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Polen und Lettland schränken Luftverkehr an Ostgrenze ein

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WARSCHAU - Nach dem Eindringen russischer Drohnen in den Luftraum über Polen schränkt das Land den Luftverkehr im Osten ein. Die Auflagen gelten bis zum 9. Dezember entlang der Grenze zu Belarus und der Ukraine für den Luftraum vom Erdboden bis zu 3.000 Meter Flughöhe, wie ein Sprecher der Luftfahrtbehörde der Nachrichtenagentur PAP sagte.

Innerhalb dieser Zone ist von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang jeglicher Flugverkehr verboten, eine Ausnahme gilt für Militärmaschinen.

Für zivile Drohnen gilt ein Flugverbot rund um die Uhr. Tagsüber gelten für zivile Flugzeuge konkrete Auflagen. Sie müssen mit bestimmten Transpondern zur Kommunikation mit der Flugleitstelle ausgestattet sein.

Während eines russischen Luftangriffs auf die Ukraine in der Nacht auf Mittwoch war eine große Zahl an Drohnen in den Luftraum Polens und damit der Nato geraten. Die polnische Luftwaffe und andere Nato-Verbündete in Polen schossen erstmals einige russische Drohnen ab.

Unterdessen wird Lettland wegen der abgeschossenen Drohnen über Polen seinen Luftraum an der Ostgrenze zu Belarus und Russland für eine Woche sperren. Die Anordnung werde bis zum 18. September mit der Möglichkeit einer Verlängerung gelten, kündigte Verteidigungsminister Andris Spruds auf einer Pressekonferenz in Riga an. Die Entscheidung basiere auf einer Lageeinschätzung der Armee des baltischen EU- und NATO-Landes.

Spruds sagte, dass das Eindringen russischer Drohnen eine eklatante Verletzung des NATO-Luftraums darstelle. Lettland müsse handeln. Er versicherte, dass gegenwärtig keine direkte Bedrohung bestehe, aber Präventivmaßnahmen nötig seien.

Russische Drohnen im NATO-Luftraum sind "Warnsignal"

Die Schließung des Luftraums erleichtere die Erkennung nicht autorisierter Flugobjekte. "Russische unbemannte Luftfahrzeuge im NATO-Luftraum sind ein Warnsignal, und wir müssen alles tun, um eine Eskalation der Drohnenangriffe zu verhindern", sagte Spruds.

Lettland ist ebenso wie seine Nachbarn an der Nato-Ostflanke wegen einer Militärübung im benachbarten Belarus in Alarmbereitschaft. Dort beginnt Ende der Woche das Manöver "Sapad-2025" (Westen-2025), bei dem Soldaten aus Russland und Belarus gemeinsam trainieren sollen. In Lettland findet parallel bereits landesweit eine große Verteidigungsübung statt.
© dpa-AFX | Abb.: Pansa | 11.09.2025 11:59


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