MÜNCHEN - Die CSU fordert angesichts wachsender Bedrohungen eine "lückenlose" Überwachung der gesamten Ostsee. Ein Positionspapier der Regierungspartei geht auch auf die Zukunft des europäischen Kampfjetprojekts FCAS ein. Die CSU will zudem die Beschaffung von Drohnen für die Bundeswehr beschleunigen.
Die CSU drängt auf eine stärkere militärische Überwachung kritischer Infrastrukturen in der Ostsee.
"Die zunehmenden Angriffe auf Tiefseekabel in der Ostsee, mutmaßlich durch die Schattenflotte Russlands, sind nicht hinnehmbar. Wir brauchen eine bessere Echtzeitüberwachung und wollen deshalb mit Hilfe neuester Technologien und Künstlicher Intelligenz eine gläserne Ostsee schaffen", heißt es in einer Passage aus einem Positionspapier der CSU.
Unbemannte Unterwasserdrohnen sollten dazu entlang kritischer Infrastrukturen patrouillieren und Sensornetze aufspannen.
Über das Papier hatten zunächst die "Augsburger Allgemeine" und die "Welt am Sonntag" berichtet. Es soll in der kommenden Woche bei der Klausur der CSU-Bundestagsabgeordneten im oberbayerischen Kloster Seeon beschlossen werden. Der Entwurf lag auch der Deutschen Presse-Agentur in München vor.
Stärkste konventionelle Armee Europas"Deutschland muss Verantwortung übernehmen und die stärkste konventionelle Armee Europas stellen, um gemeinsam mit unseren Bündnispartnern verteidigungsbereit und abschreckungsfähig zu sein", sagte Landesgruppenchef Alexander Hoffmann der "Welt am Sonntag".
Der Weg dorthin führe nicht über eine europäische Armee, sondern über ein Zusammenwachsen der Armeen Europas. "Dafür müssen wir massiv in unsere Bundeswehr investieren, Fähigkeitslücken schließen und Technologiehoheit gewinnen."
Unter anderem wird dazu im Papier die Entwicklung von Kampfjets des "Future Air Combat Systems" genannt. Das derzeit von Spanien, Frankreich und Deutschland gemeinsam vorangetriebene Projekt müsse auch auf nationaler Ebene forciert werden, sollte sich ein Partner zurückziehen.
Ferner werden bewaffnete Drohnen in allen Größenklassen gefordert: "So soll die Bundeswehr zu einer echten Drohnenarmee mit mindestens 100.000 Drohnen, die durch die Einbeziehung von KI und eigenen weltraumgestützten Fähigkeiten ihre volle Durchsetzungsfähigkeit erhält, werden."
© aero.de, dpa | Abb.: Helsing | 03.01.2026 10:57
Um einen Kommentar schreiben zu können, müssen Sie sich bei aero.de
registrieren oder
einloggen.
Beitrag vom 03.01.2026 - 21:29 Uhr
Selbst der Pensionär hat es bisher nicht geschafft so einen Mist in dieses Forum zu schreiben.
Seien Sie nicht so bescheiden.
Beitrag vom 03.01.2026 - 16:48 Uhr
Maduros Flugabwehr weiß gerade nicht mehr wo oben und unten ist und er selber wahrscheinlich auch nicht wobei bei der ganzen Aktion anscheinend kein einziger (!) Ami ums Leben kam aber mit Hochtechnologie kann das natürlich nichts zu tun haben denn die wäre ja viel zu teuer und fehleranfällig.
Selbst der Pensionär hat es bisher nicht geschafft so einen Mist in dieses Forum zu schreiben.
Well done GB.
Beitrag vom 03.01.2026 - 15:35 Uhr
Der Weg dorthin führe nicht über eine europäische Armee, sondern über ein Zusammenwachsen der Armeen Europas.
Von der unwahrscheinlichen Einigung auf eine einzige europäische Armee mal abgesehen ist eine große Armee immer effektiver als 27 kleine Armeen, die irgendwie "zusammenwachsen" sollen.
Einfach weil man 27 mal alle Overhead-Funktionen redundant mitschleppen muss, 27 mal Heer, mehrere kleine Marinen und kleine Luftwaffen, 27 x Beschaffungswesen, die sich alle nur um Kleinmengen inkompatibler Ausrüstung kümmern können, 27 Generalstäbe die nicht abgestimmte Entscheidungen treffen, etc.
Von solchen nationalen Geisterfahrten, wie Frankreich gerade eine bei FCAS hinlegt, ganz zu schweigen.
Das ist ineffizient, teuer und gefährlich für Europa.
Die USA wären militärisch ebenfalls bedeutungslos, hatten sie ausschließlich die Nationalgarden der einzelnen Bundesstaaten zur Verfügung.
Unter anderem wird dazu im Papier die Entwicklung von Kampfjets des "Future Air Combat Systems" genannt. Das derzeit von Spanien, Frankreich und Deutschland gemeinsam vorangetriebene Projekt müsse auch auf nationaler Ebene forciert werden, sollte sich ein Partner zurückziehen.
Modernisierung forcieren, gerne, aber bitte nicht den vorliegenden, über-komplexen FCAS Entwurf.
FCAS ist kein Weg zur Drohnen-Armee. FCAS ist ein Weg zu 15 Jahren Stillstand mit der anschließenden Erkenntnis, dass man ein bereits konzeptionell veraltetes Gerät einführen will - wenn es denn on-time bis 2040 überhaupt zum Einsatz käme.
FCAS wäre das 2030er-Gegenstück zur Maginot-Line.
Dieser Beitrag wurde am 03.01.2026 16:44 Uhr bearbeitet.
Kommentare (4) Zur Startseite
Um einen Kommentar schreiben zu können, müssen Sie sich bei aero.de registrieren oder einloggen.
Seien Sie nicht so bescheiden.
Selbst der Pensionär hat es bisher nicht geschafft so einen Mist in dieses Forum zu schreiben.
Well done GB.
Von der unwahrscheinlichen Einigung auf eine einzige europäische Armee mal abgesehen ist eine große Armee immer effektiver als 27 kleine Armeen, die irgendwie "zusammenwachsen" sollen.
Einfach weil man 27 mal alle Overhead-Funktionen redundant mitschleppen muss, 27 mal Heer, mehrere kleine Marinen und kleine Luftwaffen, 27 x Beschaffungswesen, die sich alle nur um Kleinmengen inkompatibler Ausrüstung kümmern können, 27 Generalstäbe die nicht abgestimmte Entscheidungen treffen, etc.
Von solchen nationalen Geisterfahrten, wie Frankreich gerade eine bei FCAS hinlegt, ganz zu schweigen.
Das ist ineffizient, teuer und gefährlich für Europa.
Die USA wären militärisch ebenfalls bedeutungslos, hatten sie ausschließlich die Nationalgarden der einzelnen Bundesstaaten zur Verfügung.
Unter anderem wird dazu im Papier die Entwicklung von Kampfjets des "Future Air Combat Systems" genannt. Das derzeit von Spanien, Frankreich und Deutschland gemeinsam vorangetriebene Projekt müsse auch auf nationaler Ebene forciert werden, sollte sich ein Partner zurückziehen.
Modernisierung forcieren, gerne, aber bitte nicht den vorliegenden, über-komplexen FCAS Entwurf.
FCAS ist kein Weg zur Drohnen-Armee. FCAS ist ein Weg zu 15 Jahren Stillstand mit der anschließenden Erkenntnis, dass man ein bereits konzeptionell veraltetes Gerät einführen will - wenn es denn on-time bis 2040 überhaupt zum Einsatz käme.
FCAS wäre das 2030er-Gegenstück zur Maginot-Line.
Dieser Beitrag wurde am 03.01.2026 16:44 Uhr bearbeitet.