Neue T-Stiel-Planungen
06:24 Uhr

Powerriegel für den Flughafen München

Flughafen München T2-Satellit
Flughafen München T2-Satellit, © Lufthansa

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MÜNCHEN - Lufthansa braucht an ihren deutschen Drehkreuzen mehr Spielfläche. Für den Flughafen München wird ein Ausbaukonzept reaktiviert - der "T-Stiel". Eine Erweiterung des T2-Satelliten verspricht Kapazitäten für zehn Millionen Passagiere pro Jahr extra. Das ist der aktuelle Stand.

Lufthansa setzt in der Mainline voll auf die Interkont-Karte. Die Strategie wirft an den deutschen Drehkreuzen ihre Schatten voraus: Lufthansa und der Flughafen München kramen Ausbaupläne aus der Schublade.

Lufthansa und Flughafenbetreiber FMG unterhalten das T2 in einem 40/60-Joint-Venture, 2019 hatten Lufthansa und Flughafen ein Erweiterungsmodell für den T2-Satelliten skizziert.

Das Satellitengebäude hatte bei der Inbetriebnahme 2016 die T2-Kapazität von 25 auf 36 Millionen Jahrespassagiere erhöht, das ist absehbar zu wenig. Ein im rechten Winkel vom T2-Satelliten nach Osten abgehender Ast, der sogenannte "T-Stiel", soll die T2-Kapazität um weitere 10 Millionen Passagiere erhöhen.

Lufthansa und FMG hatten das T-Stiel-Projekt 2019 mit einer Absichtserklärung in Angriff genommen, bevor die Pandemie die Planungen 2020 abrupt stoppte.

Inzwischen sprechen die T2-Partner wieder über den T-Stiel. Auf Nachfrage von aero.de bestätigt der Flughafen München, "dass das Projekt zur Erweiterung des T-Stiels am Satellitengebäude von der FMG und der Lufthansa wieder aufgenommen wurde".

Über den Wiederanlauf der Planungen hatte zunächst das "Handelsblatt" berichtet. Laut Flughafen steckt das Vorhaben noch in einem "frühen Stadium". 

Lufthansa plant einen starken Ausbau ihrer Langstreckenaktivitäten. Ende September 2025 hatte das Management Investoren auf einem Kapitalmarkttag auf die neue Strategie eingeschworen. Lufthansa will in der Flotte asynchron wachsen - die Zahl der Großraumflugzeuge soll steigen, die Stärke der Kontflotte unverändert bleiben.

Die deutschen Interkontdrehkreuze Frankfurt und München müssen mitwachsen - ab 2030 stieße Lufthansa sonst an beiden Airports an Grenzen, heißt es aus dem Konzernumfeld.

Lufthansa will Joint Venture mit Fraport schmieden

In Frankfurt hat Lufthansa Aussicht auf T2-Kapazität für zwölf Millionen Passagiere. Der Flughafenbetreiber Fraport legt T1 und T2 zu einem großen Lufthansa- und Star-Alliance-Revier zusammen. Lufthansa strebt nach "Handelsblatt"-Informationen dabei wie am Flughafen München eine Mitbetreiberfunktion an.
© aero.de | Abb.: Lufthansa | 20.01.2026 06:24


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