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Lufthansa und Turkish Airlines wollen enger kooperieren

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Turkish Airbus A320, © Ingo Lang
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FRANKFURT - Die Lufthansa spricht mit ihrem Partner Turkish Airlines über eine verstärkte Zusammenarbeit. Eine mögliche Fusion, wie sie nach dem Treffen zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel dem türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan in Presseberichten erwähnt wurde, bezeichnete ein Lufthansa-Sprecher am Sonntag allerdings als "reine Spekulation". Es gebe immer Gespräche mit Turkish Airlines, um auszuloten, was für die Kunden Verbesserung bringe.

Ähnlich äußerte sich Turkish-Airlines-Chef Temel Kotil. Beide Gesellschaften arbeiten bereits im Luftfahrtbündnis Star Alliance und bei ihrem gemeinsamen Ableger SunExpress zusammen.

Die türkischen Zeitungen "Haberturk" und "Sabah" hatten am Wochenende geschrieben, die beiden Fluggesellschaften sprächen über eine mögliche Fusion. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Anatolia hatte Erdogan selbst von Gesprächen mit Merkel über die Zusammenarbeit der beiden Fluglinien berichtet.

Europas Fluglinien suchen seit einigen Monaten neue Bündnisse mit Konkurrenten auf dem Heimatkontinent und darüber hinaus. So trat Air Berlin im März dem Luftfahrtbündnis oneworld um British Airways bei, knüpfte aber darüber hinaus Bande mit Air France-KLM, die dem Konkurrenzbündnis Skyteam angehört. Beide Gesellschaften arbeiten zudem mit der bündnisfreien arabischen Fluglinie Etihad zusammen.

Im Oktober gab mit Qatar Airways die erste Golfairline ihren Beitritt in ein Airlinebündnis bekannt. Die Fluggesellschaft wird künftig das oneworld-Logo auf ihren grauen Jets tragen.

Die Lufthansa, die derzeit einen harten Sparkurs fährt, hatte nach den Übernahmen der vergangenen Jahre weitere Zukäufe zuletzt ausgeschlossen. "Unter unserem Dach ist derzeit kein Platz für zusätzliche Partner", ließ sich Vorstandschef Christoph Franz Anfang Oktober zitieren. Kooperationen mit Mitbewerbern will der Manager nur aus einer Position der Stärke heraus angehen, und nicht, um Schwächen auszugleichen.

Hohe Treibstoffpreise, der harte Wettbewerb mit Billigfliegern wie Ryanair in Europa und den Fluggesellschaften vom Persischen Golf auf der Langstrecke machen den etablierten ehemaligen Staatsfluglinien seit Jahren zu schaffen.

© dpa-AFX, aero.de | Abb.: Airbus S.A.S. | 05.11.2012 09:13




Leser-Kommentare (1)

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05.11.2012 12:43
war ja alles schon mal im Gespäch, da muss man jetzt mal abwarten was tatsächlich dran ist.


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