Verwandte Themen
Konzernchef Raj Subramaniam sprach in einer Telefonkonferenz am Dienstagabend nach US-Börsenschluss in Memphis von "erheblichen Herausforderungen". Diese lasteten auf der Marge, was bei den Anlegern gar nicht gut ankam.
Fedex-Aktie gab im US-Handel am Mittwoch anfänglich mehr als 7 Prozent ab, was auch die Aktien des Konkurrenten DHL zwischenzeitlich belastete, fing sich dann aber wieder.
Im Kalenderjahr 2026 erwartet Fedex nun ein Umsatzplus um etwa elf Prozent. drei Prozentpunkte davon entfallen auf Zuschläge, die Fedex von seinen Kunden für die gestiegenen Kraftstoffpreise fordert. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll im fortgeführten Geschäft 16,90 bis 18,10 US-Dollar erreichen nach geschätzten 15 Dollar im Kalenderjahr 2025.
Bei der neuen Prognose klammert Fedex das hauseigene Frachtgeschäft aus. Entsprechend war zunächst unklar, inwieweit Analysten dies in ihren Prognosen berücksichtigt hatten. Fedex hatte vor Kurzem angekündigt, sich von seiner Frachtsparte zu trennen. Das Unternehmen hat ein umfangreiches Sparprogramm hinter sich und stellt sein Geschäftsjahr auf das Kalenderjahr um. Das abgelaufene Geschäftsjahr endete am 31. Mai.
Dabei erzielte Fedex im Schlussquartal einen bereinigten Gewinn je Aktie von 6,31 Dollar und damit vier Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Analysten hatten im Schnitt nur 5,97 Dollar erwartet. Die Gewinnmarge sank jedoch auf 8,4 Prozent und lag damit unter den durchschnittlichen Prognosen der Analysten.
Schwankende Nachfrage, steigende Kosten
Der DHL-Konkurrent kämpft mit einer stark schwankenden Nachfrage und inflationsbedingt steigenden Kosten. Zudem machen dem Konzern die Folgen des Iran-Krieges zu schaffen, und auch die sich verändernden Handelsströme infolge der von US-Präsident Donald Trump verhängten Zölle sorgen für Gegenwind.
Hinzu kamen in den vergangenen Monaten Belastungen durch die vorübergehende Stilllegung des Flugzeugtyps McDonnell Douglas MD-11F, nachdem es im November zu einem tödlichen Unfall bei UPS gekommen war.
In der Folge hatten Fedex ebenso wie etwa Konkurrent UPS die Maschinen am Boden gelassen, das Grounding kostete den Konzern rund 175 Millionen US-Dollar. Bei Fedex ist die Flotte nach Sicherheitsprüfungen und Reparaturen seit Mai wieder in Betrieb.
© dpa | 25.06.2026 08:53







Kommentare (0) Zur Startseite
Um einen Kommentar schreiben zu können, müssen Sie sich bei aero.de registrieren oder einloggen.