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Air Baltic kommt bei der Sanierung ihrer Finanzen einen großen Schritt voran. "Einzelne" Anleihegläubiger und weitere Geldgeber schießen kurzfristig 180 Millionen Euro nach, teilte Air Baltic mit. Weitere 77 Millionen Euro sollen fließen, sobald zusätzliche Voraussetzungen geschaffen sind.
Noch stehe die Finanzierung unter Vorbehalt der Zustimmungen der Anleihegläubiger und Aktionäre. Eine Versammlung der Anleihegläubiger ist für den 11. September 2026 angesetzt.
"Die vorgeschlagene Finanzierung gibt uns einen klaren Weg, um Liquidität zu sichern, die Air Baltic für die nächste Entwicklungsphase benötigt", sagte Vorstandschef Erno Hilden.
Konkret werde die Zwischenfinanzierung über die Ausgabe neuer Kurzfristanleihen erfolgen. Die Papiere werden bereits am 26. Februar 2027 fällig. Die genaue Mittelherkunft geht aus der Mitteilung nicht hervor. Nach Medieninformationen steuern die Mittel die Finanzinvestoren Polus Capital und Klirmark Capital bei.
Staat kann sich beteiligen, muss es aber nicht
Lettland, der Staat ist Mehrheitsaktionär bei Air Baltic, muss sich den Angaben zufolge nicht an der Finanzierung beteiligen, kann es aber - im Verhältnis seiner 13-Prozent-Beteiligung an der genannten Anleihe. Der Bond läuft noch bis 2029 und verpflichtet Air Baltic zu jährlichen Zinszahlungen von 14,5 Prozent.
Air Baltic ist infolge gestiegener Treibstoffpreise in wirtschaftliche Schieflage geraten. Ein neuer Geschäftsplan sieht eine Flottenreduktion von 54 auf 36 Airbus A220-300 bis Jahresende vor. Im Netz will sich Air Baltic auf die ertragstärksten Linien konzentrieren. Die Airline ist der wichtigste Wetlease-Partner von Lufthansa.
© aero.de | Abb.: Air Baltic | 04.09.2026 08:25







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