Ärger vorprogrammiert
Älter als 7 Tage

EU-ETS soll für Interkontflüge aus der EU gelten

Lufthansa Airbus A350-900
Lufthansa Airbus A350-900, © Lufthansa

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BRÜSSEL - Hohe Energiepreise und Konkurrenz aus dem Ausland setzen Europas Industrie unter Druck - nun will die EU-Kommission mit dem Emissionshandel ein zentrales Klimaschutzinstrument für die Wirtschaft abschwächen - die Entscheidung hat auch Folgen für die Luftfahrtbranche.

Konkret soll die Gesamtzahl verfügbarer Rechte für den Ausstoß klimaschädlicher Gase wie Kohlendioxid (CO2) langsamer abnehmen als bislang geplant, wie die Brüsseler Behörde vorschlägt.

Damit wird der Druck auf Firmen, Emissionen zu senken, etwas geringer. Außerdem soll es in bestimmten Bereichen mehr kostenlose Zertifikate geben.

Änderungen an dem EU-Treibhausgashandelssystem (Emission Trading System, ETS) waren zuletzt intensiv von Teilen der Industrie und Mitgliedsländern gefordert worden. Sie warnten vor mehr Werksschließungen und Produktionsverlagerungen.

Beim ETS bekommen die betroffenen Unternehmen Zertifikate für den Ausstoß klimaschädlicher Gase wie Kohlendioxid (CO2) zugeteilt und können nach Bedarf auch damit handeln oder weitere ersteigern. So entsteht ein Preis für jede ausgestoßene Tonne CO2.

Die Menge der verfügbaren Zertifikate sinkt kontinuierlich, damit sie teurer werden und Klimaschutzinvestitionen sich mehr lohnen. Besonders energieintensive Industrien - dazu zählen die Chemie- und die Stahlindustrie - erhalten auch jetzt schon einen Teil ihrer Zertifikate kostenlos.

Langsamer weniger Zertifikate

Konkret schlägt die Kommission nun als Resultat ihrer Überprüfung vor, dass ab 2031 mehr Zertifikate zur Verfügung stehen. Derzeit ist vorgesehen, dass es bis 2027 pro Jahr 4,3 Prozent und ab 2028 4,4 Prozent weniger Zertifikate geben soll. Danach soll die Anzahl nun weniger stark abnehmen - nach dem Willen der Behörde von 2031 bis 2035 um 3,7 Prozent und von 2036 bis 2040 um 1,7 Prozent.

Damit sei man immer noch auf Kurs, das neue EU-Klimaziel zu erreichen: Bis 2040 müssen die Treibhausgasemissionen um 90 Prozent im Vergleich zu 1990 gesenkt werden. Bis 2050 will die EU-Kommission klimaneutral sein.

Mehr Vorschriften für Flugverkehr

Um die Emissionen weiter zu reduzieren, will die EU-Kommission nun auch Müllverbrennungsanlagen in das System miteinbeziehen. Zudem sollen mehr Vorgaben für den Flug- und Seeverkehr gelten - und auch hier neue Teilnehmer ins EU-ETS holen.

Konkret zieht die EU-Kommission nach Medieninformationen eine Zertifikatspflicht für in der EU startenden Langstreckenflüge in Betracht - und zwar solche, die in einem Radius von 5.000 Kilometern ab dem Frankfurter Flughafen landen.

Mit diesem Umkreis will die EU-Kommission offenbar neuen Ärger mit den USA und China vermeiden; China hatte bei ähnlichen Vorstößen aus Brüssel in der Vergangenheit unter anderem mit der Stornierung von Airbus-Aufträgen gedroht, wenn seine Airlines unter von einer Teilnahmepflicht erfasst würden.

Eine Sprecherin der Lufthansa Group kritisierte mit Blick auf die Ausweitung des Systems auf mehr Flüge: "Statt die Mehrkosten für europäische Airlines zu erhöhen, sollte Brüssel die ETS-Kosten senken." Man brauche zudem international faire und gleiche Bedingungen.

Das EU-Treibhausgashandelssystem wurde 2005 eingerichtet, um Emissionen zu senken. Die Vorgaben sollen besonders in energieintensiven Sektoren wie der Stromerzeugung und Industrie als Anreiz dienen, Treibhausgase einzusparen. Dem Umweltbundesamt zufolge konnten die europaweiten Emissionen, die dem System unterliegen, seitdem um rund 50 Prozent reduziert werden. In Deutschland beträgt die Reduktion den Angaben nach 47 Prozent.

Das System wurde nun planmäßig überprüft, um es an die veränderten wirtschaftlichen und geopolitischen Rahmenbedingungen sowie an das EU-Klimaziel für 2040 anzupassen.

Neues System für Brennstoffe ab 2028

Losgelöst von den Reformvorschlägen der Kommission steht fest, dass ab 2028 Brennstoffe wie Benzin und Erdgas in ein zweites EU-System einbezogen werden - mit dem Namen ETS2. Der Preis der Zertifikate beeinflusst dann indirekt die Kosten für Heizöl, Erdgas, Diesel oder Benzin.

Die Vorschläge der EU-Kommission müssen nun von den EU-Staaten und dem Europaparlament als Mitgesetzgebern beraten werden. Erst wenn sie sich einigen, können mögliche Änderungen in Kraft treten.

Linda Kalcher von der Brüsseler Denkfabrik Strategic Perspectives kritisiert, wieder einmal habe politischer Druck Vorrang vor wirtschaftlichen und marktbezogenen Realitäten. "Der ETS-Vorschlag ist ein Trojanisches Pferd: Er sieht aus wie ein Geschenk für Unternehmen, um ihre Emissionsreduktionen hinauszuzögern. In Wirklichkeit verschafft er aber einen Wettbewerbsnachteil gegenüber chinesischen Unternehmen, die in der Zeit ihre Anteile an sauberen Märkten erhöhen."
© dpa-AFX, aero.de | Abb.: Delta, Airbus | 17.07.2026 14:18

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Beitrag vom 20.07.2026 - 14:11 Uhr
Immer wieder und wieder werden Bevölkerung, Wirtschaft und sogar die Kinder im Schulunterricht hinters Licht geführt und verschaukelt.

Das extreme Klimaszenario RCP8.5 (bzw. SSP5-8.5) des Weltklimarats (IPCC) wurde im Mai 2026 für das neue Szenario-Rahmenwerk des kommenden siebten Sachstandsberichts (CMIP7) als unplausibel eingestuft und gestrichen.

Dies ist das Szenario, mit dem unkritische Zeitgenossen auf ganz schreckliche Folgen der Erderwärmung eingeschworen wurden und immer noch werden. Hat jemand in den öffentlich rechtlichen Medien davon erfahren?

Wem nützt diese Hysterie?
Natürlich Allen, die nicht mitmachen (China, USA, Russland z.B. Und Allen, die daran verdienen.

Soso... China macht nicht mit?! Komisch, dass dort mehr e-Autos zugelassen wurden als Verbrenner, dort die größten Wasserkraftwerke stehen (was nicht zwangsläufig gut ist), das größte aktuell betriebene Windrad steht und man einen Betonspeicherturm baut.
Und wenn wir endlich von fossilen Brennstoffen unabhängig werden, sind wir die, die am allermeisten davon profitieren. Aber klar, wer es nach Sonntagsfahrverboten, dem ersten Golf-Krieg oder zuletzt nach Schließung der Straße von Hormus nicht kapiert hat, dem sind sämtliche sachlichen Argumente fern und fällt auf billigsten Populismus herain.
Beitrag vom 20.07.2026 - 14:07 Uhr
Der gesamte Zertifikatehandel gehört abgeschafft. Ausnahmslos. Wohin uns dieser ganze Klima-Wahn führt, sehen wir täglich in Deutschland, wo Wohlstand, Unternehmen und Arbeitsplätze diesem Kult zum Opfer fallen.

Wenn man verstehen möchte, warum Klimaschutz heute eine so große Rolle spielt, lohnt sich ein Blick auf die konkreten Folgen extremer Wetterereignisse. Das Ahrtal zeigt, wie zerstörerisch Starkregen werden kann, und die zunehmenden Waldbrände und unsere (un-)schiffbaren Wasserwege verdeutlichen, wie trocken unsere Regionen inzwischen sind.

Gleichzeitig hängen wir bei Energie immer noch stark von Importen ab – und damit von Ländern, die uns politisch oder wirtschaftlich unter Druck setzen können. Hohe Spritpreise sind dabei nicht das Ziel, sondern ein Symptom dieser Abhängigkeit. Je weniger wir uns auf externe Energielieferungen verlassen müssen, desto stabiler und planbarer wird unsere Versorgung.

Klimaschutz bedeutet also nicht „Wahn“, sondern die Kombination aus Risikominimierung, technologischer Weiterentwicklung und strategischer Unabhängigkeit.

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Beitrag vom 20.07.2026 - 12:34 Uhr

Wem nützt diese Hysterie?

Das fragt sich inzwischen selbst Bill Gates.

 https://www.cicero.de/kultur/bill-gates-bricht-mit-alten-klimadogmen-alarmismus-hilft-niemandem-ausser-denen-die-davon-leben

Ich vermute ja vorallem China dahinter denn dieser Staat hat schon etliche weltweite Disaster zu verantworten und ist bei den Erneuerbaren industriell ziemlich gut aufgestellt und Skrupel kennt er sowieso keine.
Dass es bei uns in Deutschland viel zu viele unverbesserliche Altsozialisten gibt welche seit der Wende bzw. dem Tiananmen Massaker auf China schielen und während der Covid Panik zeitweise ja ganz offen Chinesische Mittel und Methoden beworben haben ist aber auch klar wenn selbst die langjährige Bundeskanzlerin eine von denen ist.

So kommen externe mit internen Gegnern zusammen und nutzen unsere liberale Demokratie schamlos aus.

Hoffen wir dass das konsequent aufgearbeitet wird.


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