WASHINGTON - Beim Abheben bricht das linke Triebwerk von der MD-11F ab. 14 Menschen sterben als der Frachter von UPS aus niedriger Höhe in Gewerbeanlagen hinter der Startbahn einschlägt. Die US-Luftfahrtaufsicht FAA verhängt ein Flugverbot - Ermittler kommen der Unfallursache einen Schritt näher.
Flughafen Louisville, 4. November 2025: UPS 2976 beschleunigt auf 17R zum Start nach Honolulu als das linke Triebwerk abfällt.
Die MD-11 ist nicht mehr kontrollierbar, stürzt aus rund 30 Meter Höhe in ein Gewerbegebiet. Der Umbaufrachter schlägt in eine Recylinganlage für Treibstoffe und ein Lager ein. Alle drei Insassen und elf Menschen am Boden finden den Tod. Zwei weitere Personen werden schwer verletzt, 21 leicht.
Die US-Flugunfallbehörde NTSB ist an Wrackteilen auf Risse an tragenden Teilen der Triebwerksaufhängung gestoßen, konkret am hinteren Montagepunkt des Pylons. An der Strebe hängt das Triebwerk.
Mehrere Stellen weisen auf "Überlastungsversagen" im Trägerbereich hin, halten die Ermittler in einem
vorläufigen Bericht (PDF) fest. Aufnahmen einer Überwachungskamera halten den Moment fest, in dem das linke CF-6-Triebwerk von der Tragfläche schleudert.
In den Wrackteilen stoßen die Ermittler später auf eine gebrochene Nabe, eine Laboruntersuchung legt Materialversagen durch Ermüdungsrisse nahe.
Die 34 Jahre alte MD-11 hatte zum Zeitpunkt des Unfalls 92.992 Flugstunden in 21.043 Zyklen absolviert. Die FAA hatte alle MD-11 in den USA bereits vorsorglich gegroundet - weitere Flugzeuge könnten von der Schwachstelle betroffen sein.
Ermittler sichten WartungsprotokolleDie UPS-Maschine hatte vom 3. September bis 18. Oktober eine Großwartung bei ST Engineering in Texas durchlaufen. Eine Sichtinspektion der Triebwerksaufhängung ist laut UPS-Wartungsvorgaben alle 72 Monate fällig, zuletzt wurde sie am 28. Oktober 2021 durchgeführt.
Eine Tiefeninspektion der Pylon-Befestigungspunkte schreibt das Wartungshandbuch laut NTSB erst nach 29.200 Flugzyklen vor - davon war die N259UP noch Jahre entfernt.
© aero.de | Abb.: NTSB | 21.11.2025 07:05
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Beitrag vom 24.11.2025 - 09:49 Uhr
Diese Fake-Bilder ließen sich in diesem Fall wohl zumindest mit einiger Recherce als Fake enttarnen. Das ist aber nicht das eigentliche Problem durch KI-Bilder und Informationen. Der Normalleser oder Zuschauer (in welchem Medium auch immer) hat weder Zeit, Lust noch Fachwissen um immer alles zu gegen zu checken. Zudem ist die Fülle und "relative Qualität" der Falschinformationen enorm gestiegen.
Ganz besonders problematisch wird es wenn eine Information zumindest auf den ersten Blick nicht ganz unmöglich erscheint. Die Welt ist leider immer verrückter geworden so das manches heute nicht auf Anhieb als Lüge zu enttarnen ist.
Heute muss man eine Nachricht schon zuerst mal danach beurteilen aus welcher Quelle sie stammt und erst dann auf Glaubwürdigkeit prüfen. Auch gedruckte Medien sitzen zunehmend Falschnachrichten auf und verbreiten sie munter weiter. Welche Motivation solcher Ersteller von Falschbildern haben bleibt mir ein Rätsel. Grundsätzlich ist daher künftig stets eine Portion Skepsis angebracht.
Beitrag vom 24.11.2025 - 08:28 Uhr
Dann viel Spaß mit der KI-Diskussion und der Strafrede für den naiven User mit dem eingefügten Bild.
Ich ziehe mich hier dann mal raus, weil das mit dem Thema nichts mehr zu tun hat.
Beitrag vom 24.11.2025 - 08:21 Uhr
Doch natürlich darf man das monieren, hier unterhalten sich schließlich Erwachsene Menschen zu einem ernsten Thema. Und da ungeprüft Bilder zu verlinken, die schon auf den ersten Blick nichts mit dem Thema zu tun haben können, darf man ansprechen.
Denn ohne genauer zu gucken:
Was macht das zweite Flugzeug da?
Warum ist der Lack tadellos nach dem Feuer und Aufprall?
Warum ist der Rumpf so dünn?
Wo ist das dritte Triebwerk?
Typisches Problem beim Nutzen von KI, alles wird ungeprüft übernommen.
Wenn man nur mal für 5 Sekunden seinen Kopf einschaltet, die Aerial Bilder des NTSB, auf denen man kaum ein Flugzeugteil sehen konnte, und das gepostete Bild zusammenbringt, dann erkennt man doch sofort, das hier was nicht stimmen kann.
Hier sind nur noch wenige User mit Erfahrung in der Luftfahrt, und bei dem was hier so gepostet wird (ich kann das ja nur für meinen Kenntnisbereich richtige beurteilen: aber die Argumentation gegen meine höfliche Bearbeitungsbitte für den Artikel im Zusammenhang von Fatique und Overstress Cracking waren so hanebüchend falsch) überlegt man sich, ob man hier noch weiterschreiben möchte.
Kommentare (20) Zur Startseite
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Ganz besonders problematisch wird es wenn eine Information zumindest auf den ersten Blick nicht ganz unmöglich erscheint. Die Welt ist leider immer verrückter geworden so das manches heute nicht auf Anhieb als Lüge zu enttarnen ist.
Heute muss man eine Nachricht schon zuerst mal danach beurteilen aus welcher Quelle sie stammt und erst dann auf Glaubwürdigkeit prüfen. Auch gedruckte Medien sitzen zunehmend Falschnachrichten auf und verbreiten sie munter weiter. Welche Motivation solcher Ersteller von Falschbildern haben bleibt mir ein Rätsel. Grundsätzlich ist daher künftig stets eine Portion Skepsis angebracht.
Ich ziehe mich hier dann mal raus, weil das mit dem Thema nichts mehr zu tun hat.
Denn ohne genauer zu gucken:
Was macht das zweite Flugzeug da?
Warum ist der Lack tadellos nach dem Feuer und Aufprall?
Warum ist der Rumpf so dünn?
Wo ist das dritte Triebwerk?
Typisches Problem beim Nutzen von KI, alles wird ungeprüft übernommen.
Wenn man nur mal für 5 Sekunden seinen Kopf einschaltet, die Aerial Bilder des NTSB, auf denen man kaum ein Flugzeugteil sehen konnte, und das gepostete Bild zusammenbringt, dann erkennt man doch sofort, das hier was nicht stimmen kann.
Hier sind nur noch wenige User mit Erfahrung in der Luftfahrt, und bei dem was hier so gepostet wird (ich kann das ja nur für meinen Kenntnisbereich richtige beurteilen: aber die Argumentation gegen meine höfliche Bearbeitungsbitte für den Artikel im Zusammenhang von Fatique und Overstress Cracking waren so hanebüchend falsch) überlegt man sich, ob man hier noch weiterschreiben möchte.