Verlegung
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Airbus A400M Erstflug erst im zweiten Halbjahr 2009

TOULOUSE - Airbus plant den Erstflug des Militärtransporters A400M für das zweite Halbjahr 2009. "Es ist unwahrscheinlich, dass wir den Jungfernflug vorher durchführen werden", sagte Airbus Programm-Manager Tom Williams am Montag in einer Stellungnahme. Der Airbus Mutterkonzern EADS hatte eine Verlegung des A400M-Erstflugs bereits im September angekündigt, aber noch keine Neuplanung des Programmzeitplans vorgestellt.



"Das A400M-Programm steht weiter unter Druck", teilte EADS bei Bekanntgabe seiner Quartalszahlen Mitte des Monats mit. Sorgen mache nach wie vor die Steuerung der TP400-D6 Triebwerke. Dadurch könne sich der Zeitplan des A400M verzögern. Auch die Kosten steigen weiter. Bislang hatte EADS 1,4 Milliarden Euro für mögliche Mehrausgaben wegen Verzögerungen bei der Entwicklung zur Seite gelegt. Im dritten Quartal wurde dieser Betrag nochmals um 341 Millionen Euro aufgestockt.

Der Erstflug sollte ursprünglich noch in diesem Jahr stattfinden. Der Konzern hat bislang keine Stellungnahme zu den Auswirkungen der Verzögerung auf die Auslieferungspläne abgegeben.

Der erste A400M sollte im Oktober 2009 an die französischen Streitkräfte gehen. Dieser Termin ist bereits um sechs Monate verschoben worden - mit Risiko einer Verzögerung um weitere sechs Monate. Die Bundeswehr muss bis 2011 auf den ersten ihrer 60 bestellten A400M warten. Airbus hat die Fertigung des Militärtransporters Anfang des Monats unterbrochen.

Die anderen Programme des europäischen Flugzeugbauers liefen stabil, so Williams. Airbus liege bei der Entwicklung des A350 XWB im Projektplan und sei mit den Produktionsergebnissen im A380-Programm des laufenden Jahres relativ zufrieden. Die Fertigungsplanung für das erste Halbjahr 2009 sei gesichert. Die Erhöhung der Produktionsraten ab der zweiten Jahreshälfte werde eng mit den beteiligten Zulieferunternehmen abgestimmt.

Airbus erwartet für das Gesamtjahr 2008 trotz der Krise an den internationalen Finanzmärkten insgesamt 800 Bestellung für neue Verkehrsflugzeuge. "Wir werden die Absatzentwicklung sorgfältig beobachten, bevor über einen weiteren Ausbau unserer Fertigungskapazität entscheiden", sagte Williams. Ab Dezember soll die A320-Produktion von 34 auf 36 Einheiten monatlich erhöht werden.

Zwei weitere Ausbauschritte auf eine Fertigungskapazität von 40 Einheiten im Monat über das Jahr 2009 wurden bereits im Oktober zurückgestellt. Bis 2010 werde die Widebody-Produktion von derzeit acht auf zehn Einheiten monatlich - und damit um eine weniger als geplant - erhöht.
© aero.de, dpa-AFX | Abb.: EADS | 24.11.2008 14:53

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Beitrag vom 09.01.2009 - 21:34 Uhr
Nein, das ist kein grundsaetzlich schlechtes Zeichen. EADS versucht nun anstatt mit den einzelnen Kaeufernationen individuell zu verhandeln, und damit viel Zeit zu verlieren, diese Verhandlungen gebuendelt ueber OCCAR, der europaeischen Beschaffungsorganisation abzuwickeln. Das macht Sinn. Gleichzeitig will man offenbar das Kosten-Risiko nachtraeglicher Korrekturen in den Serienmaschinen, die gefertigt werden bevor die Flugtests abgeschlossen sind senken. Auch das ist sinnvoll, wenn die Vertragspartner zustimmen.
Beitrag vom 09.01.2009 - 20:23 Uhr
das klingt aber nicht gut ...
 http://www.ad-hoc-news.de/airbus-military-and-eads-propose-a-new-approach-for-the--/de/Wirtschaft-Boerse/Marktberichte/19969274
Beitrag vom 17.12.2008 - 16:01 Uhr
Moin,

[b]EADS gliedert Militärflugzeuge bei Airbus ein[/b]
( Ursprünglicher Titel "EADS haut auf den Tisch" :D )
16.12.2008 Handelblatt

[b]Lange hat sich der Luftfahrtkonzern EADS das Drama rund um den Airbus-Militärtransporter A400M angeschaut. Jetzt ist Schluss. Die bislang selbstständige Unternehmenssparte für das Flugzeug wird bei der Zivilflugzeugsparte eingegliedert.[/b]
Der europäische Flugzeug- und Raumfahrtkonzern EADS gliedert sein aus dem Ruder gelaufenes Militär-Transportflugzeug-Programm bei Airbus ein. Zugleich sollen die Satelliten- und die Rüstungssparte, EADS Astrium und EADS Defence & Security, enger zusammenarbeiten, ohne aber fusioniert zu werden, teilte EADS am Dienstag in Paris mit.

Damit erhält Airbus-Chef Tom Enders direkten Zugriff auf das 20 Mrd. Euro teure Projekt des Airbus-Militärtransporters A400M, das etwa 18 bis 24 Monate hinter dem Zeitplan herhinkt. Das hat die EADS bereits 1,7 Mrd. Euro an Rückstellungen gekostet und zu Reibungen mit den Triebwerkslieferanten und den europäischen Regierungen geführt. Zugleich verschlingt der A400M Entwicklungskapazitäten, die Airbus für das Passagierflugzeug A350 bräuchte.

 >Quelle<

Genau das ist der richtige Weg, alles andere hätte noch zu weiteren Verzögerungen geführt, das Projekt oder besser gesagt für solche Projekte, sollte eine extra Federführung eingerichtet werden die den ganzen Ressourcen Katalog vom Konzern kennt und somit auch Kosten einsparen Hilf die durch mangelnden Überblick entstehen.

Ich bin nun sehr zuversichtlich das wir schon bald im Frühjahr den A400M in der Luft sehen werden.

Somit werden jetzt Schritt für Schritt die letzten falschen Entscheidungen langsam korrigiert, das wird schon in kürze auch am Aktien Kurs der EADS ersichtlich werden. :D

Bravo sage ich dazu, solcher Mut zur eigenen Stärke wird sicherlich bald belohnt werden.

Gruß


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