Operativgewinn steigt
Älter als 7 Tage

Condor zahlt KfW-Kredit vorzeitig zurück

Condor wechselt 2027 ins T3
Condor wechselt 2027 ins T3, © Fraport, Condor

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FRANKFURT - Condor hat im vergangenen Geschäftsjahr ihren Umbau abgeschlossen - und einen KfW-Kredit vorzeitig getilgt. Aus dem früheren Ferienflieger ist der Betreiber eines Drehkreuzes am Frankfurter Flughafen geworden, der täglich in mehreren Wellen mit 13 europäischen Metropolen verbunden wird.

Die Zahl der Passagiere stieg im Vergleich zum vorherigen Geschäftsjahr um 13 Prozent auf gut 9,6 Millionen Menschen.

Über die Zubringer werden die Fernflüge gefüllt, die laut Condor-Chef Peter Gerber wieder die alte Profitabilität erreicht haben. Condor hatte die eigenen Zubringerflüge einrichten müssen, weil Lufthansa die Condor-Passagiere nicht mehr zu Vorzugskonditionen nach Frankfurt gebracht hat.

Durch die Kündigung des entsprechenden Vertrages seien Condor Verluste in zweistelliger Millionenhöhe entstanden.

KfW-Kredit zurückgezahlt

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2024/25 (30. September) stieg nach Unternehmensangaben der operative Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) um 25,2 Prozent auf 151 Millionen Euro. Unter dem Strich stieg der Verlust hingegen um 13,7 Prozent auf 110,43 Millionen Euro.

Gründe sind interne Darlehenszinsen gegenüber dem britischen Eigentümer Attestor und hohe Leasing-Bewertungen der meist noch sehr jungen Flugzeuge.

Condor hat nach Angaben Gerbers ihren KfW-Kredit aus der Corona-Zeit in Höhe von 175 Millionen Euro vollständig und sechs Monate vor der Frist zurückgezahlt. Eine weitere Kredittranche entfällt auf Attestor, bevor zum 30. September die Eigentumsverhältnisse neu überprüft werden.

Derzeit halten die Bundesrepublik und das Land Hessen über die SG Luftfahrtgesellschaft noch eine Minderheit von 49 Prozent an der Fluggesellschaft.
© dpa-AFX, aero.de | Abb.: Fraport, Condor | 09.04.2026 12:04

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Beitrag vom 11.04.2026 - 12:06 Uhr
Hier noch ein paar Hintergründe, die das Gesamtbild, auch zum Ergebnis des Jahres davor, klarer darstellen.

 https://www.airliners.de/hoehere-verluste-condor-bilanzierungsstandard-gewechselt/87052

Danke für den Link.
Wenn man sich das Ganze insgesamt durchliest und auch auf die anderen Artikel zum Thema geht, erfährt man wirklich sehr viel interessantes. 

Und kann nicht umhin kommen anzuerkennen, dass es gelungen ist, trotz sehr vieler von Condor nicht zu vertretenden/zu beeinflussenden negativer äußeren Ereignisse (Insolvenz T.Cook, dadurch 2019 plötzlich quasi 'nackt' dastehen (ohne eigene Bankenfinazierung); Verlust von sehr viel Geld welches T.Cook der DE schuldete, zusätzlich haftete DE auch noch für Schluden von T.Cook; dann Corona und damit Verlust des bereits unterschreiben Übernahmevertrages durch TGL/LOT; völliges Erliegen jeglichen eigenen Flugverkehrs; der Verlust des Zubringervertrages mit LH ...) Condor nicht nur am Leben zu erhalten, sondern auch bzw. trotzdem viel positive Entwicklungen (natürlich klappt nicht alles wie geplant, z.B. die Investorensuche) einzuleiten bzw. zu manifestieren.

Dazu aus dem Text(en):

"Dennoch verwies Condor bei der Präsentation der Ergebnisse für das abgelaufene Geschäftsjahr auf den positiven operativen Trend: Das operative Betriebsergebnis sei im Geschäftsjahr 2024/25 um 25,2 Prozent auf 151 Millionen Euro gestiegen, die Ebit-Marge habe sich weiter verbessert."

"Aus dem früheren Ferienflieger ist inzwischen der Betreiber eines Drehkreuzes am Frankfurter Flughafen geworden. Den Ausbau der Kurz- und Mittelstrecken musste Condor mit Investitionen in zweistelliger Millionenhöhe notgedrungen vornehmen, weil die Lufthansa dem Konkurrenten seit langer Zeit geltende Vorzugskonditionen für Zubringerflüge zum Drehkreuz Frankfurt gekündigt hatte. Stattdessen existiert ein klassisches Interline-Abkommen.Das habe Verluste in zweistelliger Millionenhöhe bedeutet, erklärte Condor-Chef Peter Gerber. Auslastung und Erträge auf der Langstrecke seien wieder da, wo sie zu Zeiten der Kooperation mit der Kranich-Airline lagen. 
Für das seit Oktober laufende Geschäftsjahr erwartet Condor, die Marke von zehn Millionen Fluggästen zu überschreiten und den Umsatz erneut zu steigern."

Ja und Ihre Flotte hat sie auch in erstaunlich schnellem Tempo komplett erneuert. Das gelingt nicht jeder Airline ;). 

Achja, auch das sollte noch erwähnt werden, bevor anderes interpretiert wird:
"Beide Arten der Bilanzierung seien korrekt, heißt es bei mit der Materie vertrauten Analysten. Dennoch mache sich die Airline nach Jahren erfolgloser Suche nach neuen Investoren nun ein Stück weit "ehrlicher"."

Und das ist doch auch noch bemerkenswert:
"... denn Condor selbst war ja betriebswirtschaftlich eigentlich gesund. Das Unternehmen hatte zwischen 2008 und 2019 – mit Ausnahme von zwei Jahren – kontinuierlich Gewinne erwirtschaftet. Der kumulierte Gewinn in diesem Zeitraum betrug laut EU-Kommissionsbeschluss rund 530 Millionen Euro, durchschnittlich also bei gut 44 Millionen Euro pro Jahr."

Auch das gelingt nicht vielen Airlines.




Danke für den Link. Wer sich das ganze insgesamt durchliest, auch auf die anderen Artikel zum Thema geht, wird nicht umhin kommen anzuerkennen, das es DE seit 2019 gelungen ist,
Beitrag vom 11.04.2026 - 09:01 Uhr
Hier noch ein paar Hintergründe, die das Gesamtbild, auch zum Ergebnis des Jahres davor, klarer darstellen.

 https://www.airliners.de/hoehere-verluste-condor-bilanzierungsstandard-gewechselt/87052
Beitrag vom 10.04.2026 - 14:55 Uhr
Der Nettoverlust ist also unabhängig davon entstanden

Ebensolches versuchte ich allgemeinverständlichzu erklären.

der operative Gewinn deutet darauf hin, dass Condor cash-generative war. Was nicht bei allen Airlines der Fall ist.

Die wird man doch kaum in Naturalien bezahlen können?


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