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Lufthansa bricht Linienflug nach Riad ab

Lufthansa Airbus A350-1000
Lufthansa Airbus A350-900, © Lufthansa

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FRANKFURT - Die Lufthansa hat einen Linienflug von München in die saudi-arabische Hauptstadt Riad aus Sicherheitsgründen abgebrochen.

Der Kapitän habe in Rücksprache mit der Zentrale entschieden, nach Kairo abzudrehen, sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr in Frankfurt. "Sicherheit geht vor." Laut Lufthansa war der saudische Flughafen zum Zeitpunkt des Anflugs gesperrt.

Der voll gebuchte Rückflug aus Saudi-Arabien kann laut Lufthansa dennoch verspätet stattfinden. Die wenigen Passagiere des Hinflugs seien in Kairo ausgestiegen und dann umgebucht worden. Der Airbus A350-900 sollte noch am Abend am wieder geöffneten Flughafen in Riad landen, um den Rückflug zu absolvieren. Dieser wird am Samstagmorgen um 07.00 Uhr in München erwartet.

Derartige Situationen werde man in den kommenden Wochen noch häufiger sehen, sagte Spohr. Hintergrund ist die angespannte Sicherheitslage in der Region.

Ein zur Rückholung gestrandeter Franzosen Richtung Dubai gestarteter Air France-Flug hat unterdessen wegen Raketenbeschuss in der Region umkehren müssen. "Diese Situation zeugt von der Instabilität in der Region und der Komplexität der Rückholaktionen", sagte Frankreichs Verkehrsminister Philippe Tabarot.

Die Regierung hatte das Flugzeug gechartert, um französische Staatsbürger zurück nach Paris zu fliegen. "Wir sind uns der berechtigten Erwartungen unserer Landsleute vor Ort voll bewusst, aber ihre Rückkehr kann nur unter garantierten Sicherheitsbedingungen erfolgen", sagte der Minister.

Air France hatte den in Zusammenarbeit mit dem Außenministerium geplanten Flug am Nachmittag angekündigt. "Aufgrund der aktuellen Sicherheitslage am Zielort wird dieser Rückholflug ausgesetzt", hieß es dann einige Stunden später. "Die Sicherheit unserer Kunden und Besatzungsmitglieder hat für uns oberste Priorität."

Wie Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot dem Sender TF1 sagte, wollen rund 5.000 Franzosen die Krisenregion verlassen. 750 davon seien bereits zurückgeholt worden. Ein vierter Evakuierungsflug für französische Staatsbürger aus der Krisenregion traf am Donnerstag in Orleans ein.
© dpa | 06.03.2026 12:14


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