Teurer Ausbau
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Heathrow fordert "Klarheit" über künftige Regulierung

Animation zum Heathrow-Ausbau
Animation zum Heathrow-Ausbau, © Heathrow Airports Limited

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LONDON - Das Ausbaukonzept für London Heathrow steht - der British-Airways-Hub plant eine umgerechnet 57 Milliarden Euro teure Erweiterung seines Pisten- und Terminalsystems. Nun machen die Heathrow-Investoren Druck - der Flughafen will erst in die Detailplanung einsteigen, wenn Gebührenspielräume klar sind.

84,46 Millionen Passagiere: London-Heathrow ging 2025 leicht unter den eigenen Erwartungen ins Ziel, ein Rekordjahr war es dennoch. Der größte Flughafen in Europa stößt mit einem Zwei-Pisten-System inzwischen an seine Grenzen - Heathrow wird erweitert.

Zwei Ausbaukonzepte lagen 2025 noch auf dem Tisch. Die Airportgesellschafter forcierten eine 3.500 Meter lange Piste, Hauptnutzer British Airways hatte sich angesichts enormer Baukosten - und drohender Gebührenschocks - für eine 2.800-Meter-Bahn ausgesprochen.

Ende 2025 verkündete die britische Regierung ihre Entscheidung: Heathrow bekommt die große Lösung. Der Betreibervorschlag "stellt die Basis für die weiteren Planungen", teilte das britische Verkehrs- und Infrastrukturministerium im vergangenen November mit.

Die "weiteren Planungen" treten schon Anfang 2026 in eine entscheidende Phase ein. "Die Regierung hat einen Zeitplan festgelegt, um bis 2029 eine Baugenehmigung zu erteilen und eine dritte Start- und Landebahn in zehn Jahren in Betrieb zu nehmen", teilte der Flughafen diese Woche mit - versehen mit einem großen Aber.

Die privaten Heathrow-Gesellschafter um die französische Investorengruppe Ardian und die Staatsfonds Katars und Saudi-Arabiens unterstützen die Erweiterung zwar "weiterhin nachdrücklich".

Das Projekt werde aber erst dann fortgesetzt, "wenn die erforderlichen rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen feststehen", stellte Heathrow im selben Atemzug klar. Entscheidungen zu diesen "wichtigen Fragen" erwartet Heathrow "im Laufe des Jahres 2026".

Konkret fordert der Flughafen von der britischen Flughafenbehörde CAA "Klarheit" über das "langfristige Regulierungsmodell" - und damit den Gebührenrahmen, an dem sich entscheidet, "wie die anfänglichen Kosten wieder hereingeholt werden können".

Ausbaukosten: 57 Milliarden Euro

Allein die Realisierung der 3.500 Meter langen dritten Start- und Landebahn im Nordwesten des Flughafenareals wird - unter anderem wegen einer notwendigen Verlegung eines Autobahnschnitts - mit rund 21 Milliarden Pfund sieben Milliarden Pfund teurer als noch 2019 veranschlagt.

Für einen Terminalneubau, das "T5X", setzt Heathrow weitere 12 Milliarden Pfund an. Nochmal 15 Milliarden Pfund sollen in die Modernisierung bestehender Infrastrukturen und eine Erweiterung des T2 fließen. Umgerechnet wird der von den Gesellschaftern finanzierte Ausbau bis zu 57 Milliarden Euro verschlingen.
© aero.de | Abb.: Heathrow Airport | 19.01.2026 06:28

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Beitrag vom 19.01.2026 - 18:29 Uhr
Ist das so einfach?
Die Kosten für Enteignung, Anbindung etc. kosteten nichts für IST bzw. PKX. Die Lohnkosten, der technische Arbeitsplatzschutz usw. sollten auch berücksichtigt werden.
Die neue Piste für Heathrow dürfte auch nicht "viel" kosten.
Die Londoner würden sich sicherlich freuen, wenn der Flughafen woandes gebaut würde - bis auf die MA des/am Flughafen, die vielleicht einen längeren Weg zum Arbeitsplatz hätten.
Beitrag vom 19.01.2026 - 16:49 Uhr
Volle Zustimmung. Selbst wenn diese Grundstücke enthalten sind ändert das ja nichts an den massiven Kosten die ja auch irgendwie wieder erwirtschaftet werden müssen. Großflughäfen wie Istanbul (IST) oder Beijing PKX) haben deutlich unter 20 Milliarden gekostet und sind komplette Neubauten die am Ende sogar größer sind. Ich würde da mehr Sinn in einem Neubau oder bspw. einer Erweiterung in Gatwick sehen.
Beitrag vom 19.01.2026 - 09:37 Uhr
Diese Zahlen laufen irgendwie völlig aus dem Ruder. 57 Milliarden Euro für ein Terminal, eine Bahn und Modernisierungen.

Gut möglich, dass diese Preise einfach die Kosten für die benötigten Grundstücke enthält.

Für die Kosten sollten sich die Londoner vielleicht einmal fragen, ob ein neuer Flughafen nicht sinnvoller wäre. Die Kosten für den Neubau könnten durch den Verkauf der Grundstücke des aktuellen Flughafen gedeckt werden.


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