Unfallbilanz
15:48 Uhr

Schwere Flugunfälle forderten 2025 viele Todesopfer

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AI171, © Government of India

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FRANKFURT - Im vergangenen Jahr sind bei Unglücken im weltweiten zivilen Luftverkehr 418 Menschen ums Leben gekommen. Unter den Opfern waren neben 352 Passagieren sowie 33 Crewmitgliedern auch 33 Menschen am Boden, wie aus einer Bilanz des "Aviation Safety Network" hervorgeht, über die der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) berichtet.

Im Jahr 2024 hatte es nach einem drastischen Anstieg 334 Todesopfer gegeben. Trotz der kurzfristig erhöhten Opferzahlen sinke im langfristigen Vergleich die Zahl der Verunglückten im Verhältnis zur Passagierzahl tendenziell weiter, stellt der Verband fest.

Die statistische Wahrscheinlichkeit, durch einen Flugzeugabsturz ums Leben zu kommen, lag demnach im vergangenen Jahr bei 1 zu 11.459.330. Noch in den 1970er-Jahren war das Risiko mit 1 zu 264.000 wesentlich ungünstiger.

Zahl der Passagiere hat sich mehr als verzehnfacht

In einzelnen Jahren kamen damals bei einem sehr viel kleineren Verkehrsaufkommen mehr als 2.000 Menschen bei Flugzeugabstürzen ums Leben. Nach Prognosen der UN-Luftfahrtorganisation ICAO waren 2025 rund 4,7 Milliarden Passagiere unterwegs - mehr als zehnmal so viel wie in den 1970er-Jahren mit rund 440 Millionen Passagieren.

In die Statistik fließen Unfälle von Flugzeugen mit einer Kapazität von mindestens 14 Sitzen ein. Daten zu Unglücken mit kleineren Maschinen lagen zunächst nicht vor. Auch Unfälle von Militärflugzeugen werden nicht erfasst.

Von den zehn erfassten Unglücken mit Passagier- und Frachtmaschinen fand keines in Deutschland statt. Das schwerste Unglück ereignete sich am 12. Juni 2025, als eine Boeing 787-8 Dreamliner der Air India unmittelbar nach dem Start im indischen Ahmedabad zerschellte. 229 Fluggäste und 12 Crewmitglieder kamen ums Leben, während ein Passagier wie durch ein Wunder überlebte.

Am Boden starben 19 Unbeteiligte. Die Ermittlungen zur Ursache des plötzlichen Schubverlustes an beiden Triebwerken dauern noch an.

Bei der Mid-Air-Kollision einer CRJ-700 und einem Black-Hawk-Militärhubschrauber vor dem Ronald Reagan Airport von Washington D.C. kamen 29. Januar 2025 alle 67 Menschen in den beteiligten Maschinen ums Leben. UPS Flug 2976, der Startunfall einer MD-11 von UPS in Louisville, forderte am 4. November 2025 drei Todesopfer.
© dpa, aero.de | Abb.: NTSB | 02.01.2026 15:48


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