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Nächste Runde im Streit um Fremdbereederungen

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Lufthansa Boeing 737-500, © Ingo Lang, edition airside
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FRANKFURT - Der Streit über den Einsatz von Leih-Stewardessen in Lufthansa-Jets geht in die nächste Runde. Die Personalvertretung der Airline legte am Donnerstag nach eigenen Angaben Beschwerde beim Landesarbeitsgericht gegen eine Entscheidung des Arbeitsgerichts Frankfurt ein. Auch die Kabinengewerkschaft UFO zog vor Gericht. Das Arbeitsgericht Frankfurt hatte am Mittwoch einen Antrag der Personalvertretung auf eine einstweilige Verfügung abgewiesen.

Die Arbeitnehmervertretung will dem Unternehmen untersagen lassen, in den Kabinen seiner Jets schlechter bezahlte Servicekräfte von Fremdunternehmen einzusetzen.

Die Gewerkschaft UFO reichte nach Angaben eines Sprechers beim Arbeitsgericht Frankfurt Klage auf Einhaltung des Tarifvertrages ein. Sie beruft sich auf eine Vereinbarung zur Arbeitsplatzsicherung, in dem die Airline zugesagt habe, ihre Flugzeuge ausschließlich mit Lufthansa-Personal zu betreiben. Der Vertrag war 2008 ausgelaufen, aus Sicht der Gewerkschaft wirkt er wegen eines Zusatzprotokolls aber nach.

Am kommenden Mittwoch (22. Februar) will das Arbeitsgericht Frankfurt über einen weiteren Antrag der Personalvertretung auf einstweilige Verfügung verhandeln. Das Gremium wirft der Lufthansa vor, nicht ausreichend über den geplanten Einsatz der Leih-Stewardessen zu informieren.

Die Lufthansa weitet mit Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens am 3. Juni ihr Angebot ab Berlin deutlich aus. Den dauerhaft geplanten Einsatz der mehr als 200 Leiharbeitskräfte begründet das Unternehmen mit Kostenvorteilen.

© dpa-AFX | Abb.: Germanwings | 16.02.2012 16:47




Leser-Kommentare (3)

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17.02.2012 10:41
Aus meiner Sicht soltle man die Kirche im Dorf lassen, die LAK´s werden nach den gleichen Kriterien geschult wie alle anderen FB´s. Die DLH kann sich schon alleine auf Grund des geltenden Rechts gar nichts anderes erlauben, und wird der Kunde in Fliegern ex BER dann schlechteren Service erhalten? Ich glaueb nicht warum auch, die Flieger sind von der DLH, das Essen ist von der LSG, usw... was soll da schlechter werden oder kippen die LAK´s den Gästen das Essen auf den Sitz bzw. den Wein in die Aisle (eher nicht weil man dann ganz schnell seinen Job los ist)? Das kann DLH nicht wollen bzw. wird sie auch verhindern. Und LAK´s sind nunmal gang und gebe auch in D, niemand zwingt die zukünftigen FB´s bei Aviation Power einen Vertrag zu unterschreiben, ergo werden sie sich besser stellen als vorher.

Das die Gewerkschaft alte Besitzstände nicht auf geben will kann ich auch nachvollziehen, wer macht das schon gerne, bzw. wer steht denn persönlich gerne als Verlierer da (persönliches EGO der Führungskräfte auch in Gewerkschaften). Aber vielleicht sollte man LAK auch als Arbeitsplatzsicherung verstehen, denn wer geht zu erst nicht der Stamm sondern die LAK (siehe derzeit bei der LHT). Meiner Meingung nach sollte man sich auf eine Versuchslabor BER einlassen, allerdings so, dass beide Seiten einigermaßen zufrieden sind (die sogenannte win-win Situation).
17.02.2012 10:25
Die Hinzuziehung von Personaldienstleistern ist meines Erachtens deswegen so bedenklich, da hier auf Kosten der Arbeitnehmer lediglich die Flexibilität des Arbeitgebers vergrößert wird, und eine Bindung an den Arbeitnehmer weiter aufgeweicht wird. Dass Leiharbeiter weniger gut wären, sie minder qualifiziert seien und ergo nicht dem Qualitätsanspruch genügen, ist Gewäsch. Die reine Ausbildung und fortlaufende Schulung kann anderswo genauso etabliert werden, auch die Lufthansa kocht nur mit Wasser.

Tatsächlich bedenklich ist die Befristung der Anstellung hinsichtlich des EuGH-Urteils bez. "Dauerbefristeten Arbeitsverträgen", die jetzt erst kürzlich als rechtens eingestuft wurden. Eine befristeter Arbeitsvertrag kann jetzt quasi endlos neu verlängert werden, was dem vormals illegalen Kettenvertrag entspricht. Eine gesunde Lebensplanung hier drauf aufzubauen ist in meinen Augen kaum noch denkbar, gerade in einer derart wild fluktuierenden Umgebung wie der Luftfahrt. DAS wird die Qualität dann am Ende aufweichen, wenn Arbeitnehmer nur noch springen müssen, um ihre nächste Verlängerung bloss nicht zu gefährden.
17.02.2012 08:03
Einerseits kann ich die Entscheidung der Lufthansa völlig nachvollziehen, andererseits ist damit das Premium-Produkt Lufthansa Ade und Sie haben einen guten Namen zu verlieren.
Die Mitarbeiter-/innen sind natürlich zurecht aufgebracht, allerdings sollten diese auch bedenken, das es auch bei Lufthansa irgendwann um den Erhalt gehen kann und die Airline einfach konkurenzfähig bleiben muß.


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