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Flughafen Louisville, 4. November 2025: UPS 2976 beschleunigt auf 17R zum Start nach Honolulu.
"80 Knoten", "Checked", "V1", ... "V2" - der Stimmenrekorder zeichnet eine routinierte Startterminologie der Piloten auf. Dann bricht in der linken Triebwerksaufhängung ein Lager. Unter Startlast schleudert das Triebwerk von der Tragfläche. "Nase senken, Nase senken", ruft einer der Piloten noch.
Die MD-11 ist nicht mehr kontrollierbar, stürzt 20 Sekunden später aus rund 30 Meter Höhe in Gewerbeanlagen, 15 Menschen - darunter die Piloten - finden den Tod.
Im Zuge von Flugunfallermittlungen veröffentlicht die US-Flugunfallbehörde NTSB die relevanten Aufzeichnungen des Stimmenrekorders als Transkript - zum Schutz der Persönlichkeitsrechte bleiben die Original-Audiodateien der "hochsensiblen verbalen Kommunikation" im Cockpit "grundsätzlich unter Verschluss", stellt das NTSB klar. So verlangt es auch US-Bundesrecht.
Trotzdem kursierten in den letzten Tagen auf "X" und anderen Plattformen beklemmende Mitschnitte der letzten Momente im Cockpit von UPS 2976 - keine Originale, höchstwahrscheinlich aber täuschend echte Rekonstruktionen.
Als Grundlage dienten offenbar vom NTSB veröffentlichte Spektraldaten, aus denen mithilfe "fortschrittlicher Berechnungsmethoden" eine "annähernde Rekonstruktion der Tonaufzeichnungen" erstellt wurde, mutmaßt die Behörde. Die Ermittler haben die veröffentlichten Daten vorerst aus dem Docket entfernt.
© aero.de | Abb.: NTSB | 22.05.2026 09:05







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Korrekt, ich habe den Artikel hier gelesen und war erstaunt über die Aussage, dass sei ein Deepfake. Die NTSB hat die Spektraldarstellung (90° gedrehtes Wasserfalldiagramm) des CVR veröffentlicht, diese wurde mit üblicher Audiosoftware mittels der schnellen Fouriertransformation (FFT) berechnet. Diese transformiert das Zeitsignal in den Frequenzbereich um diesen zweidimensional in einem Bild darzustellen.
Nun ist aber eben diese Operation mathematisch umkehrbar: Mittels der inversen Fouriertransformation. Diese transformiert aus dem Frequenzbereich wieder in den Zeitbereich. Siehe:
Es handelt es sich also um die originale Sprachaufzeichnung, wenn auch mittels einiger Qualitätsverluste (Da die Bilder des Spektogramms als JPEG-Bilddatei in das PDF der NTSB eingebettet waren, ergeben sich durch das JPEG-Encoding Verluste durch die von JPEG genutzte diskrete Kosinustransformation - ähnliches Thema).
Jeder mit Elektrotechnikstudium / Kenntnis von Signaltheorie kann Ihnen dies näher erläutern.
Ebendies hat die NTSB veröffentlicht und nun nicht mehr öffentlich zugängig gemacht.
Mit den Text und Kenntnis der Sprecher kann man daraus eine passige "Tonbandaufzeichnung" zusammenbasteln.
Werkzeuge zur Erstellung von Fotos aus Fotos und endsprechnd Tonbandaufzeichnungen gibt es schon lange - noch vo KI!
Stimmt Werkzeuge dazu gab es sogar schon Anfang der 1990er.
Hier ist ein etwas detaillierterer Bericht, leider nur auf Englisch.
Zur Überschrift: Technisch gesehen ist das kein "Deep Fake" sondern eine numerische Audio-Rekonstruktion. Das NTSB hat mit der Veröffentlichung des Spektrums das Audio tatsächlich veröffentlicht, nur in einem ursprünglich nicht hörbaren, sondern visuellen Format.
Dieser Beitrag wurde am 23.05.2026 09:54 Uhr bearbeitet.