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Am 22. April 2026 steht ein wichtiger Termin im Fraport-Kalender - der Frankfurter Flughafen nimmt an diesem Tag das neue Terminal 3 in Betrieb: 57 Fluggesellschaften siedeln in vier Wellen aus dem T2 ins T3 über, darunter Schwergewichte wie Air France, British Airways, Delta oder Emirates.
Fraport räumt das T2 für eine Generalsanierung komplett. Der Betreiber will T2 und T1 ineinander integrieren, grob eine Milliarde Euro soll das kosten. Der entstehende Komplex soll später exklusiv von Lufthansa und ihren Star-Alliance-Partnern genutzt werden.
Wie das "Handelsblatt" unter Berufung auf Lufthansa-Kreise schreibt, will Lufthansa in Frankfurt über eine Kundenbeziehung zu Fraport hinaus: Lufthansa strebe mit Blick auf die T1/T2-Integration ein Joint Venture mit dem Flughafenbetreiber an.
Mit dem Modell hat Lufthansa Erfahrung - am Drehkreuz München betreibt Lufthansa seit 2003 das T2 zusammen mit der Flughafengesellschaften in einem 40/60-Joint-Venture, das 2016 um den Betrieb des Satellitenterminals am T2 erweitert wurde.
Lufthansa ist mit 8,44 Prozent Anteil nach Hessen und den Stadtwerken Frankfurt der drittgrößte Fraport-Einzelaktionär und mit einem Sitz im Aufsichtsrat des Flughafenbetreibers vertreten. Das Mandat übt derzeit Lufthansa-Konzernvorstand Michael Niggemann aus. In Frankfurt ist die Lufthansa-Gruppe mit Verkehrsanteilen von über 60 Prozent der dominierende Nutzer.
Im T1 kann Fraport rund 60 Millionen Passagiere pro Jahr abfertigen. Das T3 wird im aktuellen Ausbaustand mit rund 20 Millionen Passagieren etwa acht Millionen Fluggäste pro Jahr mehr stemmen als das T2.
"Wir schließen 12 Millionen, wir öffnen 20 Millionen", sagte Fraport-Finanzvorstand Matthias Zieschang im Sommer 2025 in Frankfurt. Noch reichen Lufthansa die T1-Kapazitäten locker. Mit dem Aufbau der Teilflotten Boeing 787-9 und 777-9 und steigenden Star-Alliance-Verkehren könnte Lufthansa die T1-Kapazität aber schon gegen Ende des Jahrzehnts ausreizen.
Im T2 geht Fraport-Chef Stefan Schulte nach umfangreichen Planungsarbeiten von einem Baubeginn im Jahr 2028 aus.
"Vollständig verlinkte Infrastruktur"
Kernstück der Terminalintegration wird ein "zentralisierter Sicherheitsbereich im Terminal 2 für den künftigen Hubverkehr zwischen Terminal 1 und Terminal 2", hatte Zieschang die Umbaupläne schon 2023 grob umrissen.
Die Herstellung einer "vollständig verlinkten Infrastruktur zwischen Terminal 1 und Terminal 2 für den Hubverkehr" von Lufthansa und der Star Alliance werde voraussichlich drei Jahre in Anspruch nehmen - und damit genau die Wachstumspläne des Lufthansa-Bündnisses in Frankfurt treffen.
© aero.de, dpa | Abb.: Fraport | 14.01.2026 06:21







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