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Das "Foreign Carrier Permit" ist die Green Card für Fluggesellschaften. Wizz Air UK hat Anfang März - nur wenige Wochen nach Antragstellung - von den US-Behörden die Genehmigung für Flüge in die Vereinigten Staaten unter Open-Skies-Regeln erhalten.
"Wir haben keine Pläne für Linienflüge in die Vereinigten Staaten", hatte Wizz-Air-Manager Ian Malin als Finanzvorstand bereits im Januar 2026 klargestellt.
Nach einem Führungswechsel ist Malin inzwischen Kommerzvorstand der Wizz-Air-Gruppe - und reicht eine Erklärung für die Nordatlantik-Zurückhaltung der Airline nach.
In diesem "überfüllten Markt" müssten Fluggesellschaften günstige Sitze über "teure Premiumtickets" quersubventionieren, sagte der Manager im April einem Interview mit der "WirtschaftsWoche". Das passe schlicht nicht zum Wizz-Air-Modell. "Zudem wäre der Betrieb aus Osteuropa technisch kaum effizient machbar."
Wizz Air wittert aber eine Gelegenheit auf ein "profitables und risikoarmes" Nebengeschäft mit ihren Airbus A321XLR: Charterflüge zur Fußball-WM in die USA im Sommer 2026 - und zur Sommerolympiade 2028. "Opportunistische Charter im Einsatzspektrum dieser Flugzeuge" seien "die einzige Änderung" am Geschäftsmodell, hatte Malin bereits im Januar betont.
Die Airline will sich nicht in ein neues Geschäftsfeld stürzen. Im Kontext des Iran-Kriegs hatte Wizz Air eine Gewinnwarnung herausgegeben. Die Nahost-Krise werde das Nettoergebnis für das laufende Geschäftsjahr um rund 50 Millionen Euro belasten, überschlug Wizz Air die Folgen im März.
Malin erklärt die Gewinnwarnung mit Wechselkursen - und Flugstreichungen im Zuge der Aufgabe von Wizz Air Abu Dhabi.
GTF-Problematik tritt in den Hintergrund
Wizz Air hatte im Zuge einer strategischen Neuausrichtung und der Abwicklung der Auslandstochter Wizz Air Abu Dhabi ihren A321XLR-Auftrag 2025 bereits von 47 auf elf Flugzeuge zusammengestrichen.
Wegen anhaltender Belastungen aus einem laufenden Triebwerksrückruf hatte Wizz Air ihren Betriebsverlust im vierten Quartal 2025 von 75,9 auf 123,9 Millionen Euro ausgeweitet. Das GTF-Thema rückt für Wizz Air laut Malin aber langsam in den Hintergrund. "Statt fast ein Drittel unserer Flotte betrifft es inzwischen nur 30 von 261 Maschinen", sagte der Manager der "WirtschaftsWoche".
© aero.de | Abb.: Airbus, Flughafen Dortmund | 13.05.2026 14:51







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