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100 bis 150 Sitze - im rasant wachsenden chinesischen Luftverkehrssystem besteht für Flugzeuge dieser Größe eigentlich dringender Bedarf. Trotzdem konnte weder Airbus mit der A220 noch Embraer mit der E2 in China bisher durchdringen.
Die heimische Konkurrenz schließt die Angebotslücke nicht - die Comac C909 spielt eine Größenliga unterhalb der A220 und E2, die C919 ist im A320neo-Segment unterwegs.
Wohl auch deshalb pries Arjan Meijer, Chef der Embraer-Verkehrsflugzeugsparte, die E2-Serie gegenüber "Reuters" gerade als "perfekte Ergänzung" zu den Comac-Flugzeugen an. Die E2 ist in China zugelassen, über ein Verkaufsbüro in Peking will Embraer Bestellungen chinesischer Fluggesellschaften einwerben.
Embraer hatte zwischen 2003 und 2016 in Harbin mit dem chinesischen AVIC-Konzern kleine ERJ145 und Businessjets produziert, in den 13 Jahren verließen allerdings nur 40 Flugzeuge das Werk. Die Einstellung von Harbin macht Embraer die E2-Vermarktung laut Kennern des chinesischen Flugzeugmarkts nicht leichter.
Immerhin durfte eine Embraer E195-E2 2025 bei einem ersten kommerziellen Flug chinesische Luft schnuppern: Hunnu Air, eine mongolische Fluggesellschaft, flog mit der Maschine von Ulaanbaatar nach Peking-Daxing. Allein dieses Signal macht Embraer Hoffnung auf eine günstigere Großwetterlage für Verkäufe.
Auch der Airbus A220 hat eine Vorgeschichte in China. Das Programm geht auf die Bombardier CSeries zurück. Mit AVIC steuert ein chinesischer Hersteller Strukturteile der A220 bei - das Werk Shenyang stellt unter anderem den Mittelrumpf her.
China hätte das CSeries-Programm 2017 gerne von Bombardier übernommen. Ein Deal scheiterte am Veto der kanadischen Regierung - 2018 ging dann CSeries-Programm schließlich als A220-Serie an Airbus über.
"Gewisse Verstimmungen"
"Die Chinesen waren an der Ausschreibung beteiligt, bevor Airbus die CSeries letztlich übernommen hat", sagte Airbus-Manager Christian Kley laut "Leeham News" jetzt bei einem Medientermin in Mirabel. "Daher gibt es da sicherlich gewisse Verstimmungen. Die Chinesen haben ein langes Gedächtnis."
Neben Embraer will jetzt auch Airbus seine Verkaufsaktivitäten für die A220 in China hochfahren.
© aero.de | 30.06.2026 09:19







Kommentare (4) Zur Startseite
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Spontan fallen mir da LCY und ACH ein (ok, ACH hat Embraer anstatt A220, ändert aber am Argument nichts). Wahrscheinlich gibt es noch ein paar Flughäfen in Skandinavien, Schottland, oder Griechenland, die in die Kategorie fallen würden (Landebahn zu kurz für B737/A32x, aber genügen Nachfrage um Flugzeuge mit 100+ Plätzen zu füllen).
Dieser Beitrag wurde am 30.06.2026 16:10 Uhr bearbeitet.
Auf welchen europäischen Flughäfen werden denn A220 eingesetzt, bei denen B73x und A32x aufgrund der Pistenlänge nicht abgefertigt werden?