YouGov-Umfrage
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So stehen die Bürger zur Ticketsteuersenkung

Eurowings Airbus A321neo
Eurowings Airbus A321neo, © Eurowings

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BERLIN - Die geplante Senkung der Luftverkehrssteuer trifft in einer neuen YouGov-Umfrage bei 43 Prozent der Deutschen auf Zustimmung - und bei genauso vielen auf Ablehnung.

In der Befragung im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sagten 19 Prozent der knapp 2.400 Befragten, sie befürworteten den Plan "voll und ganz", weitere 24 Prozent unterstützen ihn "eher". Dagegen sagten 23 Prozent, sie lehnten das Vorhaben eher ab, weitere 20 Prozent "voll und ganz".

Die schwarz-rote Koalition will zum 1. Juli 2026 die sogenannte Ticketsteuer für Flugreisen senken, was die Steuerzahler etwa 350 Millionen Euro kostet. Sie hofft auf mehr Flugverbindungen und womöglich auch niedrigere Ticketpreise. Kritiker wenden ein, dass damit der klimaschädliche Flugverkehr gefördert werde und die Ankündigung ein schlechtes Signal an die laufende Weltklimakonferenz in Brasilien sende.

Insgesamt finden 42 Prozent der von YouGov Befragten, die Bundesregierung tue zu wenig für den Klimaschutz. 22 Prozent sehen die Klimaschutzmaßnahmen der Regierung im Umfang als genau richtig an. 23 Prozent sagten, die Bundesregierung tue zu viel für den Klimaschutz. 13 Prozent machten keine Angaben.

YouGov befragte zwischen dem 14. und dem 18. November 2.387 Menschen. Die Fehlertoleranz beträgt bei einem Anteilswert von 50 Prozent plus/minus 2,01 Prozentpunkte. Bei einem Anteilswert von 5 Prozent sind es 0,87 Punkte./
© dpa | 20.11.2025 06:48

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Beitrag vom 21.11.2025 - 09:26 Uhr
Die Fehlertoleranz beträgt bei einem Anteilswert von 50 Prozent plus/minus 2,01 Prozentpunkte. Bei einem Anteilswert von 5 Prozent sind es 0,87 Punkte.

Schön zu sehen, dass bei einer DPA Meldung mal der Fehlerbalken mit angeben wird :)

Insgesamt finden 42 Prozent der von YouGov Befragten, die Bundesregierung tue zu wenig für den Klimaschutz. 22 Prozent sehen die Klimaschutzmaßnahmen der Regierung im Umfang als genau richtig an. 23 Prozent sagten, die Bundesregierung tue zu viel für den Klimaschutz.

Zum Inhalt: Hätte nicht gedacht, dass der Umfang des aktuellen Umweltschutzes bei 77% der Bevölkerung nicht auf Ablehnung stößt...
Eventuell ist ein Umdenken in der Bevölkerung doch ein deutlich größeres Wachstumshindernis für die Luftfahrt, als Viele hier annehmen.

Ja, immer wieder interessant, wie sich die Aussage ändert, je nachdem wie man die Statistiken liest.

Schon erstaunlich, dass eine Mehrheit der Befragten (58%) keine weiteren Klimaschutzmaßnahme der Regierung befürwortet.

Was machen wir jetzt aus den beiden Aussagen? Wir bleiben bei dem was wir an Maßnahmen jetzt haben?

Mein Plädoyer wäre, alle staatlichen Maßnahmen und vor allem
Steuern die mit Klima zu tun haben zu streichen. Klimaschutz ist im ureigenen Interesse jedes Unternehmens, dafür braucht es keinen Staat der einem erzählt die Welt ginge unter wenn sie uns nicht noch mehr besteuern würden. Klimaschutz ist gleich Optimierung von Ressourcen. Jedes Unternehmen möchte mit weniger Input (z.B. Kerosinverbrauch) die Rendite steigern. In einer gesunden Marktwirtschaft braucht es keine künstlichen Eingriffe und schon gar keine Steuern auf Luft

Ja klar:
"Klimaschutz ist im ureigenen Interesse jedes Unternehmens, ...".
Selten so gelacht - glauben Sie das wirklich?

So sieht das nämlich in der Realität aus:

 https://www.aero.de/news-51222/Luftverkehr-reisst-erneut-Klimaziele.html

Beitrag vom 21.11.2025 - 08:38 Uhr
Die Fehlertoleranz beträgt bei einem Anteilswert von 50 Prozent plus/minus 2,01 Prozentpunkte. Bei einem Anteilswert von 5 Prozent sind es 0,87 Punkte.

Schön zu sehen, dass bei einer DPA Meldung mal der Fehlerbalken mit angeben wird :)

Insgesamt finden 42 Prozent der von YouGov Befragten, die Bundesregierung tue zu wenig für den Klimaschutz. 22 Prozent sehen die Klimaschutzmaßnahmen der Regierung im Umfang als genau richtig an. 23 Prozent sagten, die Bundesregierung tue zu viel für den Klimaschutz.

Zum Inhalt: Hätte nicht gedacht, dass der Umfang des aktuellen Umweltschutzes bei 77% der Bevölkerung nicht auf Ablehnung stößt...
Eventuell ist ein Umdenken in der Bevölkerung doch ein deutlich größeres Wachstumshindernis für die Luftfahrt, als Viele hier annehmen.

Ja, immer wieder interessant, wie sich die Aussage ändert, je nachdem wie man die Statistiken liest.

Bzw. wie gezielt man statistische Ergebnisse im eigenen Interesse ins beste Licht rücken kann, ohne eine Falschaussage zu treffen. Klar, das war ja der Sinn dieser Formulierung :)

Was machen wir jetzt aus den beiden Aussagen? Wir bleiben bei dem was wir an Maßnahmen jetzt haben?

Die großräumige Presselandschaft vermittelt ja mittlerweile schon etwas den Eindruck, Umwelt- und Klimaschutz sei kein Mehrheitsthema mehr. Das gilt natürlich, aufgrund der Interessen der Autoren, auch für viele Posts im Aero Forum.
Auch unsere aktuelle Regierung geht ja im Bereich Energiepolitik eher in Richtung von Abbau des Umweltschutzes und mehr zurück zur fossilen Abhängigkeit.
Ich war daher von dem doch sehr deutlichen Ergebnis dieser Umfrage pro Umweltschutz tatsächlich positiv überrascht.

Und zur Ausgangsfrage: Mir ging es nicht darum, mehr oder weniger Umweltschutz zu fordern, sondern um die Anschuldigungen von Lufthansa und Interessenverbänden, "die Politik" würde sie behindern und nur deswegen hätten sie nach Corona kein phantastisches Wachstum mehr auf die Werte von 2019 erlebt.
Laut dieser Umfrage sind dafür auch andere Gründe - Umdenken der Kunden - denkbar.

Dieser Beitrag wurde am 21.11.2025 09:08 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 20.11.2025 - 21:37 Uhr
Klimaschutz ist im ureigenen Interesse jedes Unternehmens, dafür braucht es keinen Staat


:D

Aber wie krieg ich jetzt den O-Saft wieder aus der Tastatur?

Mal ernsthaft: Wenn das so märchenhaft funktionieren würde, wären die letzten 200 Jahre Industriegeschichte komplett anders verlaufen.


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