde am 03.09.2025 11:44 Uhr bearbeitet.
Peinlich,dass man überhaupt mit einer derartigen Einschränkung anfängt,ist ja an Peinlichkeit kaum zu überbieten.
Welche(r) Manager ist/sind eigentlich dafür verantwortlich?
FAA/EASA? Das hart doch damit zu tun, dass der Zulassungsprozess immer komplizierter wurde und gleichzeitig die FAA mit anderen Themen beschäftigt war. Ich habe noch nie vernommen, dass massive konstruktive Mängel die Ursache waren?
Vielleicht liegt die Peinlichkeit ja auch nicht bei LH sondern bei Boeing? Oder beim Sitzehersteller? Die Maschinen dennoch schon nutzen zu wollen macht durchaus Sinn.
Ok, aber warum hat diese Entscheidung dann so lange gedauert? Die 789 standen ja schon etwas länger rum. Die Frage wird sein, welche Strecken man ohne C fliegen kann, bzw. wohin man ein All-Eco voll bekommt...